Liebe Vrede, die Menopause ist nicht wirklich etwas, was man "eh" hinter sich bringen muss, sondern ein ernsthafter Mangelzustand des Körpers mit vielen verschiedenen gesundheitlichen Folgen und Konsequenzen. Auf allen Ebenen spielen die Hormone eine wichtige Rolle: Psyche, Knochen, Muskeln etc.
Ja, manche wollen da ohne Medikamente/Hormone durch und je nachdem, wie robust der Körper ist, wie früh oder spät der Prozess anfängt oder wie unangenehm man die Begleitfolgen findet UND wie sehr man bereit ist auf anderen Wegen gut für sich und die Knochengesundheit zu sorgen, kann das sicher auch klappen.
Aber du bist erst 36 und wenn du jetzt tatsächlich keinen Zyklus mehr haben solltest, dann musst du damit rechnen, dass dein Körper durch den sehr frühen Entzug des Östrogens und Progesterons auch entsprechende Aufmerksamkeit braucht für Knochen, Herz, Kopf, Psyche etc. Wenn z.B. dein Knochenabbau jetzt schon startet, statt z.B. mit 50, dann kann das bedeuten, dass du sehr früh eine Osteoporose entwickelst. (Um zu wissen, wie da der Stand ist, lohnt sich eine Knochendichtemessung.)
Erstmal würde ich empfehlen, einen Arzt/Ärztin zu suchen, die bereit sind, auch andere Sachen zu testen, denn eine ausbleibende Blutung muss ja nicht immer Menopause bedeuten!
Schilddrüse - TSH, T3, T4, Antikörper und Ultraschall - vielleicht ist da einfach wsa durcheinander und mit etwas Tyroxin startet der Zyklus wieder!
Andere Werte, die bestimmt werden können, um zu schauen, ob dem Körper was fehlt: Ferritin, Vitamin D, B12, Omega, Selen ... hier lohnt es sich wirklich, vor allem beim Ferritin, das ist die Basis für so viele Prozesse im Körper.
Isst du insgesamt genug? Genug Fett, Protein? Genug Körpergewicht? Zu viel Sport?
Dann der Schlaf: Unsere Hormone werden im Schlaf/Tiefschlaf gebildet. Es kann sein, dass bei dir der Zyklus auch deswegen durcheinander ist, weil du schon länger durch die Depression Schlafprobleme hast. Hier wäre die Frage, ob du dir besseren Schlaf schenken kannst, indem du mit Melatonin und Magnesium Glyzinat arbeitest - und falls du Progesteron nimmst, dann würde das auch (vielleicht) mit dem Schlaf helfen.
Guter Schlaf ist so eine wertvolle und Basis und auch wenn es teilweise wirklich schwierig ist, die Puzzlestücke zu finden, die zum Schlaf führen, ist das auch nichts was hingenommen werden sollte. Dein Gehirn braucht den Schlaf, um den "Abfall" aus dem Kopf zu bringen und für die Hormone ist es wie gesagt auch wichtig.
Hitzewallungen zeigen auf fehlendes Östrogen - auch hier: Du musst das nicht aushalten, du darfst die Hormone nutzen als Linderung - es ist ja in dem Sinne kein Medikament, sondern durch die bioidentischen Hormone wird ersetzt, was dir fehlt. Du leidest schon seit Dezember an ihnen - das kann noch ewig so weitergehen. Wie gesagt, du bist ja noch sehr jung. (Bei mir ging es ja mit 38 los und ich habe wirklich zügig mit Progesteron angefangen und dieses Jahr mit Östrogen und ich bin wirklich jeden Tag dankbar um die - und ich habe noch einen Zyklus, aber trotzdem genug körperliche Symptome.)
So oder so: Es lohnt sich, sich in das Thema einzulesen!

Edit: Kleine Ergänzung