In der DDR(wo ich aufgewachsen bin) gab es, wenn ich da richtig informiert bin, das Harer Buch nicht mehr. Als ich 1987 schwanger wurde, gaben mir meine Eltern aber ein Buch, was sie gehabt hatten, als mein Bruder und ich klein war. Es hieß "das Kind" und war ähnlich aufgebaut. Ich erinnere mich noch, wie ich das damals mit Entsetzen gelesen habe und auch Lichtblicke hatte, wie mit mir als Baby umgegangen wurde. Meine Oma betreute mich viel als Baby(meine MUtter ging nach 8 Wochen wieder auf Arbeit) und Kleinkind. Oma war 1900 geboren und hatte damals viel bei der Betreuung der eigenen Geschwister mitgeholfen. Sie hatte auch später ihre eigenen Kinder mit im eigenen Bett gehabt zumindest das erste Jahr, und auch lange gestillt. Die Harer scheint da an ihr vorbeigegangen zu sein. Sie wohnte mit bei uns im Haus und ich durfte auch nachts zu ihr ins Bett(was meine Eltern nicht in Ordnung fanden, aber auch nicht unterbanden, denn ich weinte wohl nachts sehr lange und laut(und deswegen früh im eigenen Zimmer). Meine Mutter hatte damals viel Streit mit meiner Oma gehabt, weil Oma mich angeblich ständig verwöhnte. Laut meiner Mutter hatte meine Oma rückständige Erziehungsansichten.
In der"sozialistischen" DDR war es genauso wie im Nazi Regime erwünscht, dass Kinder funktionierten, und sich einer Ideologie unterordnen, sie wurden in der Regel schon sehr früh in die Krippe gegeben und dort wurde auch darauf geachtet, dass sie sich gut ins Kollektiv einfügten. Meine Mutter studierte damals auch Unterstufenlehrer(entspricht Grundschullehrer) und die Idee dort war, dass die Kinder praktisch wie ein weißes Blatt zur Welt kommen und dann durch Erziehung und Beeinflussung erst ihren Charakter ausbilden. Ich war allerdings nicht krippengeeignet, versucht hatte man das mit einem Jahr, denn ich war andauernd krank, als ich dort war, verlernte mein Sprechen und Laufen wieder und bekam Tics. Da war zum Glück meine Oma, die damals schon Rentnerin war, zur Betreuung für mich da.
Danke Oma

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Gegen Ende der DDR gab es dann recht progressive Literatur, wo Stillen nach Bedarf und Tragen im Tragetuch auch beschrieben wurden.
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Tuscany, neurodivers , 60, mit Mann und 4 erwachsenen Kindern, seit 2009 ohne Eierstöcke, Brustkrebs 08 und 25