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NFP-FAQ


Bei dieser FAQ-Liste sind alle Angaben ohne Gewähr. Sie erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und ersetzen z.B. nicht die Lektüre geeigneter Literatur, die wir nach wie vor für unerlässlich zum Erlernen der NFP-Metdode halten! Die genauen Auswertungsregeln sollten also diesen Büchern entnommen werden oder/und ein Kurs mit geschulten BeraterInnen absolviert werden.
Das Moderatoreninnenteam

(Eingabe mehrere Stichwörter durch Leerzeichen getrennt)

Temperaturauswertung

01. Wo kann ich messen?
Oral (im Mund), vaginal (in der Scheide) oder rektal (im After), wobei oral und vaginal 5 Minuten, rektal 3 Minuten gemessen werden sollte. Axillar (unter den Achseln) und im Ohr ist ungeeignet.
02. Muss ich wirklich die vollen 5 (3) Minuten messen?
Laut den Regeln der AG NFP: Ja!!! Es gibt einige Frauen, die nicht die vollen 5 Minuten messen und sehr schön auswertbare Zyklen haben.
03. Welches Thermometer eignet sich?
Fast jedes, das mindestens eine Messgenauigkeit von +/- 0,1°C hat. Sowohl die analogen, als auch die digitalen (die AG NFP empfiehlt hier 2 Nachkommastellen) oder ein Verhütungscomputer. Nicht sehr geeignet sind die Ohrthermometer, die nur Abweichungen, aber keine totalen Werte anzeigen.
04. Muss das Thermometer wirklich 2 Nachkommastellen haben?
Die AG NFP sagt: Ja! Auch hier scheiden sich im Forum die Geister, da einige auch mit nur einer Nachkommastelle gut auswertbare Zyklen haben.
05. Brauche ich unbedingt einen Computer (Sophia, Ladycomp)?
Nein! Im Gegenteil, sicherer ist die Handauswertung. Ein Computer kann nur das Notieren der Werte vereinfachen.
06. Kann ich mich auf meinen Computer verlassen (Sophia, Ladycomp)?
Nein, denn am sichersten ist und bleibt die Handauswertung - der Computer darf nur als Hilfsmittel benutzt werden, verlassen sollte man sich nur auf die eigene händische Auswertung!
07. Wann wird ein Wert ausgeklammert?
Ein Wert wird ausgeklammert, wenn ein potenzieller Störfaktor die Temperatur erhöht hat und dieser Wert aus der üblichen Schwankungsbreite des Tieflagenniveaus herausragt und durch ein Ereignis erklärt werden kann.
08. (Wann) Darf ich ausklammern, obwohl mir keine Störung bewußt ist?
Da es eine Vielzahl von verschiedenen Störfaktoren gibt und manche einem (noch) nicht bewußt sind, dürfen Werte, die ab ca. 0,2 Grad nach oben von den Nachbarwerten abweichen ausgeklammert werden, auch wenn kein unmittelbarer Grund vorhanden ist.
09. Darf ich das Thermometer wechseln?
Der Wechsel sollte nur zwischen zwei Zyklen erfolgen. Lässt sich ein Wechsel innerhalb eines laufenden Zyklusses nicht vermeiden, dann muss dieser Wechsel unbedingt im Zyklusblatt vermerkt werden.
10. Muss ich wirklich die vollen 5 (3) Minuten messen?
Laut den Regeln der AG NFP ist dies für eine korrekte Auswertung erforderlich.
11. Ab wann habe ich eine Gelbkörperschwäche?
Bei einer Hochlage von weniger als 10 Tagen liegt eine verkürzte Gelbkörperphase vor, mögliche Ursache ist eine Gelbkörperschwäche.
12. Funktioniert das Messen trotz Schichtdienst?
Meistens ja! Es gilt auszuprobieren, wie sich die eigene Temperatur bei unterschiedlichen Mess- und Schlafzeiten verändert.
13. Muss ich immer zur gleichen Zeit messen?
Nein, in den Anwendungsregeln der sympto-thermalen Methode steht davon nichts mehr: Zum einen spielen Messzeitabweichungen von 1 h häufig keine Rolle.
14. Funktioniert das Messen mit Kleinkind, das mich Nachts oft weckt?
Auch das muss individuell ausprobiert werden, inwiefern die eigene Temperatur durch Länge des Schlafes vor der Messung gestört wird.
15. Ab wann kann ich davon ausgehen, dass ich schwanger bin?
Ab einer Hochlage von 18 Tagen ohne Blutung ist eine Schwangerschaft sehr wahrscheinlich.
16. Gibt es eine Hochlage ohne Eisprung?
Ja, aber sehr selten. Dahinter steckt das sogenannte LUF-Syndrom (=Luteinisierter Unrupturierter Follikel).
17. Gibt es einen Eisprung ohne Hochlage?
In extrem seltenen Fällen reagiert der Körper gar nicht auf das Progesteron und produziert trotz Eisprung keine Hochlage.
18. Was heißt triphasisch?
Triphasisch nennt man Kurven, bei denen die Temperatur in der Hochlage noch ein zweites Mal deutlich ansteigt.
19. Muss eine Schwangerschaftskurve triphasisch sein?
Nein! Eine triphasische Kurve kann ein Indiz für eine SS sein, muss aber nicht.
20. Muss eine triphasische Kurve bedeuten, dass ich schwanger bin?
Nein! Auch Frauen, die nicht SS sind, zeigen manchmal einen triphasischen Kurvenverlauf.
21. Gibt es Hochlagen mit mehr als 17 Tagen ohne Schwangerschaft?
Eine derart lange Hochlage ohne Schwangerschaft ist sehr unwahrscheinlich.
22. Wann sinkt die Temperatur nach der Hochlage?
Dies ist auch ganz individuell. Bei den einen sinkt die Temperatur schon bevor die Mens einsetzt, bei den anderen während der Mens.
23. Was kann die Temperatur stören/beeinflussen?
Fehler oder Veränderung der Messweise; unterschiedliche Messzeiten; Nacht- und Schichtdienst; Einflüsse des Alltags oder Abweichungen von den üblichen Lebensgewohnheiten wie zu kurze oder gestörte Nachtruhe.
24. Warum wertet FertilityFriend/Wunschkinder/... anders aus als ich?
Die kostenlosen Onlineauswertungsprogramme (und die Verhütungscomputer) werten alle nicht streng nach unserer sympto-thermalen Methode aus.
25. Wie lange muss ich vor der Messung geschlafen haben?
Heute empfiehlt die AG NFP, dass man vor der Messung mindestens 1 h geruht haben sollte.
26. Kann ich ein Ohrthermometer benutzen?
Nein, da diese Thermometer nicht auf die zur Basaltemperaturmessung erforderliche Messgenauigkeit ausgerichtet sind.
27. Ist Temperaturmessen alleine sicher genug zum Verhüten?
Alle Studienergebnisse zur Temperaturmethode zeigen übereinstimmend eine hohe Methodensicherheit.
28. Warum will keiner meine Kurve interpretieren? Das finde ich gemein, da ich mich noch sehr unsicher fühle!
Wie du hoffentlich gelesen hast, sind wir kein Auswertungsservice. Wir gehen davon aus, dass du dich mit den Regeln befasst hast und in der Lage bist, selbstständig Vermutungen zu äußern, wie deine Kurve auszuwerten ist.

Schleimbeobachtung

01. Welche Arten der Zervixschleimbeobachtung gibt es?
Die Zervixschleimbeobachtung ist auf dreierlei Weise möglich: eine Frau kann den Zervixschleim empfinden, fühlen und sehen.
02. Wo muss ich den Schleim abnehmen?
Hier gibt es zwei Möglichkeiten: 1. am Scheideneingang, indem man entweder mit dem Finger darüberfährt oder bei jedem Toilettengang mit dem Toilettenpapier vor und/oder danach abwischt und dann den Schleim im Papier betrachtet. 2. am Gebärmutterhals durch Zusammendrücken der Zervix.
03. Wann muss ich den Schleim abnehmen?
Bei Hinzuziehung des Schleims am Scheideneingang einfach bei jedem Toilettengang nachschauen. Wenn der Schleim von der Zervix abgenommen werden soll, dann am besten mindestens einmal am Tag um etwa die selbe Uhrzeit.
04. Zählt der Schleim, den ich im Slip finde?
Nein, dieser Schleim zählt nicht, da er meist schon eingetrocknet ist. In manchen Fällen kann er jedoch zusätzliche Hinweise geben (z.B. bei flüssigem S+-Schleim, der sich als nasser Fleck absetzen kann).
05. Was hat ein RIESIGER zäher Schleimklumpen zu bedeuten? Ist das normal?
Solch ein Schleimklumpen wird öfters beobachtet. Dieser Schleimklumpen verschließt in der unfruchtbaren Zeit den Gebärmutterhals, damit keine Spermien in die Gebärmutter wandern können und geht dann mit Zunahme der Schleimproduktion ab.
06. Ich komme mit der Schleimauswertung überhaupt nicht klar, geht NFP auch ohne?
Ja, jedoch muss hier als ein weiteres Östrogenzeichen dann die Autopalpation der Zervix (Muttermundbeobachtung) hinzugezogen werden. Notfalls gehen auch LH-Tests.
07. Was ist der Schleimhöhepunkt?
Dieser Höhepunkt ist der letzte Tag, an dem eine Frau den für sie besten Schleim beobachtet.
08. Wie kann ich Zervixschleim und Scheidenflüssigkeit auseinanderhalten?
Mit der "Wasserprobe". Dazu einfach den "Schleim" in ein Glas Wasser geben. Löst sich der Schleim auf, ist es Scheidenflüssigkeit, löst er sich nicht auf, dann ist es Zervixschleim.
09. Wie kann ich Zervixschleim von Erregungsschleim unterscheiden?
Ebenso mit der "Wasserprobe".
10. Wieviel Zeit darf zwischen Schleimhöhepunkt und Temperaturanstieg vergehen?
In der Regel sollte der Schleimhöhepunkt frühestens 5 Tage vor bis spätestens 3 Tage nach dem Temperaturanstieg erfolgen.
11. Wie ist blutiger Schleim zu werten?
Blutiger, rötlicher/rosa, manchmal auch bräunlicher Zervixschleim ist immer als S+ einzustufen.
12. Was ist besser, ein nasses Gefühl oder Eiweißschleim?
Da beides zur Kategorie S+ gehört ist es irrelevant.
13. Was kann meinen Schleim "stören"?
Gewisse Medikamente, welche schleimlösend wirken. Es wurde auch schon berichtet, dass Zwiebeln und Meerrettich die Schleimproduktion anfeuern.
14. Darf ich Schleim von innen und außen bewerten?
Man muss sich immer auf eine Art der Bewertung beschränken.
15. Ich fühle nie nur "trocken" ist das normal?
Dies kann durchaus normal sein, wenn die Frau z.B. einen chronischen Ausfluß hat.
16. Meine Auswertung ist lange vorbei und plötzlich kommt wieder Schleim meiner besten Qualität - ist das normal?
Das ist auch vollkommen normal, da kurz vor der Menstruation nochmals das Östrogen ansteigt.
17. Beeinflussen Medikamente den Schleim?
Gewisse schleimlösende Medikamente, v.a. Hustenlöser können den Schleim beeinflussen.
18. Ich habe furchtbar viel Schleim, was kann ich tun?
Gar nichts. Die Quantität des Zervixschleims variiert von Frau zu Frau.
19. Kann ich etwas tun damit mein Schleim besser wird?
Es gibt hier mehrere Möglichkeiten, wo der Nutzen aber nicht wirklich belegt ist. Nachtkerzenöl soll den Schleim verbessern, wie auch bestimmte Hustenlöser.
20. Ich finde keinen Schleim, was kann ich tun?
Entweder liegt die mangelhafte Schleimproduktion noch daran, dass erst kürzlich die künstlichen Hormone abgesetzt wurden oder man gehört tatsächlich zu den Wenigschleimern.
21. Auf was sollte ich bei Kinderwunsch beim Schleim besonders achten?
Die Empfängniswahrscheinlichkeit ist am größten an den Tagen mit Zervixschleim der besten Qualität und an den Tagen unmittelbar danach bis einschließlich zum Tag der ersten höheren Messung.
22. Wie verhält sich der Schleim in der Schwangerschaft?
Er ist aufgrund der Progesteronwirkung meistens weißlich und zäh und verschließt den Gebärmutterhals.

Muttermundbeobachtung

01. Wie kann ich meinen Muttermund finden?
Mit einem oder zwei Fingern an der zur Bauchseite gelegenen Scheidenwand hochfahren bis ein kleiner runder Knubbel/Donut zu spüren ist. Der Gebärmutterhals ragt zapfenförmig in die Scheide hinein und ist so zwischen 5 und 8 cm tief drinnen.
02. Muss ich den Muttermund beobachten?
Nein, die Autopalpation der Zervix stellt eine zusätzliche Absicherung bzw. Alternative zum Schleimsymptom dar. Wenn die Schleimbeobachtung ohne Probleme klappt, dann besteht keine Notwendigkeit zur Muttermundbeobachtung.
03. Wie oft sollte ich den Muttermund abtasten?
Direkt nach der Menstruation beginnend sollte einmal täglich etwa zur selben Zeit in der gleichen Position die Selbstuntersuchung der Zervix durchgeführt werden.
04. Muss ich den Muttermund immer zur selben Tageszeit abtasten?
Dies wird von der AG NFP empfohlen.
05. In welcher Stellung kann ich den Muttermund am besten erreichen?
Da gibt es mehrere Möglichkeiten: - liegend mit angezogenen Beinen - in der Hocke - stehend mit einem Fuß auf einem Stuhl oder Badewannenrand etc. ruhend - auch sitzend (z.B. auf der Toilette).
06. Ich finde einfach die Öffnung nicht - kann ich die anderen Muttermund-Beobachtungen trotzdem benutzen?
Nicht alle Frauen können die Öffnung ertasten, oftmals ist sie sehr klein. Dies macht gar nichts, da keine Absolutmaße zählen, sondern die Veränderungen sind relativ und am besten in der Verlaufskontrolle erfaßbar.
07. Mein Muttermund ist (manchmal) schräg - ist das normal?
Ja, manche Frauen beobachten bei sich eine Achsenverschiebung. Die der Scheidenwand anliegende Zervix bewegt sich präovulatorisch etwas in Richtung Führungslinie.
08. Ich habe einen Pickel am Muttermund - was ist das?
Die sind komplett harmlos (wenn es nur diese kleinen, harten, sandähnlichen sind) und kommen oft in der fruchtbaren Zeit und verschwinden danach wieder. Wenn sie aber eher schwammig und in etwa tropfenförmig sind, sollte man sie kontrollieren lassen.
09. Ist es nicht ungesund jeden Tag am Muttermund "rumzutasten"?
Nein, denn es ist ja selbstverständlich, dass die Finger davor sehr gut gewaschen werden.
10. Hinkt der Muttermund dem Schleim manchmal hinter her?
Ja, dies kann durchaus so sein.
11. Mein Muttermund wird nach der Mens gar nicht richtig hart, ist das normal?
Ja, am härtesten ist der MuMu in der Hochlage.
12. Ich finde meinen Muttermund einfach nicht, was mache ich falsch?
Gar nichts, wenn Du alle möglichen Positionen schon ausprobiert hast. Dann kann es evtl. daran liegen, dass Deine Finger zu kurz sind und der MuMu zu tief in der Scheide ist. Manche Frauen erreichen ihren Muttermund nur während der unfruchtbaren Phase.
13. Wie sieht ein Muttermund im Laufe eines Zyklus genau aus? Und nach einer Geburt? Und während der Pilleneinnahme?
All diese Fragen beantwortet diese Seite mit Zervixfotos. Außerdem hast du die Möglichkeit, deinen FA während der Untersuchung zu fragen, ob er dir einen Handspiegel geben kann, damit du deinen eigenen Muttermund sehen kannst.



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