Huhu,
also - das Ziehen war ein Klacks im Vergleich zum Einsetzen, und bei mir wars wirklich schlimm, weil er noch vorher ne Gebärmutterspiegelung gemacht hat, ich keine Kinder habe und alles mitbekommen habe, weil die Betäubung nicht wirkte..

Bin hinterher aus dem Kreislauftief nicht mehr rausgekommen, war echt übel, rückwirkend denke ich, dass ich nen leichten Schock hatte.
Egal - gezogen hat sie mein Mann in einer Spontanaktion auf unserem Ehebett - ich wollte sie loswerden und hab sie selbst nicht rausgekriegt.
Also - gar kein Problem, ganz ehrlich!
Es ist unangenehm, ja, aber <grins> eher so von der Art einer proktologischen Untersuchung, nicht unangenehm wie z.B. ein Besuch beim Zahnarzt (HORRROOOOR) oder einer Grippeimpfung...
Tja, und das mit dem normalen Zyklus trotz Mirena... jein - die ersten Jahre schon (wobei ich anfangs ein ganzes Jahr lang durchgehend Schmierblutungen hatte), dann gab es halt eine Zeitlang noch eine minimale Regelblutung zu den normalen Terminen, dann irgendwann nichts mehr, aber ich konnte halt noch PMS spüren und so, aber die letzten Jahre ist das alles immer mehr und mehr aus dem Tritt gekommen bei mir und wurde immer schwieriger. Immer mehr und schlimmer PMS, teilweise sehr lange Zyklen, wo es sich wirklcih anfühlte, als ob mein Körper "kämpft", um den Zyklus zu vollenden..
Und ich habe auch zunehmend Migräne bekommen, die ist seit dem Ziehen der Mirena auf einmal weg, am Ende hatte ich alle zwei bis drei Tage Migräne.
Wobei ich auch sagen muss, dass die Mirena bei mir nach den 9 Jahren Liegedauer definitiv noch Wirkstoff abgegeben hat - was vorher von den Ärzten als "wahrscheinlich Östrogenmangel" abgetan wurde, weil "die Spirale ist verbraucht, die tut nichts mehr", ist jetzt wieder ganz normaler Zyklus geworden. Gut, die letzte Regel war für meine Verhältnisse noch recht kurz, die erste nach Ziehen der Mirena war dafür sehr schwach, aber ich beschwere mich weder über das eine noch das andere.
Die Zeiten vor der Mirena, wo ich wie eine (sorry) abgestochene Sau blutete und mir am ersten Tag nachts vielleicht ne halbe Stunde Schlaf am Stück gönnen konnte, sind mir noch lebhaft in Erinnerung.
Also die ersten Jahre würdest Du sicher noch nen Zyklus wahrnehmen können, aber auf Dauer - ich weiß nicht. Diese zwei Monate ohne Mirena, die ich bisher habe, sind schon sooo anders als alles die Jahre davor, und ich merke anhand meiner Blutung, dass da definitiv noch Wirkstoff in der Gebärmutter wirkt, sonst wäre das bei meinem Östrogenüberschuss nicht so wenig Regel, wie es jetzt war.
Ich war mal ganz begeistert von der Mirena und habe sie jedem empfohlen, aber inzwischen würde ich jedem abraten. Das Heimtückische an der Mirena ist, dass die Nebenwirkungen eben nicht wie bei Pille&Co quasi sofort einsetzen und man sie auch mit dem Verursacher in Verbindung bringen kann, sondern dass die ganz langsam, nach und nach kommen, und man eher denkt, man wird älter, oder hätte ein schlechtes Jahr - man sucht sich die Erklärungen zurecht, weil man nach dem Naheliegendsten sucht - und da man anfangs mit der Mirena keine Probleme hatte, kanns die ja nicht sein....
Ich hatte übrigens auch die ersten Jahre mit der Mirena noch eine gesunde Libido... inzwischen keine mehr, und ganz ehrlich - ich habe nen anbetungswürdigen Mann, den ich von ganzem Herzen liebe, dem in der Disco wirklich so einige Frauen hinterhergucken... ist schon nicht ganz schön, ich hoffe, dass sich das wieder ändert, aber im Moment tut sich da nichts..
Rückblickend würde ich nichts mehr nehmen, einsetzen lassen, mit mir veranstalten, das die Libido gefährden könnte, mal von den anderen Nebenwirkungen abgesehen.. ohne die fühlt man sich nur halb so lebendig...
Also.. wenn Du nicht noch ein totaler Fan der Mirena bist, dann lass sie ziehen - irgendwann kommen Nebenwirkungen, davon bin ich nach 9 Jahren mit derselben inzwischen fest überzeugt.
LG,
Monica
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9 Jahre Mirena (dieselbe), NFP zur Verhütung, Hashi seit ca. 1990, Diagnose 2/2008)
Parabell