Duplo, ich hab mich damit auch lang rumgeschlagen (bzw. tu es noch). Also mit der Frage: Bin das jetzt ich oder ist das PMS? Kann man das überhaupt trennen?
Meine momentane Definition ist, dass ich es trenne, wenn es nicht einfach nur um Selbstakzeptanz (hab heute halt mal schlechte Laune, möglicherweise aufgrund von Hormonen) geht, sondern darum, dass ich Leidensdruck verspüre.
Das kommt bei mir alle paar Zyklen mal vor. Es ist dann definitiv nicht mehr „einfach nur PMS“, sondern massiv und als PMDS einzuordnen. Und das versuche ich dann schon von mir abzugrenzen, so, wie ich es auch bei einer Depression tun würde. Ich
bin nicht die Depression. Ich
habe sie. Das ist ein Aspekt. Und im Fall von PM(D)S ein vorübergehender.
Ich weiß nicht, ob Dir das hilft, ich bin da auch noch nicht am Ende meiner Gedanken. Ich kann es Dir jedenfalls nachfühlen. Bei mir fühlt sich das ein wenig so an, als würde ein dunkler Schleier vor meine Persönlichkeit gezogen. Ich vergleiche es oft mit Betrunkenheit. Man merkt zwar, dass man es ist, aber viel ändern kann man daran erstmal nicht.
Was die Entscheidung betrifft, würde ich aber durchaus
auch der PMS-Duplo zuhören. Es gibt ja Studien dazu, dass z. B. depressive Menschen das Leben realistischer einschätzen als Menschen ohne Depression. Und PMS-Zustände sind mit depressiven (zumindest bei mir) zum Teil schon vergleichbar. Es ist halt nicht die optimistisch-anpackende 'wird schon'-Sicht, sondern eher (bei mir) eine vorsichtige und eher negative. Die kann schon auch recht haben, bzw. die nicht-PMS-Version von einem überspielt vielleicht Ängste, die bei der PMS-Version deutlicher rauskommen.
edit: Ich seh jetzt erst, dass Dein Beitrag ja schon zwei Wochen her ist.
Wie hast Du es denn gehandhabt?