miss vivi hat geschrieben:
Du meinst aber eigentlich den Fall, wenn bisher immer wenn der SF aufgetreten ist, auch der Temperaturwert erhöht war, und es jetzt nach 20 mal einmal beispielsweise vorkommt, dass es nicht so ist. Da bin ich persönlich dann auch der Meinung, dass es in Ordnung ist, dieses Ereignis erst einmal weiterhin als SF zu betrachten, so lange sich so etwas nicht häuft. Denn der Körper ist keine Maschine und manchmal habe ich auch grundlos einen Dip nach unten.

Ja genau Spatz2000 und vivi, so meine ich es.
spatz2000 hat geschrieben:
der allgemeine tenor im forum ist nämlich der, wenn ein störfaktor einmal nicht gestört hat, gilt er nicht als störfaktor.
Ja, genau so ein Fall war ja hier auch der Anstoß und das kann einfach nicht richtig sein. Schon alleine, weil immer ein Ausreißer nach unten auftreten kann, dessen Ursachen wir nicht kennen. Nehmt z.B. den gestrigen Zyklustag von mir: Da ist der Wert 0.5 °C (!) tiefer als die anderen Tieflagenwerte, Ursache unklar. Es war eine Nacht wie jede andere. Ich behaupte mal, ich hätte massiv saufen können am Abend davor und der Wert hätte immernoch im TL-Niveau gelegen, weil die Störung und der Dip sich gegenseitig aufheben. Deswegen hätte der Alkohl immernoch gestört, nur eben nicht sichtbar.

Lola hat geschrieben:
Ich glaube, wir gehen nur unterschiedlich an die Sache ran, am Ende kommt aber das Gleiche raus: Du sagst, ein und derselbe SF kann auch mal nicht stören - ich sage, es gibt viele unterschiedliche Störfaktoren und unzählige Kombinationen daraus, die sich unterschiedlich auswirken. Dann wars eben das eine Mal eine andere Kombination

Die Vorgehensweise ist nicht ganz die gleiche, das Ergebnis vielleicht

. Das Problem ist, dass man meiner Meinung nach die verschiedenen Kombinationen aus Faktoren nicht herausfinden KANN
Erstens, weil man die Faktoren die die Temperatur erniedrigen (und somit mal einen Störfaktor "ausgleichen" können) nicht kennen.
Zweitens, mathematisch wird es eine Gleichung mit zu vielen Unbekannten, je mehr Faktoren man mit einbeziehen will. Intuitiv mag das sicherer erscheinen, statistisch ist es genau andersrum. Man kann mit einem sehr beschränkten Datensatz, der vielen unbekannten Einflussfaktoren unterliegt, nur die "Haupteffekte" bestimmen, nicht aber zwei-Faktoren oder höhere Interaktionen.
Undomiel hat geschrieben:
Ich glaube, der allemeine Tenor im Forum ist aber auch hauptsächlich im Anfängerbereich zu sehen.
Gerade für Anänger ist das aber doch erst recht verwirrend, wenn sie gerade erstmal versuchen, ihre Störfaktoren zu finden und man ihnen einen eindeutigen Störfaktor ausredet und stattdessen unlösbare mehr-Faktoren-Effekte vorschlägt

. Man sollte ihnen lieber sagen, dass sie eben über viele Zyklen ihre Hauptfaktoren herausfinden müssen und das ein einmaliger Ausreißer (hat nicht gestört) zwar natürlich berücksichtigt und beobachtet gehört, aber nicht den Störfaktor ausschließt.