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 Betreff des Beitrags: Gehirn/Gedächtnis und Risiko für Alzheimer-Demenz
BeitragVerfasst: 16. Mai 2020 14:18 
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NFP-Gräfin

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Beiträge: 3253
Wohnort: moon
NFP seit: 11 2004
Ich habe kürzlich zwei Artikel gelesen, wie die Hormonumstellung der Wechseljahre das Gehirn und Gedächtnis beeinträchtigt und dadurch das Risiko für Alzheimer-Demenz erhöht:
Spektrum der Wissenschaft: Menopause und Alzheimer: Wie hängen Wechseljahre und Demenz zusammen?
GEO: Die mentalen Folgen der Wechseljahre

Sehr kurz zusammengefasst:
Unter anderem Frauen mit einer kürzeren reproduktiven Phase (Zeitraum, in dem man einen Zyklus hatte), mit Diabetes/Stoffwechselproblemen, Stress, Schlafstörungen, Depressionen, Fettleibigkeit, schlechter Ernährung oder mit einer einzigen Kopie des ApoE4-Gens können ein erhöhtes Risiko für Alzheimer haben (genauer ist das im Artikel beschrieben).
Die Demenz tritt oft 20 Jahre nach den Wechseljahren auf, es ist aber während der Wechseljahre, dass das Gehirn geschädigt wird.
Ob eine Hormonersatztherapie gegen Demenz hilft, weiß man noch nicht. Falls sie hilft, sollte man sie aber frühzeitig (innerhalb von fünf Jahren nach der letzten Menstruation) starten.
Spektrum hat geschrieben:
»Die Take-Home-Message ist, dass das Erhalten der metabolischen Gesundheit auch die kognitive Gesundheit erhält«, schließt Brinton. »Man kann das biologische Geschlecht, das Alter oder die Genvariante nicht ändern – aber die metabolische Gesundheit und damit das Risiko.«

Mosconi sieht das ähnlich. Jeder, vor allem Frauen in ihren Vierzigern oder Fünfzigern, sollte »die eigenen Kennwerte kennen«, sagt sie und meint damit den APOE-Status, Stoffwechselprofile, Blutwerte, sogar Hirnscans, insbesondere deren geschlechtsspezifische Marker. »Ich hoffe, dass Hirnscans bei allen Frauen (und Männern) mittleren Alters Teil der Vorsorgeuntersuchungen werden, so wie wir Brüste und Gebärmutter untersuchen lassen«, sagt sie. Das Mantra ist »Vorsorge«, ein Wort, das einst nur selten mit Alzheimer gepaart war.

Ob die Hormontherapie dazuzählen sollte, bleibt umstritten. Doch die Präzisionsmedizin mit ihren genetischen Tests und Datenanalysen bewege sich in diese Richtung, sagt Brinton. Ärzte könnten bald Präzisionstherapien vorschreiben, die auf Risikomarkern basieren, wie dem APOE-Status, Anzahl der Geburten, Wechseljahresbeschwerden und anderen Faktoren. Außerdem werden neue Varianten der Hormontherapie entwickelt.
[...]
In der Zwischenzeit ist Prävention nach wie vor unerlässlich: Zu den Empfehlungen gehören eine zuckerarme, pflanzliche Ernährung mit wenigen Trans- und gesättigten Fetten, dazu körperliche Aktivität, wenig Stress und jede Nacht sieben Stunden gesunder Schlaf, insbesondere für Frauen in der Lebensmitte.


GEO sagt noch:
GEO hat geschrieben:
Auf der Suche nach alternativen Präparaten experimentieren Pharmakologen zudem seit einigen Jahren mit einer weiteren, hochwirksamen Gruppe von Substanzen, sogenannten SERMs (von engl. „Selective Estrogen Receptor Modulators“), die ähnlich wie Östrogene das Gehirn stimulieren, aber nicht die bedrohlichen Nebenwirkungen zeigen.

Die Ergebnisse lassen hoffen, dass eines Tages ein effektives und nebenwirkungsarmes Mittel zur Verfügung stehen könnte, das die Folgen des Östrogenschwundes im weiblichen Gehirn abmildert und auf diese Weise einer Demenz vorbeugt.

Doch so betrüblich es klingen mag: Bis eine derartige Behandlung ausreichend getestet ist und Marktreife erlangt, werden wohl noch Jahrzehnte vergehen

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 Betreff des Beitrags: Re: Gehirn/Gedächtnis und Risiko für Alzheimer-Demenz
BeitragVerfasst: 16. Mai 2020 16:48 
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NFP-Gräfin

Registriert: 31. Dezember 2006 22:35
Beiträge: 4145
Wohnort: Mittelfranken
NFP seit: 1989-2008
Sehr interessant. Da ich Menarche erst mit 16 hatte, dazu 4 Schwangerschaften und jeweils ziemlich lange Stillzeiten ohne Zyklen und dann aus medizinischen Gründen mit 43 die Eierstöcke entfernt bekam (hatte mehrere Gründe, einer davon vorheriges hormonpositives Mamma Carcinom) ohne die Möglichkeit von Hormonersatztherapie falle ich da wohl hinein. Zusatzlich bin ich seit.meiner Kindheit depressiv.

Meine Mutter ähnlich, nur dass bei ihr Menarche erst mit 17 oder 18 war( sie erinnert sich nicht genau) und Eierstöcke schon mit 38 raus kamen.
Sie bekam allerdings Hormonersatztherapie bis 50. Sie ist jetzt 80 und Gedächtnisprobleme hatte sie , als die Eierstöcke rauskamen, wurde dann auch besser und mit 70 fing ihr Gedächtnis an, nachzulassen. Sie ist aber für mich jetzt noch nicht spürbar dement, fragt aber manches 2x.

Dann wäre da noch meine Oma, auch sehr späte Menarche mit 18 und nach der Schwangerschaft mit dem letzten Kind( da war sie 42) hatte sie dann keinen Zyklus mehr.
Sie war bis Anfang 80 geistig noch recht fit, bis auf Probleme mit sem Kurzzeitgedächtnis. Als sie 90 war, wurde sie dann dement, konnte aber bis zu ihrem Tode mit 93 immer noch viel aus Kindheit und Jugend erzählen( Geschichten, die ich teils schon kannte)

Da scheinen meine Oma und meine Mutter ja Glück gehabt zu haben und ich selbst hoffe auch, geistig noch langer fit zu bleiben. Werde bis heute für mein exaktes Langzeitgedachtnis bewundert, Kurzzeitgedächtnis ist nicht so gut, seit Chemotherapie, die ich mit 42 bekam, worauf mein Zyklus ausblien. Ich hatte dann noch eine Blutung danach( anovulatoris her Zyklus) und dann kamen mit 43 die Eierstöcke heraus.

Meine Mädels hatten auch recht spät Menarche übrigens. Das scheint in unserem Falle anlagebedingt zu sein.

Da ist ja für mich wichtig, da ein Auge drauf zu haben. Gut zu wissen.

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Tuscany, neurodivers , 60, mit Mann und 4 erwachsenen Kindern, seit 2009 ohne Eierstöcke, Brustkrebs 08 und 25


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 Betreff des Beitrags: Re: Gehirn/Gedächtnis und Risiko für Alzheimer-Demenz
BeitragVerfasst: 16. Mai 2020 17:11 
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Hochlagenjunkie

Registriert: 3. November 2010 21:43
Beiträge: 642
Ich pinne mich mal hier fest und werfe ein, dass ich in dem Zusammenhang die sog. Nonnenstudie als maßgeblich abgespeichert habe, der zufolge Stressreduktion und ein erfülltes, sinnhaftes Leben in einer intakten Gemeinschaft wirksam vor Demenz schützen können.
Interessant daran war, dass die nach deren Tod obduzierten Gehirne der Nonnen zwar alle typischen Krankheitsanzeichen aufwiesen, die Krankheit aber nicht spürbar zum Ausbruch kam.
Das ist jetzt sehr verkürzt und ohne mooncats Links gelesen zu haben, aber eben der Punkt, der mich erstaunt, denn WJ werden die Nonnen wohl auch durchlebt haben, deswegen bin ich gespannt, wie sich das wohl inhaltlich auflösen lassen könnte.

Und zum Thema Gensequenzen durch Lebensstil an- und ausschalten habe ich letztens auch ein interessantes Buch gelesen. Mal gucken, ob ich darin auch noch einen Anknüpfpunkt zu Mooncats Links finde.

Spannendes Thema jedenfalls, Danke für's Eröffnen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Gehirn/Gedächtnis und Risiko für Alzheimer-Demenz
BeitragVerfasst: 16. Mai 2020 17:52 
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NFP-Gräfin

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Beiträge: 4145
Wohnort: Mittelfranken
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Stressreduktion ist ein gutes Stichwort. Das versuche ich auch zur Krebsprävention schon zu leben. Denn in der Zeit, als der Krebs damals in meiner Brust begann zu wachsen, hatte ich sehr starken Stress. 2 Kinder innerhalb von 19 Monaten, von denen das jüngere ein Schreikind war, und zusätzlich eine Beziehung mit Gewalt in verschiedenster Weise. Ich kam Jahre lang gar nicht zur Ruhe.

Habe aber gemerkt, wie wichtig Stressreduktion für mich ist. Da habe ich nun einen weiteren gewichtigen Grund dafür. Meine weiblichen Vorfahrinnen bis hin zu Urgroßmüttern sind alle über 90 Jahre alt geworden . Meine Mutter, wie gesagt, derzeit 80. Das sehe ich auch für meine Zukunft. Und möchte natürlich Demenz so lange wie möglich vermeiden.

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Tuscany, neurodivers , 60, mit Mann und 4 erwachsenen Kindern, seit 2009 ohne Eierstöcke, Brustkrebs 08 und 25


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 Betreff des Beitrags: Re: Gehirn/Gedächtnis und Risiko für Alzheimer-Demenz
BeitragVerfasst: 16. Mai 2020 18:13 
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NFP-Gräfin

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Freut mich, danke fürs Mitteilen. *freunde*

Meine eine Oma war nur kurz dement, die andere aber bestimmt über 10/15 Jahre lang so stark dement, dass sie nicht mehr sprechen konnte. Insofern fühle ich mich von dem Thema stark betroffen und habe Angst, da eine Veranlagung zu haben und wie meine demente Großmutter zu enden

Die Liste von Risikofaktoren fand ich ziemlich lang und weitverbreitet, sodass ich auch mehrere der Faktoren erfülle (u.a. auch späte Menarche. Und meinem Zervixschleim nach hat sich mein Östrogenspiegel bereits mitte 30 verschlechtert).
Die Präventionsmaßnahmen "sehr gesundes Essen, Sport, wenig Stress, viel gesunden Schlaf" hätte ich auch gerne. *lach* Aber in meinen Alltag bekomme ich die leider nicht integriert, ohne mein Leben umzukrempeln. Stressreduktion wäre eigentlich genau mein Thema, ich weiß nur nicht recht, wie genau ich den Stress reduzieren könnte.

Gleichzeitig wird ja wohl sicherlich nicht jede Frau mit Risikofaktoren dement werden. Darum versuche ich es, entspannt zu sehen, da ich es sowieso nicht verhindern kann. Und im Hinterkopf zu behalten, damit ich den aktuellen medizinischen Stand nachlesen kann, wenn ich dann mal in den Wechseljahren bin.

Die Nonnenstudie klingt interessant. Ich könnte mir auch vorstellen, dass Nonnen (zumindest im Kloster) ein Leben mit gesundem Essen und wenig Stress führen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Gehirn/Gedächtnis und Risiko für Alzheimer-Demenz
BeitragVerfasst: 16. Mai 2020 22:00 
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Hochlagenjunkie

Registriert: 3. November 2010 21:43
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Auf die Nonnenstudie bin ich gekommen, als mein Onkel dement wurde und ich mich deswegen mit dem Thema beschäftigt habe. Als Lektüre dazu kann ich sehr das Buch "Raus aus der Demenzfalle" von Gerald Hüther empfehlen, welches sich auch zu lesen lohnt, wenn man noch jung ist (dazu gleich noch etwas anderes).

Wikipedia über die Nonnenstudie: https://de.m.wikipedia.org/wiki/Nonnenstudie:
Zitat:
Die Studie wurde von dem Epidemiologen David Snowdon an der Kentucky-Universität (Sanders Brown Center) durchgeführt. Sie lief ab 1986 mit der Beteiligung von etwa 600 amerikanischen Ordensschwestern der Kongregation der Armen Schulschwestern von Unserer Lieben Frauim Alter zwischen 76 und 107 Jahren. Eine Besonderheit ist hier die Homogenität der Lebensführung über einen sehr langen Zeitraum, etwa in Bezug auf die Ernährung, und auf der Methodenseite die hohe Dauer der Längsschnitte und die Prospektivität. Sowohl Labor- als auch psychologische Parameter und histologische Schnitte des Gehirns konnten herangezogen werden. Über die Archive der Klöster waren Einblicke in den Lebenslauf der Teilnehmerinnen und deren geistige Aktivitäten vor Jahrzehnten möglich.

Ein auffälliges Ergebnis war die Unabhängigkeit des pathologischen Gehirnbefunds (multiple Alzheimer-Plaques) von der wiederholt erhobenen intellektuellen Leistungsfähigkeit derselben Personen zu Lebzeiten. Das heißt: Auch Personen, bei denen bei der Sektion stark veränderte Gehirnbefunde festgestellt wurden, konnten bis zu ihrem Tod geistig anspruchsvolle Aufgaben ausführen.


Interessanter Blog-Artikel der Uni WittenHerdecke über die Schlüsse aus der Nonnenstudie: http://dzd.blog.uni-wh.de/index.html%3Fp=9977.html
Zitat:
Schließlich kam man nach einer längeren Forschungsperiode zu dem Ergebnis, dass nur in etwa 10% der untersuchten Fälle ein Zusammenhang zwischen der Plaques-Theorie und dem Alzheimer-Befund bestand. In allen anderen Fällen mussten dagegen andere Ursachen für die Entstehung von Alzheimer herangezogen werden, unter anderem der Lebensstil. Bei Nonnen: Geistige und körperliche Aktivitäten – häufig bis ins hohe Alter, soziale Faktoren, starke Gläubigkeit, Gebet und Enthaltsamkeit (wenig bis kein Alkohol, kein Nikotin, ausgewogene und dosierte Ernährung), sowie eine abwechslungsreiche und erfüllende Arbeit.

Ein Leben in Arbeit, Gebet und Enthaltsamkeit kann also vor Gedächtnisverlust schützen. Zumindest wurde durch Snowdons Forschungen gezeigt, dass die Plaques-Theorie alleine nicht ausreicht, die Entstehung von Alzheimer zu erklären. Snowdon geht mittlerweile davon aus, dass sich der Verlust von geistigen Fähigkeiten zumindest teilweise auf kleinere Schlaganfälle zurückführen lässt. Denn bei einigen Nonnen ließen die geistigen Fähigkeiten nach einer Abfolge von mehreren Schlaganfällen rapide nach.

Neueste Erkenntnisse aus der Plaques-Forschung haben außerdem gezeigt, dass diese Art von Ablagerungen, die oft auch als “Müll” bezeichnet werden, wohl doch kein Müll sind. Dies konnte unter anderem ein Forscherteam um Rudolph Tanzi vom Massachusetts General Hospital in Boston nachweisen. Durch zahlreiche Untersuchungen an Zellkulturen fanden diese Forscher heraus, dass Plaques durchaus eine schützende Funktion aufweisen können (siehe dazu folgenden Link: http://www.welt.de/welt_print/wissen/article6643305/Alzheimer-Ist-die-Plaques-Theorie-falsch.html).


Den o.g. Aspekt der Sinnhaftigkeit des Lebens (i.e. Stärke Gläubigkeit sowie erfüllende Arbeit) arbeitet auch Gerald Hüther in seinem Buch heraus: https://www.spektrum.de/rezension/buchkritik-zu-raus-aus-der-demenzfalle/1530909
Zitat:
Laut Hüther stellt die Nonnenstudie das bisherige Theoriegebäude zur Demenz in Frage. Er vertritt in seinem Buch die Ansicht, unser Gehirn sei durch den richtigen Lebensstil lebenslang form- und regenerierbar. Doch wie sieht ein solcher aus? Der Neurobiologe führt dazu das salutogenetische Prinzip des Medizinsoziologen Aaron Antonovsky ein, nach dem es im Leben insbesondere auf ein "Kohärenzgefühl" ankomme, ein Gefühl, das durch Erfahrungen gewonnen wird. Zentral sei das subjektive Empfinden, in einer Welt zu leben, die versteh-, gestaltbar sowie sinnvoll erscheint und in der Konflikte aus eigener Kraft bewältigt werden können. Laut Hüther leiden die Selbstheilungskräfte unseres Gehirns nämlich vor allem durch Widersprüche, die wir nicht lösen können. Wenn wir hingegen unser kohärentes Selbstgefühl stärkten, indem wir ein sinnhaftes, gestaltbares und verstehbares Leben führten, dann nähmen Demenzerkrankungen ab, so seine kühne These.


Zuletzt noch die Nonnenstudie im Original: https://web.archive.org/web/20131229163933/https://www.healthstudies.umn.edu/nunstudy/

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 Betreff des Beitrags: Re: Gehirn/Gedächtnis und Risiko für Alzheimer-Demenz
BeitragVerfasst: 16. Mai 2020 22:09 
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NFP-Gräfin

Registriert: 31. Dezember 2006 22:35
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Danke dir Io_ . das bestärkt mich weiter, mein Leben für mich bekömmlich zu gestalten. Unabhängig von dem, was andere normal oder nicht finden.

Nonnen verzichten auf vieles und vielleicht ist es so, dass viele auch ihren Frieden damit finden, sich einzufügen in eine Ordnung, die sie akzeptieren, wie sie ist, ohne dass sie diese svöllig elbst gestaltet haben. Mir fallen da Demut und Hingabe ein. Das waren Dinge, die ich früher völlig abgelehnt habe und zunehmend aber empfinden und schätzen lerne.

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 Betreff des Beitrags: Re: Gehirn/Gedächtnis und Risiko für Alzheimer-Demenz
BeitragVerfasst: 16. Mai 2020 22:21 
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Hochlagenjunkie

Registriert: 3. November 2010 21:43
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Ja, es geht bei diesem Punkt genau darum, dass man einen Leitstern im Leben hat, der, so paradox das erscheinen mag, sowohl eine Religion, als auch z.B. Atheismus sein kann. Weil es nicht darum geht, was wahr oder was tatsächlich ist, sonder darum, dass man seine Welt als kohärent empfindet.

Das Konzept der Salutogenese von Aaron Antonovsky führt das inhaltlich noch weiter aus. Das war genau das Thema, mit dem ich mich eigentlich 2019 zuletzt beschäftigen wollte, bevor mal wieder andere Dinge dazwischenkamen. Edit: https://de.m.wikipedia.org/wiki/Salutogenese


Aber @ Mooncat, es kommt nicht darauf an, dass man es perfekt macht. Egal ob Streßreduktion, Ernährung oder Sinnhaftigkeit. Auch kleine Veränderungen zeigen Wirkungen und 100% sind eh meist gar nicht erforderlich (siehe Pareto-Prinzip, welches auch für z.B. das Erlernen von Sprachen oder positive Effekte von Ernährungsveränderungen gilt, also universell zu sein scheint https://de.m.wikipedia.org/wiki/Paretoprinzip).

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 Betreff des Beitrags: Re: Gehirn/Gedächtnis und Risiko für Alzheimer-Demenz
BeitragVerfasst: 16. Mai 2020 22:29 
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NFP-Gräfin

Registriert: 31. Dezember 2006 22:35
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Dieses Prinzip kannte ich noch nicht, jedenfalls nicht unter diesem Namen.
Für mich ist es immer beglückend, wenn ich begreife, dass Dinge stimmig sind. Stichwort: analoges Denken.
Oder auch senkrechtes Denken. Ich bin keine wirkliche Esoterikerin. Mich haben jedoch als Kind schon übergreifende Ordnungen fasziniert, als ich die noch gar nicht benennen konnte. Heute weiß ich, dass ich Aspie bin. Und das ist gut so *sonne* .
Kann jetzt auch eher meine, oft vom Mainstream abweichende Meinung äußern.

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 Betreff des Beitrags: Re: Gehirn/Gedächtnis und Risiko für Alzheimer-Demenz
BeitragVerfasst: 17. Mai 2020 13:28 
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Fingerwundschreiberin

Registriert: 3. Februar 2008 16:55
Beiträge: 759
Da ich da gerade rüber gestolpert bin: https://www.dr-schmiedel.de/was-schuetzt-vor-demenz/

Ein Artikel über Ernährung/ diverse Nährstoffe, die hilfreich sind um die Wahrscheinlichkeit für Demenz möglichst gering zu halten (evidenzbasiert).

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