Ich melde mich hier auch mal zu Wort:
Letzte Mens 2018, seitdem gefühlt immer weniger Energie, zunehmend Gelenkschmerzen, potentiell Fibromyalgie (oder doch nur Wechseljahre?), meistens Schlafprobleme (z.T. Einschlaf- noch öfter Durchschlafprobleme, bin dann ab 4 oder so wach) - fühle mich allein deshalb furchtbar geschlaucht. Unterschiedliche Mittel zum Schlafen verwendet, die unterschiedlich gut wirken zu verschiedenen Zeiten. In 2 Monaten schlafe ich vielleicht in 5 Nächte wirklich gut, durchschnittlich.
Ich dachte immer, Hormone sind ein Teufelszeug, nehme ich nie, habe auch 2 Großmütter, die Brustkrebs hatten. Da ich aber das Gefühl habe, dass mein Körper zunehmend nicht mehr will (das Neueste ist ein verformter Zeigefinger mit dickem, jetzt fast dauerhaft schmerzendem Gelenk, und nein, ich habe kein Rheuma) überlege ich jetzt doch und trotzdem, es mal mit den Hormonen zu probieren. Entscheidung fühlt sich an wie zwischen Pest und Cholera. Östrogengel für die wunde Öffnung der Vulva hat schon Besserung gebracht, für alles Andere müssen weitere körperliche Abklärungen erfolgen (u.A. Mammographie).
Nun ja, diverse Behandlungen von tollen Heilpraktikern haben mir in den letzten Jahren aus schlimmen Schmerzphasen schon gut geholfen, auch OPs zur Behebung von nachweisbaren Gelenkproblemen waren erfolgreich. Dennoch merke ich an der faltigeren Haut, dem rapide schlechteren Zustand der Zähne trotz weiterhin guter Pflege, und diversen anderen "Zipperlein", dass die Alterung nun offenbar in Siebenmeilenschritten bei mir fortschreitet - gefühlt einfach viel zu schnell. Was soll ich sagen: Macht keinen Spaß
Dennoch möchte ich anmerken, dass ich mental gesehen keine 30 mehr sein möchte

, und viel von meiner größeren Lebenserfahrung profitiere. Es sieht wohl so aus, als ob ich mir noch ganz schön schwer tue mit der Akzeptanz, dass ich definitiv im "Herbst des Lebens" angekommen bin...
Weiter auf der Positivseite steht die Dankbarkeit für alles, was schön ist in meinem Leben und mir geschenkt wurde und damit einhergehend Dankbarkeit für alles, was ich noch geben darf. Und hiermit höre ich dann auf ganz krass philosophisch zu werden...
