mir persönlich war bei der wahl meines frauenarztes wichtig, dass er nicht grob bei der untersuchung ist (da hab ich schon geschichten gehört...

), ich mich in seiner ordination wohl fühle, alles sauber und hygienisch ist, er sorgfältig arbeitet, alles sehr persönlich ist und ich vertrauensvoll mit ihm reden kann.
natürlich wäre es auch super, wenn er noch dazu nfp-begeistert ist, und sich mit homöopathie und alternativen heilmethoden auskennt
aber die meisten frauenärzte - vor allem hier in österreich, wo wir ja nicht einmal sowas wie heilpraktiker haben - sind halt schulmediziner.
mein arzt hat mich zwar auch gefragt, ob ich nicht die pille nehmen möchte, aber ich hab ihm damals gesagt dass ich mit kondomen gut klar komme und das hat er dann so akzeptiert und gar nicht weiter drüber diskutiert.
solange er mir nichts bestimmtes einreden will, ist es doch ok. am wichtigsten finde ich, dass der arzt die persönliche entscheidung der patientin akzeptiert. selbst wenn er persönlich eine andere entscheidung treffen würde.
mein frauenarzt muss für mich nicht vorrangig mein "nfp-berater" sein. (schön wärs natürlich, aber ich habe das bei der wahl nicht zur bedingung gemacht...)
im vordergrund steht für mich die körperliche untersuchung - ob ich gesund bin, und dass er einen abstrich macht, etc. ... und dass er mich im falle einer schwangerschaft gut betreut.
aber ich bin im allgemeinen dafür, dass die menschen mehr informationen über nfp bekommen. sollte meiner meinung nach in der schule beim aufklärungsunterricht dabei sein!
wir haben damals in biologie die verhütungsmethoden durchgenommen, und da hat man den eindruck bekommen, "sicher" kann man sowieso nur mit der pille verhüten. nfp ist gar nicht vorgekommen, sondern nur die "kalendermethode", natürlich mit dem hinweis darauf, wie unsicher das ist.
und sooo viele jahre liegt meine schulzeit jetzt nicht zurück - ich bin gerade mal 22.
es ist also nicht (nur) die "schuld" des frauenarztes, dass das so wenig verbreitet ist - und da ist ja auch eine ganze pharmaindustrie dahinter! und wer druckt schon werbeprospekte für nfp? damit ist ja eben nichts zu verdienen...