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Wurdest du vor Einnahme der Pille von deinem Gynäkologen zu Risiken und Nebenwirkungen beraten?
Ja 12%  12%  [ 32 ]
Nein 88%  88%  [ 225 ]
Abstimmungen insgesamt : 257
Autor Nachricht
 Betreff des Beitrags: Re: Wurdest du vor Einnahme der Pille beraten?
BeitragVerfasst: 22. November 2019 12:20 
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nicht mehr ganz so neu

Registriert: 22. September 2011 19:48
Beiträge: 52
Wohnort: Köln
NFP seit: 09/2011
Ich war damals mit 16 bei der Frauenärztin, weil ich die Pille wollte. Ich hatte da meinen ersten Freund und kannte eigentlich auch nur Kondom und Pille als Möglichkeiten (Spirale kannte ich, das war aber nur eine Möglichkeit für Frauen, die schon mit der Kinderplanung abgeschlossen haben, stand damals zumindest in den gängigen Heften und kam auch so in der Schule im Aufklärungsunterricht dran.). Ich glaube das "Erste Mal" hatte ich da schon hinter mir, das war mit Kondom, aber ich wollte was "Sicheres".
Nach einem kurzen Gespräch, wie die Pille einzunehmen ist und wie sie funktioniert, habe ich dann auch gleich das Rezept bekommen. Das war gleichzeitig mein allererster Besuch beim FA, und ich bin nicht einmal untersucht worden.
Fand ich damals natürlich super, aber im Nachhinein hätte ich lieber eine ordentliche Untersuchung bekommen und vor allem wäre eine umfassende Beratung über Risiken der Pille und auch über Alternativen schön gewesen.

_________________
seit 04/2024 mit dem Frühlingsmini an der Hand <3


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 Betreff des Beitrags: Re: Wurdest du vor Einnahme der Pille beraten?
BeitragVerfasst: 12. Juni 2020 15:05 
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hat sich gut eingelebt

Registriert: 12. Juni 2019 22:21
Beiträge: 147
Wohnort: Schweiz
NFP seit: März 2017
Ich zieh den Thread mal etwas nach vorne...
Ich ging erst mit 23 das erste Mal zur FÄ, da Verhütung erst dann zur Sprache kam. Sie hat mir eine Broschüre mitgegeben, wo so mehr oder weniger alle Methoden drin waren (fand ich eine recht gute Broschüre, hab sie jetzt meiner kleinen Schwester weitergegeben) mit Vor- und Nachteilen. Sie hat mich dann gefragt, was ich so wollte und als ich Kupferspirale sagte, meinte sie dann, die besser erst reinmachen, wenn ich ein bisschen Sex gehabt habe. Sie hat mir dann eine Pille mit kleiner Dosis verschrieben, weil ich ja "natürlich" bleiben wollte. Aber die Kupferkette wollte sie mir dann nicht geben, sondern lieber so ein neuer Ball (nicht zu empfehlen, fiel wieder raus, und offenbar bei recht vielen). Mögliche NW hat sie nicht benannt, aber die Symptome für Thrombosen beschrieben und mir dringen geraten, dann sofort einen Termin bei ihr zu machen. Also schon eine Beratung, aber recht wenig und eigentlich überhaupt nicht kritisch. Ich fands zusammen mit der Broschüre ok, gerade weil die Pille nur eine Zwischenlösung sein sollte und ich ja eigentlich eine Spirale wollte, aber es war doch eher eine kurze knappe Infoveranstaltung als eine Beratung.
(Interessanterweise war es auch meine FÄ, die mir nfp als mögliche Alternative vorgestellt hatte. Aber als ich dann darauf gewechselt habe, meinte sie dann nur "dann seh ich Sie wieder, wenn Sie schwanger sind", obwohl ich ja noch einige Jahre verhüten wollte...)

_________________
mit *mann* und dem Krokodil (Feb. 24) auf zu neuen Abenteuern


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 Betreff des Beitrags: Re: Wurdest du vor Einnahme der Pille beraten?
BeitragVerfasst: 12. Juni 2020 16:22 
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hat sich gut eingelebt

Registriert: 5. August 2019 13:26
Beiträge: 137
NFP seit: Mai 2016
Meine Frauenärzte haben mich allesamt nicht zur Pille beraten.
Der erste Kontaktpunkt war mit 13, weil meine Mens sehr schmerzhaft war. Mutter und FÄ plädierten da für die Pille, die ich allerdings in dem Augenblick noch überhaupt nicht eingesehen habe zu nehmen. Als Alternative gab es Möpf, der allerdings die bekannte Erstverschlimmerung ausgelöst hat und mich deswegen ziemlich davon weg getrieben hat.

Drei Jahre später hatte ich dann meinen ersten Freund und extrem Schiss, dass beim ersten Mal (Kondom) etwas schief gegangen sein könnte, weil meine Tage etwas später dran waren. Auf den Schreck habe ich mir dann doch die Pille verschreiben lassen, das Gespräch lief in etwa so:

FÄ: "Naja gut, wenn Sie jetzt aktiv werden, dann sollten Sie die Pille nehmen."
Ich: "Eigentlich möchte ich keine Pille haben. Gibt es da Alternativen?"
FÄ: "Spiralen setze ich erst ein, wenn eine Frau bereits ein Kind hat"

Was folgte, waren die Fragen ob ich rauche oder Allergien habe, dann gab es ein Rezept und das war es soweit. Vielleicht war noch der Hinweis dabei, dass auf der Packung steht, wie ich damit umgehe, wenn ich eine Pille vergesse, aber das weiß ich nicht mehr genau.
Ich bin also mit dem Wissen "Die Pille ist gut gegen Menstruationsschmerzen und sicher, bei Kondomen gibt's am Ende nur so Probleme und Panik" herausgegangen.

Die Pille (in verschiedenen Ausführungen da ich einige nicht gut vertragen habe) habe ich dann gut 2 Jahre genommen, ohne sie oder pot. Nebenwirkungen zu hinterfragen, in der Zeit hatte ich 2 FA-Wechsel, jedoch hieß es immer nur "bittschön, Ihr Folgerezept, bis in drei Monaten dann". Da meine Beziehung ohnehin eine Fernbeziehung war, war mir das aber irgendwann zu doof, jeden Tag die Pille zu schlucken, wenn ich vielleicht alle 6 Wochen mal GV habe.
Alternativen habe ich dann auf eigene Faust gesucht, nachdem ich einen Artikel über Verhütungscomputer gelesen hatte und verstand, dass es scheinbar auch Alternativen zum hormonellen Verhüten gibt, die sicher sind.
Darüber habe ich das Forum entdeckt, mich eingelesen, beim nächsten FA-Besuch extra die Kurve mitbekommen, ein "Dann seh ich Sie in einem halben Jahr zur Schwangerschaftsuntersuchung, nehmen Sie weiter die Pille" abbekommen und bin seither nicht mehr gut auf FÄ's zu sprechen.
Insbesondere, weil die Sprechstundenhilfe dann tatsächlich versuchte, mir noch ein Rezept (das ich ausdrücklich im Gespräch verweigert hatte!) in die Hand zu drücken.

Ach so, selbiger Frauenarzt sagte übrigens mal zu mir, die Pille würde nicht dick machen, wenn man fräße wie ein Pferd, sei man selbst schuld, die ganzen Frauen würden nur eine Ausrede suchen. (Betrifft mich selber nicht, ich fand es aber extrem unangebracht und respektlos)

_________________
Blaubeeri mit fröhlichem Wander-Waschbären (10/21) im Gepäck.


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