Huhu! Ich reihe mich hier auch mal ein!
Fineless hat geschrieben:
Och nö, nachdem ich in den letzten beiden Zyklen nur ganz kurz und ziemlich schwach PMS hatte, habe ich es nun schon wieder seit einigen Tagen und es wird immer intensiver

War deswegen wegen einer Kleinigkeit auf meinen Freund übertrieben sauer und er weigert sich seit gestern, mit mir zu kommunizieren und will nächste Woche auch nicht mehr zu mir kommen (wir sind in einer Fernbeziehung)

Jetzt haben wir also mal wieder einen Streit, der ungelöst in der Luft schwebt und ich habe Angst, dass er Schluss macht

Das verstärkt meine Symptome nur noch mehr und ich fühle mich gerade ziemlich verzweifelt, da ich weder mit ihm noch mit jemand anderem über das ganze reden kann. Nun wechsel ich zwischen Phasen, in denen ich mich "stark" fühle und mir denke "Wird schon werden" und dann kommt wellenartig Verzweiflung, Angst und Trauer über mich. Und das geht etwa alle 1-2 Stunden so

Ich finde mich darin total wieder.

Nur leider bin ich es, die dann alles in Frage stellt und
den Partner vor die Tür setzt. Seit Anfang unserer Beziehung haben wir Krisen, in denen es
ungewöhnlich oft zu sehr unfairen Streits meinerseits kommt. Wir waren ganz oft schon
getrennt und haben uns kurz danach wieder zusammen gerauft.
Seit November bin ich in Therapie und gestern kam dann von der Therapeutin der Einwand,
dass ich "Post Menstruelles Syndrom" habe. Nicht "Prämenstruelles Syndrom". Bei mir ist es
nämlich so, dass ich zwischen Mens und Eisprung "Hyde" bin. Kennt das jemand von euch?
Dann wohl so extrem (wie mein Freund sagt), dass ich mich um 180° drehe. Alles, was ich
vorher als "Jekyll" gesagt habe, hat unter "Hyde" nicht mehr gezählt und andersrum.
Gestern sind mein Freund und ich alle Zyklen und Krisen noch mal durch gegangen und
immer war es so, dass die Krisen alle zwischen Mens und Eisprung bzw. etwas über den
Eisprung hinaus waren. Wir haben das auch noch weiter nach hinten verfolgt. Anhand
meiner Zyklen hier und Chatverläufen mit meinem vorherigen Ex-Freund und meinem
Ex-Mann. Überall hatte ich schon diese Krisen, nur waren sie nie so schlimm.

Mein Freund war es übrigens, der mich auf die Therapie gebracht hat. In dieser Zeit
habe ich es dauerhaft, dass ich alles, was er schreibt oder sagt, komplett auseinander
nehme und
immer auf schlechte Sachen komme. Also völlig in depressions-
ähnlichen Denkmustern/Verstimmungen versinke und dort nicht mehr raus komme,
bis ich "Hyde" wieder los bin. Ich komme von 1 auf 10 auf 100 auf 1000. Bin dann
extrem sauer und wütend, wenn er mich nicht versteht oder nicht auf mich eingeht.
Neulich hatten wir eine Krise in der mein Freund sagte, dass er nicht mit mir zusammen
ziehen will, solange ich "Jekyll & Hyde" in mir vereine. Er wüsste nie, woran er bei mir ist,
weil er nicht mehr weiß, ob das gesagte von "Jekyll" nun richtig ist oder das von "Hyde".
Das hat mich wahnsinnig traurig gemacht.
Diese Einsicht gestern hat mir wirklich den Boden unter den Füßen weg gezogen. Ich
hätte es nie auf PMS geschoben.

Ich dachte wirklich an depressive Verstimmungen
durch meine Lebensveränderung. Ich lebe seit 1.4.2017 in Trennung und seit 1.4.2018
in Scheidung zu meinem Ex-Mann. Ich bin alleinerziehend mit einem Kind. Ich dachte
immer, dass all das so auf meine Psyche schlägt. Ich hätte nicht mal ansatzweise an das
PMS-Monster gedacht.

Nun habe ich heute morgen bei meinem FA angerufen. Das muss ja abgeklärt werden,
ob irgendwelche Hormone da nicht völlig aus dem Ruder laufen. Ich habe jetzt einen
Termin am 31.01.!

Bis dahin haben wir noch zwei Krisen. Aber mit dem Wissen
werden wir sie wohl gut überstehen können. Die letzten Krisen haben wir auch extrem
gut wegstecken können und haben uns seit Oktober nicht mehr getrennt.
Das ist immerhin ein Lichtblick. Wenn auch nur ein Kleiner.
