Einen guten Abend (oder eher Nacht

) wünsche ich.

Ich lese in diesem Forum schon seit einigen Monaten still mit und habe mich jetzt dazu entschlossen, dass es doch mal an der Zeit wäre, mich hier anzumelden.
Kurz zu meiner Vorgeschichte: Ich habe seit ich 15 oder 16 bin (kann mich nicht mehr genau erinnern) die Pille genommen (bin jetzt 21) und als ich mich vor ca. einem Jahr aus diversen Gründen endlich mal damit beschäftigte, was ich mir da eigentlich täglich eingeworfen habe, wurde mir doch schon etwas mulmig und so habe ich dann ein halbes Jahr später den Schritt gewagt, sie abzusetzen. Großartige Nebenwirkungen hatte ich eigentlich keine aber ich wollte meinen Körper einfach mal wieder in natura erleben und die ganzen Risiken waren mir als kleiner Hypochonder auch zu groß.
Seit dem 28.06.16 bin ich jetzt also pillenfrei. Das weiß ich so genau, weil ich durch meine Recherchen im Internet zu alternativen Verhütungsmethoden auf NFP gestoßen bin und direkt nach dem Absetzen damit angefangen habe. Eigentlich wollte ich mir zeitgleich auch die Gynefix legen lassen aber beim Untersuchungstermin kam dann leider heraus, dass meine Gebärmutterwand nicht dick genug war für die Kette. Doch der Arzt, bei dem ich war, machte mir Hoffnung. Er meinte nämlich, dass es oft vorkäme, dass die Pille die Gebärmutterwand dünner werden lässt, gerade wenn man sie durchnimmt (was bei mir der Fall war) und sich dies nach dem Absetzen aber wieder ändern könnte, was Erfahrungen, die er gemacht hätte, auch bestätigen würden.
Der Plan war nun also: Pille absetzen und erstmal 6 Monate mit Kondomen verhüten und danach nochmal schauen, ob meine Gebärmutter dann bereit für die Gynefix ist.
Wie gesagt habe ich zeitgleich auch mit NFP begonnen...naja, zumindest habe ich es versucht. Ihr müsst wissen, dass ich mich damals gerade im ersten Semester meines Studiums befunden habe und die Klausurenphase rückte immer näher, wegen der ich mir als unerfahrener Ersti einen totalen Stress gemacht habe. Und so habe ich das regelmäßige Messen usw. leider irgendwie nicht auf die Reihe bekommen.

Ein weiterer Grund dafür war auch, dass mein Freund und ich mit den Kondomen besser zurecht kamen als gedacht und ich somit eigentlich gar nicht mehr so die Motivation für NFP hatte. Zumal ich ja auch noch im Hinterkopf hatte, dass ich mit der Gynefix bald vielleicht ja sowieso ein sehr sicheres Verhütungsmittel haben würde, bei dem ich auch vorhatte, mich voll und ganz darauf zu verlassen.
Die Zeit verging und als es dann endlich soweit war, dass ich meinen Termin beim Gyn hatte, war meine Gebärmutterwand auch schon ein beachtliches Stück dicker geworden - nur leider fehlten immer noch ein paar wenige mm.

Also nochmal 6 Monate warten. Okay, dachten mein Freund und ich uns. Die kriegen wir jetzt auch noch irgendwie rum.
Meine erste Periode post pill trudelte übrigens am 24.10.16 (Zur Erinnerung: Am 28.06. hatte ich abgesetzt!) auch mal ein.

Ich hatte mich zwischenzeitlich schon total verrückt gemacht, obwohl ich ja eigentlich weiß, dass das durchaus vorkommen kann. Hätte ich mal lieber doch NFP gemacht aber was solls - oder auch nicht. Die Ungewissheit über meine Zyklen holte mich Anfang dieses Monats erneut ein, als uns das Kondom halb abgerutscht und evtl. übergelaufen ist. Mein zweiter Post-Pill-Zyklus war überraschenderweise bilderbuchartig 28 Tage lang gewesen und wenn dieser wieder so lang gewesen sein sollte, hätte ich mich gerade genau in der gefährlichen Phase befunden. Also wollte ich mich zusätzlich zur Pille Danach, die ich ca. 1 Stunde nach dem Malheur genommen hatte, noch verkupfern lassen, da ich das früher oder später ja sowieso vorhatte. Bei dem Gynefix-Arzt bekam ich leider keinen Notfalltermin, also telefonierten mein Freund und ich uns durch mehrere Frauenarztpraxen und glücklicherweise hat sich letztendlich dann auch eine Ärztin finden lassen, die mir die Spirale Danach gelegt hat.

So, das ist jetzt doch ein bisschen länger geworden als geplant.

Ich wollte das aber mal alles erzählen, damit ihr euch ein ungefähres Bild von mir und meinen bisherigen Erfahrungen machen könnt.

Hoffe, das ist okay!
Wem meine Geschichte bekannt vorkommt, kennt mich vielleicht aus dem Med1-Forum. Da habe ich auch schon viel nach Rat gefragt.
Jedenfalls trage ich die Spirale seit dem 06.12.. Bisher habe ich auch noch keine Beschwerden *auf Holz klopf*. Zwar war meine erste Periode mit ihr mMn schon stärker und auch schmerzhafter aber noch im Rahmen des Aushaltbaren.
Nun möchte ich ja jetzt wieder mit NFP anfangen und es diesmal auch wirklich durchziehen! Denn da die Spirale im Gegensatz zur Kette ja unbemerkt verrutschen kann, möchte ich mich nicht vollständig auf sie verlassen und während der fruchtbaren Zeit weiterhin zum Kondom greifen.
Nach meiner bescheidenen und unerfahrenen Meinung habe ich am Scheideneingang nicht genug Zervixschleim zum Auswerten, weswegen ich diesen in meinen bisherigen Anläufen immer direkt am Muttermund abgenommen hatte. Und hier ist auch schon mein erstes Problem: In N&S steht ja, dass man dabei den Gebärmutterhals mit 2 Fingern leicht zusammen drücken soll, was für mich bis jetzt auch kein Problem gewesen ist. Allerdings bin ich mir unsicher, wie das denn nun mit der Kupferspirale ist. Irgendwie habe ich Angst, dass ich dabei etwas verschieben oder gar kaputt machen könnte. Haltet ihr diese Angst für berechtigt oder seid ihr der Meinung, das ist ungefährlich? Vielleicht schaut hier ja die ein oder andere Spiralenträgerin, rein, die auch NFP macht. Wie handhabt ihr das denn?
Ich muss zugeben, dass ich, was den Faden (Oder die Fäden. Scheinen 2 zu sein bei meiner Spirale.) angeht, generell ein bisschen paranoid bin. Ich bilde mir ein, dass jetzt nach meiner Mens etwas mehr davon zu spüren ist (Vorher habe ich nur etwas Spitzes gefühlt. Nun glaube ich, die beiden Enden ein wenig deutlicher ertasten zu können. Muss allerdings auch hinzufügen, dass ich am Anfang beim Tasten noch nicht so "mutig" war und mich immer direkt zurückgezogen habe, sobald ich etwas gefühlt hatte.), was ja aber auch zyklusbedingt sein kann, wie ich gelesen habe. Seit ich das festgestellt habe, kann ich es einfach nicht lassen, ständig danach zu tasten, ob sich irgendwas verändert hat, was mich nur noch verrückter macht, u.a. auch, weil ich dabei auch Angst habe, etwas verschieben zu können.

Ist das überhaupt möglich? Z.B. wenn man mit dem Finger an die Fadenspitze kommt und ihn dann hin und her bewegt? Ich hoffe doch nicht oder?

Ihr merkt schon, ihr habt es hier mit einem sehr paranoiden Exemplar zu tun.

Ich gehe aber mal davon aus, dass sich das alles noch legen wird. Der erste Kontrolltermin ist kommenden Dienstag und wenn dann noch alles sitzt, wie es soll, werde ich mich sicher wieder entspannen können. Wenn nicht, dann...naja, ich denk lieber nicht dran.

War ja vorher auch nicht so ängstlich. Ist halt alles noch so neu für mich mit der Spirale. Und dann noch die Verhütungspanne, die ich ja auch erstmal verdauen musste. Und natürlich der Weihnachtsstress von vergangener Woche.

Naja, danke an alle schon mal, die sich die Zeit nehmen, meinen langen Beitrag zu lesen und vielleicht auch ne Antwort da lassen. Und einen guten Rutsch, falls ich dieses Jahr nicht mehr antworte.

Liebe Grüße
