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Meine Frauenärzte haben mich allesamt nicht zur Pille beraten. Der erste Kontaktpunkt war mit 13, weil meine Mens sehr schmerzhaft war. Mutter und FÄ plädierten da für die Pille, die ich allerdings in dem Augenblick noch überhaupt nicht eingesehen habe zu nehmen. Als Alternative gab es Möpf, der allerdings die bekannte Erstverschlimmerung ausgelöst hat und mich deswegen ziemlich davon weg getrieben hat.
Drei Jahre später hatte ich dann meinen ersten Freund und extrem Schiss, dass beim ersten Mal (Kondom) etwas schief gegangen sein könnte, weil meine Tage etwas später dran waren. Auf den Schreck habe ich mir dann doch die Pille verschreiben lassen, das Gespräch lief in etwa so:
FÄ: "Naja gut, wenn Sie jetzt aktiv werden, dann sollten Sie die Pille nehmen." Ich: "Eigentlich möchte ich keine Pille haben. Gibt es da Alternativen?" FÄ: "Spiralen setze ich erst ein, wenn eine Frau bereits ein Kind hat"
Was folgte, waren die Fragen ob ich rauche oder Allergien habe, dann gab es ein Rezept und das war es soweit. Vielleicht war noch der Hinweis dabei, dass auf der Packung steht, wie ich damit umgehe, wenn ich eine Pille vergesse, aber das weiß ich nicht mehr genau. Ich bin also mit dem Wissen "Die Pille ist gut gegen Menstruationsschmerzen und sicher, bei Kondomen gibt's am Ende nur so Probleme und Panik" herausgegangen.
Die Pille (in verschiedenen Ausführungen da ich einige nicht gut vertragen habe) habe ich dann gut 2 Jahre genommen, ohne sie oder pot. Nebenwirkungen zu hinterfragen, in der Zeit hatte ich 2 FA-Wechsel, jedoch hieß es immer nur "bittschön, Ihr Folgerezept, bis in drei Monaten dann". Da meine Beziehung ohnehin eine Fernbeziehung war, war mir das aber irgendwann zu doof, jeden Tag die Pille zu schlucken, wenn ich vielleicht alle 6 Wochen mal GV habe. Alternativen habe ich dann auf eigene Faust gesucht, nachdem ich einen Artikel über Verhütungscomputer gelesen hatte und verstand, dass es scheinbar auch Alternativen zum hormonellen Verhüten gibt, die sicher sind. Darüber habe ich das Forum entdeckt, mich eingelesen, beim nächsten FA-Besuch extra die Kurve mitbekommen, ein "Dann seh ich Sie in einem halben Jahr zur Schwangerschaftsuntersuchung, nehmen Sie weiter die Pille" abbekommen und bin seither nicht mehr gut auf FÄ's zu sprechen. Insbesondere, weil die Sprechstundenhilfe dann tatsächlich versuchte, mir noch ein Rezept (das ich ausdrücklich im Gespräch verweigert hatte!) in die Hand zu drücken.
Ach so, selbiger Frauenarzt sagte übrigens mal zu mir, die Pille würde nicht dick machen, wenn man fräße wie ein Pferd, sei man selbst schuld, die ganzen Frauen würden nur eine Ausrede suchen. (Betrifft mich selber nicht, ich fand es aber extrem unangebracht und respektlos)
_________________ Blaubeeri mit fröhlichem Wander-Waschbären (10/21) im Gepäck.
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