Was mal wieder zeigt, dass die Normwerte vieler Labore für die Tonne sind. Die Umstellung auf den oberen TSH-Referenzwert von 4,0 auf 2,5 war im Jahr 2003, also nicht gerade neulich.
Zum Ferritin: Der Normwert wird anhand der Durchschnittswerte in der Bevölkerung bestimmt. Da aber Eisenmangel sehr häufig ist, zieht das den Normwert nach unten. Richtiges Wohlbefinden erzielt man eher so mit Ferritinwerten von 40 oder höher; ich habe sogar schon von Ärzten gehört, die 70 als Schwelle ansetzen.
Klar, ein Speichereisenmangel ist keine akute Anämie und bringt einen so schnell nicht um. Dann fallen halt die Haare aus, man hat häufige Infektionen, ist müde, abgeschlagen, blass und fühlt sich leicht depressiv. Alles keine akute Krankheit, daher wird ein Speichereisenmangel oft über Jahre nicht bemerkt.
Meine These ist, dass Speichereisenmangel als typisches "Frauenleiden" nicht ernst genommen, ja, bagatellisiert wird. Nach dem Motto, "das kommt von der Periode, haben viele junge Frauen". Selbst ein Hämatologe, mit dem ich über das Thema sprach, hat mein Anliegen nicht ernst genommen.
Edit: Ach so ja, immer gerne, wenn Du Fragen hast, kannst Du mir auch gerne eine PN schicken

Edit edit: Seit mein Ferritin stabil um die 40 liegt - was noch nicht mal so pralle ist, aber immerhin besser als davor - sind meine ausgefallenen Haare alle wieder nachgewachsen!