Für Frauen, die während der Mens wirklich starke Schmerzen haben, gibt es ja die Möglichkeit einer Krankschreibung. Ansonsten bin ich definitiv dagegen. Viele Argumente wurden schon genannt, aber ich fasse mal zusammen, was mirdurch den Kopf geht:
1. Werden Frauen dadurch kollektiv zu Arbeitnehmer zweiter Klasse degradiert, die automatisch mehr Fehlzeiten haben/als noch schwächer gelten als ohnehin schon.
2. Müsste ich konkret 2 Wochen arbeiten, danach wieder eine Woche fehlen und mir dann wegen den häufigen Fehlzeiten durch kurze Zyklen sämtliche Karrieremöglichkeiten verbauen.
3. Geht es niemanden etwas an, wo ich im Zyklus stehe - schon gar nicht im beruflichen Kontext. Man stelle sich vor, wenn das Team schlechte Laune auf PMS schiebt etc. Von Schwangerschaftsgerüchten bei längeren Zyklen mag ich gar nicht erst schreiben. Außerdem weiß das Kollegium bei einem Rhythmus abseits von 28 Tagen automatisch, dass ich keine hormonelle Verhütung benutze und rechnet womöglich mit einer baldigen Schwangerschaft.

4. Vielen Frauen (einschließlich mir) fehlt während der Mens rein gar nichts. Rein gesamtwirtschaftlich gesehen wäre die so häufige legale Möglichkeit zum Blaumachen eine Katastrophe.
5. Warum jungen Mädchen gleich schon signalisieren, dass die Mens etwas Krankhaftes ist?
6. Steigt dann der Druck auf Frauen, Medikamente aka hormonelle Verhütung zu nehmen, die die Blutung ganz unterdrückt.
7. Finde ich die Symbolik gefährlich, wenn die Mens vom öffentlichen Leben ausschließt und ein Stigma anstatt etwas Alltägliches und Normales ist.