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 Betreff des Beitrags: Re: Verhütungsmythen
BeitragVerfasst: 2. Februar 2017 12:32 
diewoelfin hat geschrieben:
Wenn man es genau nimmt, dauert die Schwangerschaft dann nur 37 Wochen, oder nicht? Weil ca. 1 Woche nach ES ja erst die Einnistung ist.


So gesehen stimmt das, dann sind es nur 37 Wochen, plus minus.

Thoe, das Ding ist ja, dass die meisten Frauen eben nur die letzte Mens "wissen" und keine Ahnung haben, wann die Befruchtung hätte stattfinden können. Daher rechnet man ab der letzten Periode, was natürlich ungenau ist in Anbetracht der Tatsache, dass nicht jede Frau einen 28-Tage-Zyklus mit Eisprung an ZT 14 hat.
Es hat sich nun mal so eingebürgert und so schnell wird es sich nicht ändern, Logik hin oder her.


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 Betreff des Beitrags: Re: Verhütungsmythen
BeitragVerfasst: 2. Februar 2017 12:35 
Naja thoe viele FAs verwenden ja noch die Rechenweise, und viele Frauen beobachten ihren Zyklus ja auch gar nicht und können da auch nicht weiterhelfen und in allen Fachbüchern etc. wird das ja auch verwendet. Die müsste man wahrscheinlich erstmal von der Notwendigkeit, das zu ändern, zu überzeugen.

@Püppi & Luna

Caya + Gel kosten bei der Erstanschaffung zusammen 50€, ich habe damals von meiner Tante einen Zuschuss bekommen (ich war schon 18). Auf drei Jahre gerechnet ist das nicht so viel, aber so spontan habe ich schon gedacht, oh. An andere Dias außer ein Caya kommt man glaube ich auch gar nicht so leicht, und die sind meine ich auch noch teurer.

Dass man als junges Mädchen theoretisch Anspruch auf die Übernahme der Vehütungskosten hat und das nicht unbedingt die Pille sein muss, habe ich hier in dem Thread schon gelesen. Aber wie soll man das als Mädchen wissen, wenn einen niemand darauf hinweist und man immer nur hört "Die Kasse zahlt die Pille".


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 Betreff des Beitrags: Re: Verhütungsmythen
BeitragVerfasst: 2. Februar 2017 12:55 
Dorothee Struck (Frauenärztin und Autorin, gibt auch Onlinekurse) schreibt in ihrem Buch (Natürlich verhüten mit Diaphragma und Caya, gibt es bei Google Books auch teilweise zum kostenlos durchlesen), dass theoretisch die Kasse bis zum 18. Lebensjahr die Kosten für ein Caya übernehmen könnte/müsste, ihr wäre aber kein Fall bekannt, in dem das bisher geklappt hat.


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 Betreff des Beitrags: Re: Verhütungsmythen
BeitragVerfasst: 2. Februar 2017 13:27 
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Fingerwundschreiberin

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Ich hab mal von einer Forine gelesen, die ihren FA angesichts der Zykluskurve und auch dann immer noch mit Nachdruck zur P.C.-Berechnung des vET bringen musste. Sodass dieser Termin sowohl in den Systemen der Praxis und Krankenkasse, als auch im Mutterpass vermerkt war.
Fragt mich nicht, in welchem Faden das war. *kopfkratz*
War aber wohl in keinem spezifischen KiWu-/SS-Unterforum, da ich dort so gut wie nicht mitlese (offenbar kriegt man auch so genug mit). ;-)

Von daher kann ich da thoe schon verstehen. Vermutlich würde ich das auch so wollen. Das ist doch auch ein Grund, den Zyklusbohei überhaupt zu machen.
Wir sind ja eben nicht die Null-Plan-Standardpatientin.

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2 Töchter: Januar '22 & Juni '19 — Sommer☆ '18 — Abbruch ⋆ '16.
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 Betreff des Beitrags: Re: Verhütungsmythen
BeitragVerfasst: 2. Februar 2017 13:43 
Es gibt Gyns, die erst mal stur die letzte Mens zur Berechnung nehmen, auch wenn die Frau genau weiß, dass der ES mit Sicherheit später war. Da kann es helfen, direkt den letzten Mensbeginn so zu "verlegen", dass man von der ehM zwei Wochen abzieht. Dann stimmt der vET wieder.
Meine Gyn ist fit in der STM, die hat einfach den Termin als vET genommen, den ich ihr gesagt habe - der Ultraschall hat dazu gepasst. Wobei bei mir die Berechnung auch so ungefähr gestimmt hätte bei meinem Zyklus.


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 Betreff des Beitrags: Re: Verhütungsmythen
BeitragVerfasst: 2. Februar 2017 14:23 
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Ersthelferin a.D.

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OK, danke :) Also hab ich das doch richtig verstanden *sonne*

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 Betreff des Beitrags: Re: Verhütungsmythen
BeitragVerfasst: 2. Februar 2017 14:33 
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Fingerwundschreiberin

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Beiträge: 911
Wohnort: bei München
NFP seit: April 2014
Dass man bei solchen Gyns halt kurzerhand den Mensbeginn "verlegt", darauf wär ich auch nicht gekommen *lach*

Mir ist das Thema momentan deshalb präsent im Kopf, weil eine Freundin im 4. oder 5. Monat ;-) ist, von der ich zumindest den Menskalender kenne (mehr hat sie nicht) und daher weiß, dass sie im Schnitt lange Zyklen hat. Und sie hat mir erst neulich erzählt, dass ihre Gyn bei der ersten Untersuchung prompt meinte, dass das Kind bisher etwas hinterherhinkt, was sie wiederum freilich verunsicherte. :-(
Auch fällt mir zu dem Thema dieser überlange Beispielzyklus in "NFP heute" ein.

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 Betreff des Beitrags: Re: Verhütungsmythen
BeitragVerfasst: 2. Februar 2017 16:43 
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Kurven-Rätslerin

Registriert: 8. Februar 2014 00:46
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diewoelfin hat geschrieben:
Erstanschaffung zusammen 50€, ich habe damals von meiner Tante einen Zuschuss bekommen (ich war schon 18). Auf drei Jahre gerechnet ist das nicht so viel, aber so spontan habe ich schon gedacht, oh. An andere Dias außer ein Caya kommt man glaube ich auch gar nicht so leicht, und die sind meine ich auch noch teurer.


Ne, die Preise sind alle ähnlich und an ein "normales" Dia kommt man genau so leicht dran wie an ein Caya. Die gibt es in der Apotheke und so ziemlich jeder Versand-Apo. Für das Caya wird nur mehr Werbung gemacht (auch in den Arzt-Praxen)und es ist deshalb geläufiger bei Frauen, die sich nicht so intensiv mit dem Thema alternative Verhütung auseinander gesetzt haben.


Meine FA rechnet auch generell mit letzer Mens für den VET.
Sie meinte es ist einfach einheitlicher, da man ja auch im KH und anderen Praxen erstmal so rechnet. Erst bei individuellen Entscheidungen (Einleitung, gespannter KS, Lungenreife...) oder großen Abweichungen der Entwicklung wird das für sie interessant.
Das finde ich wiederum okay.

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So wie wir unsere Kinder heute behandeln, so werden sie später die Welt behandeln
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 Betreff des Beitrags: Re: Verhütungsmythen
BeitragVerfasst: 2. Februar 2017 17:04 
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neu hier

Registriert: 13. Januar 2012 16:16
Beiträge: 35
NFP seit: 12/2011
Ich habe bei der ersten Untersuchung in der Schwangerschaft auch den letzten Mens Termin minimal verschoben. Nur einen oder zwei Tage, aber ich fand erstens den vEt nach ehM schöner und zweitens, dass eine neue Woche auch immer montags anfing. :rot:
Fand ich ganz logisch und würde ich bei langen Zyklen ganz selbstverständlich machen.

Ich finde das aber auch nicht schlimm, da einfach die zwei Wochen drauf zu rechnen. Bei allen Entwicklungskalendern und -apps wird ja auch so gerechnet. Die 10 SSW ist halt die 8. nach der Zeugung/ehM. Ist halt eine Konvention und fertig.
Nur die Tatsache, dass man rechnerisch schon 2.SSW war, obwohl die Zeugung möglicherweise noch nicht mal geplant war, finde ich lustig.

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 Betreff des Beitrags: Re: Verhütungsmythen
BeitragVerfasst: 2. Februar 2017 17:48 
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Kurven-Rätslerin

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Alinchen hat geschrieben:
Meine FA rechnet auch generell mit letzer Mens für den VET. Sie meinte es ist einfach einheitlicher [...]
Das finde ich wiederum okay.


Find ich irgendwie gar nicht ok, da man ja auch keinen "einheitlichen" 28-Tage Zyklus voraussetzen kann. Und es führt ja dann genau zu so "hinterherhinkenden" Babys, bei denen die Mutter immer wieder unter Stress gesetzt wird, dass etwas nicht stimmen könnte. Weil es "einheitlicher" ist?

Das ist jetzt nicht als Angriff auf dich/deine FA zu verstehen, sondern mehr als Unverständnis dem System gegenüber, das immer alles "normiert" sehen möchte. Von mir aus kann man die zwei Wochen nominell noch drauf schlagen, wenn man nicht ab ES/1.hM rechnen möchte, aber "einheitlich" wäre das eher als ab dem Start der letzten Periode zu rechnen.

Wie wird das denn gehandhabt, wenn Frau ihre letzte Periode nicht kennt? Es gibt ja keine Pflicht, das irgendwo zu notieren. Klar, bin ich da früher vom FA für mit erhobenem Zeigefinger ermahnt worden, man müsse sowas doch aufschreiben und auch meine Mutter fand das wichtig. Ich aber nicht, mir war das einfach zu stressig. (Hatte z.T. Zyklen von über 56 Tagen, das wird ja auch immer gleich pathologisiert.)

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 Betreff des Beitrags: Re: Verhütungsmythen
BeitragVerfasst: 2. Februar 2017 17:55 
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Inventar

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Die 2 Sätze sind jetzt aber sinnentstellend zusammenzitiert. Der letzte Satz bezieht sich auf das dazwischen.

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alternative Tabelle 2.0 für die Schleimzuordnung *klick*
Übrigens kannst du im Kurvenreich mit der Strg-Taste mehrere Schleimeigenschaften pro Rubrik auswählen!


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 Betreff des Beitrags: Re: Verhütungsmythen
BeitragVerfasst: 2. Februar 2017 18:03 
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Kurven-Rätslerin

Registriert: 10. Januar 2016 00:06
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Das habe ich anders verstanden, sorry! Ich habe verstanden, dass die Vereinheitlichung um der Vereinheitlichung Willen ok wäre. Der Satz dazwischen das aber relativiert. (Also dass die Schilderung im Absatz ok wäre). Ich habe Schwierigkeiten, das so zu lesen, wie du es interpretierst, Sopherl, aber wenn es so gemeint war, dann tut es mir leid!

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 Betreff des Beitrags: Re: Verhütungsmythen
BeitragVerfasst: 2. Februar 2017 22:53 
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Kurvenjunkie

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Beiträge: 1775
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NFP seit: 2007-2009, 8/2014
In Wien gibt es wohl ein Museum für Verhütung und Abtreibung. Bin über den Audioguide-Text gestolpert, der im Netz verfügbar ist. Folgendes Zitat am Anfang sagt leider schon alles: :roll:

Zitat:
Der Ausgangspunkt für die Gründung des Museums waren viele Gespräche und Beratungen mit
Frauen, die zum Schwangerschaftsabbruch gekommen sind. Vor allem junge Frauen sagten häufig: Ich möchte gerne eine Verhütungsmethode, die sowohl natürlich als auch sicher ist.
‚Natürlich’ und ‚sicher’ zugleich sind hinsichtlich Fruchtbarkeit bzw. Verhütung unvereinbare maximale Gegensätze.
"
Außer Knaus-Onigo fällt denen dann auch nix ein. *nein* *nichtallehaben*

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Dora hat mit 128 Zyklen ausgekurvt Bild
Geliebt wirst du einzig, wo schwach dich zeigen darfst, ohne Stärke zu provozieren -Adorno-


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 Betreff des Beitrags: Re: Verhütungsmythen
BeitragVerfasst: 2. Februar 2017 23:08 
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Kurven-Rätslerin

Registriert: 12. Februar 2014 09:01
Beiträge: 259
Es ist zwar OT, aber das eine hat doch mit dem anderen nicht zu tun. Also ich finde es nicht in Ordnung wenn FÄ sich weigern den ehM und damit verbundenen vET anzuerkennen und finde es daher auch legitim notfalls das Datum der letzten Mens gedanklich zu ändern.
Aber das ändert ja noch nichts daran, dass man nun mal bezüglich Entwicklungsverzögerungen in der Schwangerschaft erkennen etc. "Normspannen" braucht und damit muss man sich auf ein Startpunkt einigen, den die meisten Frauen kennen und dies ist nun einmal der Tag der letzten Mens. Ich verstehe nicht warum es eine Notwendigkeit geben sollte das System zu ändern.

@misssofie: in der ersten Zeit wachsen Embryos recht gleichmäßig. Wenn eine Frau ihre letzte Mens nicht kennt, wird der vET daher einfach so anhand des US bestimmt.

@Dora: sehr traurig, dass nicht einmal ein Museum sich die Mühe macht das Thema etwas mehr aufzuarbeiten.

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Die Tage bestehen aus Müdigkeit, tausend unerledigten Dingen und den schönsten Momenten!
Unterwegs mit Schneeflocke *01/16, Sommerwind *07/18, ☆, ☆ und Sonnentag *07/21.


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 Betreff des Beitrags: Re: Verhütungsmythen
BeitragVerfasst: 2. Februar 2017 23:25 
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Kurven-Rätslerin

Registriert: 20. Februar 2015 17:43
Beiträge: 312
NFP seit: 02/2015
Zum Thema Länger der Schwangerschaft bzw. dass frau offiziell schon zwei Wochen schwanger ist, wenn gerade der ES ist (und dann noch nicht mal der GV gewesen sein muss!) fällt mir dieser Facebook Fail Kinderglück ein - wenn das Gespräch echt ist, hat das Paar nur aus Unwissenheit bzw. schlechter Aufklärung ziemlich Stress...

_________________
Die Nacht hat zwölf Stunden, dann kommt schon der Tag. B. Brecht ---- freut sich mit kleinem Hobbit 10/18 und Frühlingssternchen 04/21 * über das Frühlingskäferchen 04/22 und sucht aktuell Wildling Federn Fuchsia in Gr.33
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