Vielen lieben Dank für deine Antwort
Ich denke, ich weiß, wo ich eigentlich hin will - die Pille endlich wieder loswerden und mir und meiner Intuition, dass NFP das Richtige für mich ist, vertrauen. Momentan fällt es mir irgendwie noch schwer.
Das gibt mir Mut, dass deine Zyklen und Schmerzen nach dem ersten Kind besser wurden. Ich habe zwischen Kind 1 und Kind 2 nur mit Kondom verhütet, und muss ehrlich sagen, dass ich die Schmerzen in nicht so krasser Erinnerung habe. Also müssten sie auf jeden Fall aushaltbar gewesen sein, sonst könnte ich mich ja da viel mehr daran erinnern. Der Hauptgrund warum ich dann nach Kind 2 die Pille wieder angefangen habe, waren einerseits meine PMS Symptome (wobei ich auch da nicht weiß, wie sehr die Zeit damals einfach stressig war und vor allem habe ich damals auch nicht über die Pille an sich nachgedacht, was sie mit einem macht und was ich meinem Körper damit täglich zumute). Vielmehr war es damals einfach die einfachste und sicherste Lösung um gleich mehrere Dinge in den Griff zu bekommen. PMS Symptome, keine Regelschmerzen und nicht schwanger werden.
Um auf deine Fragen einzugehen:
Wenn die ersten Zyklen nicht so gut laufen wie mit Pille denke ich käme ich damit erstmal gut klar. Mir ist momentan die Natürlichkeit wirklich wichtig. Ich glaube ich habe durchaus Vertrauen in die Methode, und kenne auch die Studien dazu, ich denke meine Hauptangst ist, die Verantwortung zu tragen.
Ich bin eher von der vorsichtigen Sorte und würde meiner Meinung nach das mit der Temperatur auch gut hinbekommen. Was mir eher "Angst" macht ist der Zervixschleim. Da weiß ich, dass ich bei der Anwendung der Methode als ich schwanger werden wollte hin und wieder unsicher war, in welche Kategorie der Schleim nun muss. Da ja nichts passieren konnte, waren die Unsicherheiten damals nicht schlimm - aber nun, da die Familienplanung eigentlich abgeschlossen ist, sollte ich mir da doch sicher sein.
Ich denke wir würden in der fruchtbaren Zeit mit Kondom verhüten. Damit hat mein Mann zum Glück auch kein Problem, das stört eher mich
Mein Mann ist zum Glück, was das ganze betrifft, total offen und kann sich auch vorstellen mit NFP zu verhüten. Nur, dass ich seit Monaten hin und her entscheide nervt ihn verständlicherweise inzwischen

Übrigens habe ich auch eine tolle Frauenärztin, die mich auch total bei NFP unterstützt hat, als wir beim letzten Termin darüber gesprochen haben. Sie meinte, sie traue mir das auf jeden Fall zu und wenn ich das so fühle, soll ich es doch mal versuchen.
Seit ich mich über die Pille informiert habe, sind gerade so Sachen, wie, dass sie die Leber belastet einfach Punkte, wo ich merke, ich möchte das nicht mehr.
Und auch mit den anderen Alternativen hast du so Recht. Sollte das mit der Stimmung wieder zum Problem werden, kann man das ja auch wirklich gezielt angehen. Allgemein stehe ich jetzt ja ganz anders im Leben und bin viel zufriedener und ausgelasteter, seit ich Kinder habe. Von daher kann es auch gut sein, dass es mir auch ohne Pille einfach besser geht.
"Und zu guter Letzt:
Was brauchst Du/braucht Ihr oder was wäre hilfreich, um das Projekt NFP einmal auszuprobieren?
Ich finde es jetzt schon unglaublich wohltuend, hier einfach schreiben zu können. Zu wissen, dass man sich an nette Menschen wenden kann bei Unklarheiten oder Unsicherheiten und so liebe Antworten zu bekommen finde ich echt toll

Danke!
Was wäre mit einem Einführungskurs oder Beratung, durch die Du/Ihr bei Unsicherheit begleitet würdet?
Das könnte ich mir grundsätzlich vorstellen. Die Regeln habe ich alle schon auswendig im Kopf, ich denke es hapert eher an der Unklarheit, wie wird es dann wirklich. Vorstellen kann ich mir also, erstmal zwei drei Monate durchgehend mit Kondom zu verhüten um in Ruhe den Schleim zu beobachten und zu schauen, ob ich mit einer Kategorieneinteilung klar komme.
Wie viel Zeit würdest Du einräumen, um es zu versuchen (und bei Bedarf wieder zur Pille zurückzukehren oder eine weitere Alternative zu suchen)?
Ich denke ich würde es auf jeden Fall 9-12 Monate ausprobieren wollen. Damit sich alles in Ruhe einpendeln kann.
Ein wenig Angst habe ich glaube ich auch vor der Freigabe in den ersten 5 Tagen des Zyklus. Falls doch mal ein früherer Eisprung stattfindet. Aber da kann ich ja aus Sicherheitsgründen am Anfang auch einfach nur 3 freigeben. Ich war früher schon immer eher der Typ später Eisprung, so dass das Risiko tendenziell vermutlich eher nicht besteht.
Ich meine mich zu erinnern, dass ich, als ich vor 6 Jahren schon mal NFP angewandt habe irgendwann genervt war, dass ich so gut wie immer mit Kondom verhüten musste, da ich so einen späten Eisprung hatte (meist so Tag 20 rum) aber trotzdem nur Zyklen von 27 Tagen, dass kaum Zeit für unverhüteten Sex blieb. Aber auch das muss ja jetzt nicht mehr so sein. Und was man nicht probiert, weiß man nicht.
Nochmals vielen Dank für die Antwort!!
