Ich möchte ein paar Gedanken loslassen und hoffe auf ein bisschen Input.

Bis zu meinem Gyntermin gestern hatte ich mich für die Einnahme von Progesteron entschieden, weil ich diese furchtbaren Schlafstörungen und nächtlichen Panikattacken nicht mehr ertrage. Ich habe im Vorfeld recherchiert und mit meinen anderen Ärzt:innen die Einnahme abgeklärt. Mein Gerinnungsarzt gab das Go (trotz Faktor V), die Lipödem Ärztin ebenfalls (und warnte sogar vor einem Progesteronmangel, der einen weiteren Schub auslösen könnte). Also wägte ich ab und dachte, es kann ja nur besser werden, also go for it.
Ich habe ein Rezept für Famenita bekommen (und in der Apotheke das baugleiche Progestan erhalten, weil meine KV das andere nicht zahlt) und soll mit 1 Kapsel abends starten. Zum Kontrolltermin in 3 Monaten soll ich wieder vorstellig werden, dann kann ggfs. die Einnahme auf 2 Kapseln erhöht werden. Mein Gyn meinte, die orale Einnahme sei die einzige Möglichkeit, das Medikament so zu verstoffwechseln, dass sich eine Besserung für den Schlaf einstellt. Eine vaginale Einnahme könne das nicht erreichen. Also bin ich gestern aus der Praxis raus mit dem Gedanken, dass ich die Kapseln dann wohl schlucken werde.
Heute war ich in der Apotheke und sitze hier mit einer Packung Progestan daheim... und weiß jetzt auch nicht. Es sträubt sich alles in mir, die Kapsel zu schlucken, vor allem, nachdem ich den Beipackzettel gelesen habe. Depressive Verstimmung bei 1 von 10 Behandelten finde ich echt viel (und ich hab da leider eine Vorgeschichte). Und ich spüre quasi schon die Verdickung meines Blutes (trotz aller anderen Aussagen), ich habe hypochondrische Tendenzen, ich werde ständig in mich reinhorchen und jedes Zwicken missinterpretieren.
Der Apotheker sagte, es gibt Frauen, die das Medikament off-label vaginal einführen und dennoch gute Erfolge gegen Schlafstörungen gemacht haben. Es sei ein Ausprobieren, was individuell eine bessere Wirkung erziele. Das sei nicht zu verallgemeinern.
Die Packungsbeilage beinhaltet auch den Part mit den auftretenden Blutungen. Ich hatte vor 4 Jahren eine Endometrium Ablation wegen Hypermenorrhoe und bin sowas von nicht interessiert an Blutungen.
Dann kommt noch der Gedanke dazu, dass ich seit 19 Jahren hormonfrei bin und jetzt wieder damit anfangen will/soll/muss...

Ich weiß, ihr könnt (und sollt auch gar nicht) hü oder hott raten. Aber vielleicht hatte eine von euch ähnliche Gedanken, Zweifel, Abwägungen... und wie seid ihr damit umgegangen?
