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Hast du ethische Bedenken gegenüber Kupfer-IUPs?
Ja - ich würde nie mit einem Kupfer-IUP verhüten 28%  28%  [ 84 ]
Jain - ich habe schon ein komisches Gefühl dabei, würde aber deshalb die Verhütung mit einem Kupfer-IUP nicht generell ablehnen 20%  20%  [ 59 ]
Nein, ich habe keinerlei Bedenken 52%  52%  [ 156 ]
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BeitragVerfasst: 30. Mai 2008 14:16 
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NFP-Prinzessin

Registriert: 20. Februar 2006 14:58
Beiträge: 5188
@koerstek:

Zitat:
.. da ist mein Egoismus halt auch recht moralfrei - meine obersten Lebensziele sind halt meist auch mit Bequemlichkeit verbunden


Ja, offensichtlich. Sich so gegen Stammzellenforschung auszusprechen und zeitgleich sämtlichen Nutzen aus ihr und anderer Forschung an lebenden Zellen oder auch Organismen nutzen zu wollen, das ist wirklich sehr egoistisch, moralfrei und bequem. Du musst gar nicht in eine Einöde ziehen. Entscheide Dich einfach z.B. gegen alles Schulmedizinische.

Irgendwie muss man ja auch Hott sagen, wenn man schon Hü meint. EDIT: Dafür hat ein solo "Hott" den Vorteil, dass man mit feiner weißer ethisch korrekter Weste vorm eigenen Bewusstsein (und das Anderer) dastehen kann.

'Ich mach' mir die Welt, widdewidde wie sie mir gefällt'

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BeitragVerfasst: 30. Mai 2008 14:31 
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NFP-Kaiserin

Registriert: 17. März 2006 22:03
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NFP seit: März 2006
oia hat geschrieben:
Kann man aber mit einer Folge die Nichtgültigkeit des Prinzips begründen?

*rofl* Hey, ich im echten Leben bin ich kein Philosoph, sondern verkaufe Wurstwaren ;-) - kannst Du die Frage mal in einfaches Deutsch übersetzen? bitte?


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BeitragVerfasst: 30. Mai 2008 14:34 
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Kurven-Entwirrerin

Registriert: 12. Mai 2004 23:07
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Smilla hat geschrieben:
@koerstek:

Zitat:
.. da ist mein Egoismus halt auch recht moralfrei - meine obersten Lebensziele sind halt meist auch mit Bequemlichkeit verbunden


Ja, offensichtlich. Sich so gegen Stammzellenforschung auszusprechen und zeitgleich sämtlichen Nutzen aus ihr und anderer Forschung an lebenden Zellen oder auch Organismen nutzen zu wollen, das ist wirklich sehr egoistisch, moralfrei und bequem. Du musst gar nicht in eine Einöde ziehen. Entscheide Dich einfach z.B. gegen alles Schulmedizinische.

Irgendwie muss man ja auch Hott sagen, wenn man schon Hü meint. EDIT: Dafür hat ein solo "Hott" den Vorteil, dass man mit feiner weißer ethisch korrekter Weste vorm eigenen Bewusstsein (und das Anderer) dastehen kann.

'Ich mach' mir die Welt, widdewidde wie sie mir gefällt'



Öhöm... immerhin bin ich mir bewußt wo es hakt!

Und mit auf Schulmedizin verzichten ist es nicht getan (Stichwort Stromerzeugung; Abgase; Lebensmittel...). Aber weiter will ich da nicht drauf ein gehen, weil ich mir sehr wohl bewußt bin, daß ich eigentlich anders leben müßte als ichs tue (kognitive Dissonanz...)... ;-)


Zur Abtreibung: will nochmal betonen, daß das mit der Adoption nicht das "Allheilmittel" ist - ich habs auch nicht so darstellen wollen... Außerdem schreib ich von einem recht fernen Stand aus: ich war nie ungewollt schwanger, ich bin nie in einer Situation gesteckt in der andere Frauen abtreiben! Kann sein, daß ich in der so einer Situation wieder genauso gegen meine Einstellungen handeln würde wie bei der Ablehnung von Stammzellenforschung und meinem Nutzen der modernen Medizin!


Nachtrag an Püppi:

Man kann grundsätzlich niemals nie nicht die Nicht-Existenz von irgendwas in letzter Gültigkeit beweißen.
Beispiel: Raben sind immer schwarz. Keiner von uns hat je einen weißen Raben gesehen. Ist das aber der Beweis, daß es niemals nie nicht einen weißen Raben geben wird? Vielleicht haben wir den bisher immer übersehen und für eine Taube gehalten, oder aber es gab bisher noch keinen weißen Raben, aber irgendwann schlüpft einer mit nem Gendefekt!

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Ciao, Körst
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BeitragVerfasst: 30. Mai 2008 14:39 
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NFP-Prinzessin

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Aber was führt Dich dann dazu, Dich gegen Forschung an Tieren und an Stammzellen so auszusprechen, aber trotzdem den Nutzen daraus ziehen zu wollen? Interessiert mich wirklich. Gerade im medizinischen Bereich ist es doch mehr als einfach, für sich da einen Strich zu ziehen.

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BeitragVerfasst: 30. Mai 2008 14:41 
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Quietsch hat geschrieben:
oia hat geschrieben:
Wg dem kranken Kind: Ich denke, wir unterscheiden hier schon zwischen krank und wirklich sehr krank, d.h. ohne Maschinen und ständige medizinische Betreuung nicht lebensfähig. Wie ist wohl die Lebensqualität eines solchen Kindes, das ständig an Maschinen hängt, unvergleichliche Schmerzen hat und künstlich am Leben gehalten wird?


Problem in der Realität: das kann keiner durch den Bauch hindurch sehen. Es gibt zwar Tests alles, aber letztendlich kann niemand sicher vorhersagen, wie ausgeprägt eine Krankheit, ein Defekt, eine Behinderung dann tatsächlich ist, wenn das Kind auf der Welt ist... Erkannt werden kann nur, was ungefähr ist, und mit welcher Wahrscheinlichkeit das und das ist... Ist ein Problem, denn all diese diagnostischen Maßnahmen haben halt auch Fehler und es entstehen falsch-positive Befunde...

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BeitragVerfasst: 30. Mai 2008 14:44 
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Koerstek hat geschrieben:
Aber warum ist das so? Warum ist es "besser" ein krankes Kind abzutreiben statt Schwangerschaft zu durchleben und es dann weg zu geben? Ist es besser tot als behindert zu sein? Klar, die Mutter hat das Recht (rein rechtlich) zu entscheiden, sie will keine Schwangerschaft - dadurch ist ihr Interesse mehr "wert" als das Interesse des Ungeborenen (und wenn man sich Säuglinge anschaut, dann haben die durchaus Spaß am Leben, auch welche mit Missbildungen...)...


Es kommt immer drauf an, weshalb man abtreibt. Wenn eine Frau erst gar nicht schwanger werden will, dann wird sie erst gar nicht eine Schwangerschaft durchleben wollen. Denn das ist unter anderem eines der Punkte, warum man ja verhütet - damit die Schwangerschaft um jeden Preis verhindert werden kann. Nicht für jede Frau ist die Schwangerschaft etwas Schönes und ein Kind erstrebenswert.

Wenn das Kind krank ist, dann will man vielleicht einfach nicht die Schwangerschaft und Geburt erleben, wenn es vielleicht sogar tot geboren wird oder nur eine geringe Lebenswahrscheinlichkeit hat. Denn man erspart bis zu einem gewissen Grad sich und auch dem Kind die Schmerzen, die Ohnmacht, die Enttäuschung und Trauer - die viel heftiger ausfallen kann, wenn das Kind schon da ist und man sich darum kümmert (mitunter jahrelang bis es stirbt) als wenn man es gleich abtreibt. Und es ist auch die Frage, ob die Mutter das alles auf sich nehmen kann und will, denn psychisch und auch physisch verlangt das sehr viel ab. Diesen Schritt kann und will eben nicht jeder gehen.

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BeitragVerfasst: 30. Mai 2008 14:48 
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Smilla:

Weil ich finde es gäbe in unserer heutigen Zeit "bessere" Wege. Z.B. könnte die Forschung auf Stammzellen gehen, die nicht embrional sind (z.B. die Stammzellen im Nabelschnurblut - bin leider medizinisch Laie und kann nicht beurteilen, ob das wirklich eine Alternative wäre!). Oder auch viele Tierversuche. Viele Stoffe wurden schon längst zu Genüge getestet, müßten nicht immer neu ausgetestet werden. Viele Experimente wurden schon in anderen Ländern durchgeführt - mit etwas Zusammenarbeit und "nicht-so-auf-Profit-versessen-sein" könnten Wissenschaftler der Welt zusammen arbeiten und wiederholtes Leid wäre nicht nötig!
Vielleicht seh ich das wirklich zu blauäugig, weil ich davon nicht wirklich viel Ahnung habe...

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BeitragVerfasst: 30. Mai 2008 14:51 
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@Koerstek: Meine Frage richtete sich danach, warum Du dann nicht für Dich und Dein Kind auf alles Schulmedizinische verzichtest. In dem Bereich wäre es doch einfach, konsequent zu sein. So würdet ihr keinen Nutzen aus derartiger Forschung ziehen und sie damit nicht unterstützen.

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Smilla: weil ich von der Schulmedizin profitieren will. Und ich mir einfach verdammt dumm vorkommen würde die Errungenschaften nicht zu nutzen.


Sanfte: verstehe Deinen Standpunkt schon auch. Im Endeffekt spricht er der Mutter mehr Entscheidungsrecht zu als dem Ungeborenen - ist ja auch gesetzlich genau so verankert bei uns.

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BeitragVerfasst: 30. Mai 2008 15:05 
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Du willst also u.a. die Erkenntnisse von Stammzellenforschung und Tierversuchen nutzen, bist aber dagegen, das es getan wird? Möchte verstehen, was hinter Deinem Denken steht.

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Koerstek hat geschrieben:
Sanfte: verstehe Deinen Standpunkt schon auch. Im Endeffekt spricht er der Mutter mehr Entscheidungsrecht zu als dem Ungeborenen - ist ja auch gesetzlich genau so verankert bei uns.


Das ist auch gut so. Denn immerhin muss die Frau die Schwangerschaft und die Geburt durchmachen, psychisch wie physisch. Deshalb ist Adoption auch selten eine gute Lösung. Wenn man schon kein Kind will, wofür sollte man es dann auf die Welt bringen?

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BeitragVerfasst: 30. Mai 2008 15:16 
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dieSanfte hat geschrieben:
Das ist auch gut so. Denn immerhin muss die Frau die Schwangerschaft und die Geburt durchmachen, psychisch wie physisch. Deshalb ist Adoption auch selten eine gute Lösung. Wenn man schon kein Kind will, wofür sollte man es dann auf die Welt bringen?


Für das bereits entstandene Kind wärs halt die "bessere" Lösung (damit setze ich voraus daß es fürs Kind/für den Embrio interessanter ist zu leben, als nicht zu leben).


Smilla: jain... Ich will die Errungenschaften nicht nutzen, aber es gibt sie nunmal in der Welt in der ich lebe. Und es wäre - für mich - dumm, auf bereits etablierte Bequemlichkeiten zu verzichten (ich trag ja auch Schuhe, heize, trage ne Brille...)... deswegen muß ich noch lange nicht dafür sein, daß weiterhin - für mich teils unsinnig erscheinende Sachen - in dem Bereich beforscht werden. V.a. weil ich der Meinung bin, daß viel Forschung einfach unnötig/unsinnig ist...

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BeitragVerfasst: 30. Mai 2008 15:24 
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Koerstek: Das ist für mich irgenwie "schizophren". Auch in Zukunft werden neue bahnbrechende Erkenntnisse gewonnen werden, von denen Du dann auch profitieren möchtest. Also doch schön für Dich die weiße Weste in ethischer Hinsicht und zugleich der volle Nutzen aus dem, was Du eigentlicht verurteilst.

Kluge Strategie :mrgreen:

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BeitragVerfasst: 30. Mai 2008 15:30 
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Kurven-Entwirrerin

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als Weiße Weste würd ich das nicht betiteln... denn ich verheimliche meine Inkonsequenz ja nicht. Ich bin mir der Lücken da durchaus bewußt... und ich glaub auch nicht, daß das eine kluge Strategie ist - denke, das ist eigentlich recht normal und menschlich (was natürlich nicht heißt, daß das so sein soll!).

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BeitragVerfasst: 30. Mai 2008 15:36 
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@Koerstek
Ich danke Dir für die Erklärung!
*knutsch*
Koerstek hat geschrieben:
Man kann grundsätzlich niemals nie nicht die Nicht-Existenz von irgendwas in letzter Gültigkeit beweißen.

Na ja, man muss ja nicht immer alles anmalen ... *lach* --> sorry, aber den konnte ich mir nicht verkneifen (schreibt die, die selber mit den ganzen Rechtschreibreformen nicht mehr klar kommt :oops: )


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