Mein

und ich haben nun auch die erste Einheit hinter uns gebracht und ich möchte gerne einige Gedanken dazu dalassen und hoffe, dass sie auch für andere interessant sind, vorallem der Länderübergreifende Aspekt (wir sind, wie schon berichtet im französischsprachigen Bereich Belgiens).
Zuerst mal wurden wir regelmässig per Mail von der Leiterin des Vereins, der Ausbildungen und Kurse anbietet, auf dem Laufen gehalten. Dabei wurde auch ein kurzer und kostenfreier Einführungskurs am Freitag vor dem Kurswochenende für sechs Stunden von einer Beraterin/Ausbilderin angeboten, um sein Fachwissen nochmal aufzufrischen. Ich habe mich direkt angemeldet, denn so ein bisschen Vokabular für mich und Materie für meinen

konnte ja nicht schaden. Es lief auch gut, wir waren zu viert bei der Beraterin zu Hause am Küchentisch; also eine eher lockere Athmosphäre.
Am nächsten Tag begann die erste Einheit mit Anatomie, Fruchtbarkeit bei Mann und Frau, Zeichen der Fruchtbarkeit usw.
Wir sind ca. 28 Teilnehmer, darunter vier Paare. Ungefähr 10 Frauen sind aus Frankreich angereist, weil es in ihrem Land keine Ausbildungsmöglichkeit gibt (was ich ganz schön traurig finde). Unter den Teilnehmern sind viele aus medizinischen und Heilberufen: Krankenschwestern, angehende Hebammen, Heilpraktikerinnen; aber es sind ebenso Berufsgruppen vertreten, die in keiner Verbindung dazu stehen.
Als gefragt wurde, wieviele der Teilnehmer im Moment Sensiplan nutzen, haben sich vielleicht fünf Frauen gemeldet. Warum diese niedrige Zahl? Da "Natürlich und sicher" immer noch nicht auf französisch herausgegeben werden konnte, basieren sich die meisten auf andere Werke. Dazu gehört z.B. die sog. "englische Methode" nach Anna Flynn oder die "Methode der kombinierten Anzeichen", die zwar nach Temperatur und Schleim/Muttermund gehen, aber etwas andere Auswertungsregeln haben. Andere haben sich auch irgendwelche Methoden aus dem Internet "zusammengesucht".
Dadurch lernen viele der Teilnehmer Sensiplan erst durch diese Ausbildung. Und bei einigen konnte man auch schon absehen, dass sie es nicht für sich selbst nutzen werden. Zum einen, da einige schon in der Menopause sind und dadurch keine auswertbaren Zyklen vorlegen können und zum anderen weil sie es eher als Dienstleistung im Rahmen ihres Berufes anbieten wollen, wie die Heilpraktikerin. Ist natürlich legitim, aber ich kann mir schon vorstellen das Kundinnen, die eine Beratung wünschen auch gerne wissen wollen, ob und wie lange die Beraterin die Methode selbst anwendet...
Da die Teilnehmer alle einen anderen Background bzgl. ihrer Methode haben, kann ich mir vorstellen, dass man die Ausbildung etwas anders aufbauen muss. Zumindest am Anfang, um alle auf denselben Stand zu bringen. Ich muss zugeben, dass es mir manchmal etwas zu langsam ging, da ich Sensiplan nun seit fünf Jahren nutze und ich gemerkt habe, dass es anderen Schülern dort an Hintergrundwissen aber auch der Austausch (den ich zumindest aus diesem Forum habe) fehlt.
Die Ausbilderinnen waren alle durchweg kompetent und haben immer wieder betont, dass das Regelwerk den Grundstein bildet und man sich davon ausgehend beobachtend muss, was z.B. Störfaktoren angeht. Die Regeln selbst werden aber nicht angepasst oder hinterfragt. Das hat
Kitty ja auch schon sehr gut ausgedrückt.
Was auch sehr spannend ist, ist dass dieser Verein bis 2010 nach besagter Methode von Anna Flynn ausgebildet hat und danach auf Sensiplan umgestiegen ist. Daher erläutern sie auch Vorteile von Sensiplan (was besonders für die Mädels hilfreich ist, die von dieser Methode kommen), aber auch mit welchen Ideen aus dieser englischen Methode man Sensiplan bereichern könne. Beispiel: die haben auf dem Zyklusblatt noch die Möglichkeit anzukreuzen, ob es im vorigen Zyklus eine Hochlage gab oder nicht, was ja die unfruchtbare Zeit am Zyklusanfang bestimmen würde. Das ist übrigens auch einer der Gründe warum die frz. Ausgabe des Buches noch nicht draussen ist. Sie müsste Wort für Wort der deutschen Ausgabe gleichen und dürfte keine Ergänzungen oder Änderungen enthalten, um noch Sensiplan heissen zu können.
Es ist also sehr spannend hier und es gibt Entwicklungen. Demnächst wollte ich mich mal mit der Chefin des Vereins treffen und nochmal wegen des Buches nachhaken. Wäre ja schade, wenn das nicht vorwärts käme und den ganzen französischsprachigen Ländern verwehrt bliebe (Belgien, Frankreich mit Überseegebieten, Luxemburg, Schweiz, Kanada, grosse Teile Afrikas...

)
Zur nächsten Einheit haben wir übrigens neben Zyklusauswertungen auch die Hausaufgabe bekommen, Kurzreferate zu anderen Verhütungsmitteln vorzubereiten. Stellt euch vor, keiner (auch nicht die Ausbilderinnen) kannte die Gynefix. Darüber erzähle ich dann.
Und nochmal an die Erfahreneren unter euch: wie habt ihr die drei Paare/Frauen für euer Praktikum gefunden oder angesprochen?