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 Betreff des Beitrags: Re: Bioidentische Hormontherapie in den Wechseljahren
BeitragVerfasst: 16. Juni 2024 11:39 
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Inventar

Registriert: 6. Mai 2007 04:20
Beiträge: 2410
Wohnort: keinen viertel Tag mehr voraus
NFP seit: 01/2007-06/2013; jetzt sterilisiert
Die Frage nach der Dauer habe ich meiner Gyn letztens auch gestellt, weil ich zwischendurch eine gewisse Einnahme-Müdigkeit feststelle.
Sie sagte: Mind. 5 Jahre sei die Regel, gerne auch 7 oder 10.
Schlussendlich sei es aber vom Empfinden der Patientin abhängig.

_________________
Heute hier, morgen dort... (Hannes Wader)


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 Betreff des Beitrags: Re: Bioidentische Hormontherapie in den Wechseljahren
BeitragVerfasst: 16. Juni 2024 12:30 
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wohnt hier

Registriert: 28. Februar 2008 18:09
Beiträge: 1526
Wohnort: Osnabrück
Im Podcast Hormongesteuert beantwortet Frau Dr. Schaudig alle Fragen rund um alle Hormone und mehr.
Blütenmeer und Sibiria, eure Fragen nach der Einnahmedauer werden zu verschiedenen Hormonen beantwortet.
Wenn man keine Podcasts hören mag, lohnt sich sicher ein gutes Buch, denn das Hormonwissen ist komplex und je nach körperlichem Befinden, Alter und Zyklus so verschieden anzuwenden.

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 Betreff des Beitrags: Re: Bioidentische Hormontherapie in den Wechseljahren
BeitragVerfasst: 18. Juni 2024 20:45 
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NFP-Gräfin

Registriert: 22. Juli 2005 15:08
Beiträge: 3829
NFP seit: August 2005
Ich möchte ein paar Gedanken loslassen und hoffe auf ein bisschen Input. :-)

Bis zu meinem Gyntermin gestern hatte ich mich für die Einnahme von Progesteron entschieden, weil ich diese furchtbaren Schlafstörungen und nächtlichen Panikattacken nicht mehr ertrage. Ich habe im Vorfeld recherchiert und mit meinen anderen Ärzt:innen die Einnahme abgeklärt. Mein Gerinnungsarzt gab das Go (trotz Faktor V), die Lipödem Ärztin ebenfalls (und warnte sogar vor einem Progesteronmangel, der einen weiteren Schub auslösen könnte). Also wägte ich ab und dachte, es kann ja nur besser werden, also go for it.
Ich habe ein Rezept für Famenita bekommen (und in der Apotheke das baugleiche Progestan erhalten, weil meine KV das andere nicht zahlt) und soll mit 1 Kapsel abends starten. Zum Kontrolltermin in 3 Monaten soll ich wieder vorstellig werden, dann kann ggfs. die Einnahme auf 2 Kapseln erhöht werden. Mein Gyn meinte, die orale Einnahme sei die einzige Möglichkeit, das Medikament so zu verstoffwechseln, dass sich eine Besserung für den Schlaf einstellt. Eine vaginale Einnahme könne das nicht erreichen. Also bin ich gestern aus der Praxis raus mit dem Gedanken, dass ich die Kapseln dann wohl schlucken werde.

Heute war ich in der Apotheke und sitze hier mit einer Packung Progestan daheim... und weiß jetzt auch nicht. Es sträubt sich alles in mir, die Kapsel zu schlucken, vor allem, nachdem ich den Beipackzettel gelesen habe. Depressive Verstimmung bei 1 von 10 Behandelten finde ich echt viel (und ich hab da leider eine Vorgeschichte). Und ich spüre quasi schon die Verdickung meines Blutes (trotz aller anderen Aussagen), ich habe hypochondrische Tendenzen, ich werde ständig in mich reinhorchen und jedes Zwicken missinterpretieren. :-(
Der Apotheker sagte, es gibt Frauen, die das Medikament off-label vaginal einführen und dennoch gute Erfolge gegen Schlafstörungen gemacht haben. Es sei ein Ausprobieren, was individuell eine bessere Wirkung erziele. Das sei nicht zu verallgemeinern.

Die Packungsbeilage beinhaltet auch den Part mit den auftretenden Blutungen. Ich hatte vor 4 Jahren eine Endometrium Ablation wegen Hypermenorrhoe und bin sowas von nicht interessiert an Blutungen. *erschrecken*

Dann kommt noch der Gedanke dazu, dass ich seit 19 Jahren hormonfrei bin und jetzt wieder damit anfangen will/soll/muss... *nixweiss*

Ich weiß, ihr könnt (und sollt auch gar nicht) hü oder hott raten. Aber vielleicht hatte eine von euch ähnliche Gedanken, Zweifel, Abwägungen... und wie seid ihr damit umgegangen? *freunde* *help*

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Nussecke kurvt perimenopausal im 248. Verhütungszyklus


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 Betreff des Beitrags: Re: Bioidentische Hormontherapie in den Wechseljahren
BeitragVerfasst: 18. Juni 2024 21:02 
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Kurvenjunkie

Registriert: 27. August 2008 14:59
Beiträge: 1988
Ich hab mir nur theoretische Gedanken gemacht. Ich finde, dass einen Mangel, der ernsthafte Symptome verursacht, zu beheben, etwas komplett anderes ist, wie durch künstliche Hormone die körpereigene Hormonproduktion unterdrücken, um damit zu verhüten. *nixweiss*
Blutungen: woher sollen die denn kommen ohne Endometrium?
Depressionsrisiko: das find ich schon ernst zu nehmen. Ist aber vielleicht dagegen abzuwägen, dass Schlafstörungen und Panikattacken wahrscheinlich auch ein Risikofaktor sind.

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 Betreff des Beitrags: Re: Bioidentische Hormontherapie in den Wechseljahren
BeitragVerfasst: 18. Juni 2024 21:25 
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Hochlagenjunkie

Registriert: 3. November 2010 21:43
Beiträge: 642
Mir hat geholfen, mir zu vergegenwärtigen, dass die Pille eben keine echten Hormone enthält, sondern synthetische und letztendlich ein Medikament ist, welches man zu einem bestimmten Zweck einnimmt, der nichts mit Gesundheit zu tun hat - und dass Hormone Bestandteil meines Körpers sind und der Gesunderhaltung dienen. *freunde*

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 Betreff des Beitrags: Re: Bioidentische Hormontherapie in den Wechseljahren
BeitragVerfasst: 18. Juni 2024 22:20 
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Inventar

Registriert: 4. September 2005 14:55
Beiträge: 2039
Nussecke hat geschrieben:
Der Apotheker sagte, es gibt Frauen, die das Medikament off-label vaginal einführen und dennoch gute Erfolge gegen Schlafstörungen gemacht haben. Es sei ein Ausprobieren, was individuell eine bessere Wirkung erziele. Das sei nicht zu verallgemeinern.


Meines Wissens pharmakologisch nicht möglich. Die Wirkung auf das Gehirn entsteht über den first pass Effekt. Wenn es doch hilft, muss es dann ein Placeboeffekt sein.


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 Betreff des Beitrags: Re: Bioidentische Hormontherapie in den Wechseljahren
BeitragVerfasst: 19. Juni 2024 10:05 
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NFP-Gräfin

Registriert: 22. Juli 2005 15:08
Beiträge: 3829
NFP seit: August 2005
@Eos und @Io_ Von der Seite "künstliche vs. echte Hormone" hab ich es tatsächlich noch nicht betrachtet. Wenn ich das so verinnerlichen könnte, würde mein "ihhh böse Hormone"-Gedanke schon mal wegfallen. Ich überlege ein bisschen dran rum.

@cat Das hatte mein Gyn auch so gesagt, dass es vaginal nicht den Effekt geben kann. Dann bleibt also doch nur das Schlucken der Kapseln.

Ich bin gerade einfach massiv verunsichert, deshalb mache ich mir so wirre Gedanken, wie dass die krassen Blutungen zurückkommen.

Wegen depressiver Verstimmungen: Hat das eine von euch bei sich wahrgenommen? Ich dachte eigentlich, dass mit Progesteron dagegen gearbeitet werden kann. *kopfkratz*

Nehmt ihr das Progesteron nur in der zweiten Zyklushälfte oder durchgehend? Mein Gyn meinte, wenn die Beschwerden nicht nur in der zweiten Zyklushälfte auftreten, könnte ich die Kapseln auch durchnehmen.

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Nussecke kurvt perimenopausal im 248. Verhütungszyklus


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 Betreff des Beitrags: Re: Bioidentische Hormontherapie in den Wechseljahren
BeitragVerfasst: 19. Juni 2024 10:13 
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Hochlagenjunkie

Registriert: 3. November 2010 21:43
Beiträge: 642
Nussecke hat geschrieben:
Wegen depressiver Verstimmungen: Hat das eine von euch bei sich wahrgenommen? Ich dachte eigentlich, dass mit Progesteron dagegen gearbeitet werden kann. *kopfkratz*

Als ich mit Estriol und Progesteron (beides jedoch transdermal) begonnen habe, war ich in einem Zustand, wo ich in Tränen ausgebrochen bin, sobald ich an Bambis Mama gedacht habe und hatte wahlweise eine überaus kurze Lunte bei allem möglichen - das hat sich deutlich verbessert.

Zitat:
Nehmt ihr das Progesteron nur in der zweiten Zyklushälfte oder durchgehend? Mein Gyn meinte, wenn die Beschwerden nicht nur in der zweiten Zyklushälfte auftreten, könnte ich die Kapseln auch durchnehmen.

Ich nehme es meistens durchgehend, aber wie gesagt nur transdermal und aus dem Grund, weil ich so gut wie nicht mehr menstruiere. Du könntest dich ja langsam rantasten und ausprobieren, was dir am besten bekommt.

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 Betreff des Beitrags: Re: Bioidentische Hormontherapie in den Wechseljahren
BeitragVerfasst: 19. Juni 2024 10:42 
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NFP-Gräfin

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Oh weh, das klingt nach einer heftigen Zeit, wenn die Gefühle so stark ausgeprägt sind. Das sind auch so meine Bedenken... Sehr gut, dass es sich für dich deutlich verbessert hat. *freunde*

Ja rantasten, das werde ich dann wohl machen... *augenverdreh*

Danke euch. *zusammen*

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 Betreff des Beitrags: Re: Bioidentische Hormontherapie in den Wechseljahren
BeitragVerfasst: 19. Juni 2024 18:12 
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neu hier

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Alternativ - und wenn es "nur" schlimme Schlafstörungen und nächtliche Panikattacken sind, könnte auch gezielt nach Mitteln zum besseren Schlafen geschaut werden. Z.B. Amitriptillin - durchaus wirksam zum Schlafen niedrig dosiert - pflanzliche Mittel z.B. aus Passionsblume könnten auch helfen. *schlafen*


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 Betreff des Beitrags: Re: Bioidentische Hormontherapie in den Wechseljahren
BeitragVerfasst: 21. Juni 2024 09:10 
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NFP-Gräfin

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Beiträge: 3829
NFP seit: August 2005
Da hab ich schon einiges ausprobiert und leider keine Linderung erfahren.

Die Progesteron Packung steht noch unangetastet daheim. Aber ich hab den Stress rausgenommen „jetzt sofort“ starten zu müssen, nur weil die Packung da ist. Vermutlich braucht es eine nächste Horrornacht… *nixweiss*

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 Betreff des Beitrags: Re: Bioidentische Hormontherapie in den Wechseljahren
BeitragVerfasst: 21. Juni 2024 09:17 
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alte Häsin

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Nussecke, ich habe es für mich so gelabelt, dass es Hormone sind, die mir helfen das auszugleichen, was mein eigener Körper gerade nicht gut kann. Also ein anderer Zweck als Verhütung und es eben auch bioidentische Hormone sind. Mir hat das Famenita gerade beim Schlaf sehr geholfen. Da war ich echt schon in einer fiesen Spirale von "ich kann eh nicht einschlafen und nachts werde ich auch wieder wach sein" - allein dadurch konnte ich schon nicht pennen.

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Do it the heart way. Mit singendem Novemberwind unterwegs (*11/20).


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 Betreff des Beitrags: Re: Bioidentische Hormontherapie in den Wechseljahren
BeitragVerfasst: 23. Juni 2024 17:47 
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NFP-Gräfin

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Beiträge: 3829
NFP seit: August 2005
Danke, das versuche ich gerade so für mich anzudenken. Es braucht noch was, ich kanns nicht einfach hauruck umsetzen. Das ist aber ok so und hat mir den Stress rausgenommen. Bin auf dem Weg. (Mag komisch klingen und vielleicht ein „na dann schluck die Kapsel doch einfach.“ erwirken, aber so easy peasy ist es leider echt nicht.)

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 Betreff des Beitrags: Re: Bioidentische Hormontherapie in den Wechseljahren
BeitragVerfasst: 23. Juni 2024 23:44 
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NFP-Kaiserin

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NFP seit: 2006
*daumendrücken* dass du dich traust, es zu probieren - wenn es unpassend für deinen Körper sein sollte, wirst du es bestimmt mitbekommen!
Ich habe ja noch nie mit hormonellen Verhütungsmitteln verhütet und fand es anfangs auch ein bisschen seltsam nun mit Östrogencreme und Progesteronkapseln zu hantieren, ABER beides tut mir merklich gut und nun gehört das halt genauso dazu wie das Multi Gyn Gel und die Nährstofftabletten. *sonne*

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 Betreff des Beitrags: Re: Bioidentische Hormontherapie in den Wechseljahren
BeitragVerfasst: 1. Juli 2024 19:34 
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NFP-Gräfin

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Beiträge: 3829
NFP seit: August 2005
Ich hab mich vor ein paar Tagen tatsächlich getraut, nach ein paar weiteren Horrornächten und blank liegenden Nerven griff ich dann doch zur Kapsel. Jetzt horche ich - aber auch das kenne ich von mir - doch arg in mich rein und achte auf jedes Zwicken. Das ist aber auch ok und ich beobachte meine Stimmung weiter.
Gar nicht gut finde ich den vermehrten Harndrang mit Progestan. Also die schlaffördernde Wirkung erledigt sich damit auch von selbst, wenn ich nachts 3-4x aufs Klo muss. Gestern dachte ich sogar, dass ich mir die Blase verranzt hab, weil die Harnleiter durchs ständige Pinkeln gereizt war. Kennt ihr das auch?
Heute hat nach 44 Tagen (huch, so bald schon) ein neuer Zyklus angefangen und ich weiß noch nicht, ob ich die Kapseln weiter nehme oder die zweite Zyklushälfte abwarte. *kopfkratz*

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