Huhu,
aaaalso - Eisprünge hat man eigentlich auch mit der Mirena, wenn Du nicht zu empfindlich auf den Wirkstoff der Mirena reagierst.
Deshalb sind mit der Mirena ja auch Eileiterschwangerschaften durchaus möglich, aber im Gegensatz zu "keiner Verhütung" statistisch nicht erhöht.
Das befruchtete Ei kann sich nur nicht einnisten, weil die Mirena in der Gebärmutter den Aufbau der Schleimhaut verhindert.
Eigentlich soll zwar durch die Mirena zwar auch der Zervix so verpropft sein, dass da keine Spermien durchkönnen, aber ich habe in den ersten Jahren der Mirena zyklusentsprechend durchaus noch suuuuper Schleim gehabt, insofern schließe ich nicht aus, dass ich da auch noch mit Mirena hätte "befruchtet" werden können (wenn auch nicht schwanger).
Was sich ja jetzt bei so vielen Frauen zeigt, ist dass die körpereigene Progesteron-Herstellung nach und nach zusammenbricht, die ja nunmal nötig ist, damit der Zervixschleim die nötige Konsistenz zur Spermienwanderung hat und die Schleimhaut auch entsprechend aufgelockert wird, um eine Einnistung zu ermöglichen.
Insofern - Schering verspricht, dass die Frau direkt nach dem Ziehen wieder schwanger werden kann - nicht, dass sofort danach wieder Eisprünge stattfinden; ganz logisch, da die Eisprünge weiterhin stattfinden (sollen). Bei mir taten sie es auf jeden Fall, wenn auch in den späteren Jahren oft sehr verzögert.
Zu Deiner anderen Frage mit dem ersten Zyklustag...
Hast Du mit der Mirena noch Blutungen?
Weil dann kannst Du den ersten Blutungstag nehmen, auch wenn die Mirena noch drin ist (man soll sie ja möglichst dann ziehen lassen, wenn der Muttermund eh schon offen ist, also zur Blutung, egal wie wenig das auch sein mag), weil das Dein echter Zyklus ist.
Wenn Du gar keine Blutungen mehr hast und sie irgendwann im Zyklus ziehen lässt, würde ich nicht die (möglicherweise sofort) darauf folgende Blutung als 1. Zyklustag werten, sondern erst die übernächste, weil Du nur dann sicher sein kannst, dass das keine Abbruchblutung ist und Du Dich möglicherweise doch direkt danach in einer fruchtbaren Phase befindest!
Kannst ja bei mir mal schauen - ist ja noch übersichtlich:
Bei mir war es z.B. so, dass ich die Spirale während meiner "Blutung" ziehen ließ - ich bekam aber trotzdem seeeehr untypisch für mich die nächste Blutung schon nach 26 Tagen, also für mich zu früh (36 Tage-Zyklus, selten drunter gewesen) und hatte auch nach Blutungsbeginn noch deutliche PMS-Symptome (was ich sonst nie habe, der Spuk ist üblicherweise mit Einsetzen der Regel schlagartig vorbei).
Ich vermute also, dass die Blutung, die dort eingetreten ist, obwohl sie einigermaßen in meinen Zyklus zu passen schien, in erster Linie eine Abbruchblutung war, und die eigentliche Blutung halt erst später gekommen wäre. Dafür spricht auch, dass Temperatur auch erst mit dem Enden meiner PMS-Symptome deutlich gesunken ist, was im dritten Zyklus z.B. auch schon anders war.
Insofern kannst Du da nicht so sicher sein, was jetzt was ist, und ich würde nach Temperatur und anderen Symptomen gehen, um zu schauen, wo Du Dich dann im Zyklus befindest und ansonsten erst die übernächste Blutung als reguläre 1. Blutung (und demnach 1. Zyklustag) werten.
Den ersten und zweiten Zyklus würde ich an Deiner Stelle nur zum Antesten, Gewöhnen ans Messen und schonmal etwas in die eigenen Temperaturen-Einarbeiten nehmen, und erst die zweite Blutung als "ab jetzt wirds ernst" nehmen.
Klar - irgendwo musst Du ja den ersten Schnitt machen, aber wenn Du die Möglichkeit hast, festzustellen, wo Du Dich *jetzt* im Zyklus befindest und jetzt bereits anhand anderer Symptome (falls Du keine Blutung mehr haben solltest) wie Brustschmerzen etc., dann würde ich diesen Eindrücken den Vorzug geben und eine nach der Ziehung einsetzende Blutung eben auch eventuell nur als "Abbruchblutung" werten, die nicht mit dem Zyklus, sondern nur dem Abfall der Hormone zusammenhängt und somit auch keine Aussage über Eisprung, fruchtbare Zeit etc. machen kann.
Sorry für die Mammutsätze, ich hoffe, es war trotzdem verständlich.
LG,
Parabell
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9 Jahre Mirena (dieselbe), NFP zur Verhütung, Hashi seit ca. 1990, Diagnose 2/2008)
Parabell