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 Betreff des Beitrags: Re: Was sagen denn die anderen zu Eurer NFP?
BeitragVerfasst: 13. Januar 2016 16:08 
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Fingerwundschreiberin

Registriert: 22. Oktober 2012 19:02
Beiträge: 889
NFP seit: Juli 2012 - mehr oder minder konsequent ;-)
WitchCat hat geschrieben:
Ich bin der Meinung, dass wenn man die Pathologie behandeln will, man auch die Physiologie kennen sollte. Dazu sind etwa die Hälfte der Weltbevölkerung weiblich, ein guter teil davon im fruchtbaren alter. Und natürlich kann das in vielerlei Bereichen eine mehr oder weniger grosse Rolle spielen, wenn man mal genauer hin schaut. So wie man auch festgestellt hat, dass Erkrankungen bei Männern und Frauen teils unterschiedliche Symptome hervorrufen.

*zustimm* Seh ich genauso.

mme_maxime hat geschrieben:
Naja ich bin schon beeindruckt, dass in der Vorlesung überhaupt auf verschiedene Verhütungsmethoden eingegangen wurde. :mrgreen:
Die Details zum Zyklus können von mir aus auch erst in der Facharzt-Ausbildung kommen.

Wieso sollten Ärzte anderer Fachrichtungen sich mit Verhütungsmethoden auskennen, nicht aber mit dem weibl. Zyklus?

_________________
Klari82 mit ICSI-Wunder Hope (2016) und natural Miracle (2019) unterwegs im Chaos, das sich Leben nennt


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 Betreff des Beitrags: Re: Was sagen denn die anderen zu Eurer NFP?
BeitragVerfasst: 14. Januar 2016 09:27 
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Kurven-Rätslerin

Registriert: 3. April 2014 23:05
Beiträge: 342
NFP seit: April 2014
klari82 hat geschrieben:
mme_maxime hat geschrieben:
Naja ich bin schon beeindruckt, dass in der Vorlesung überhaupt auf verschiedene Verhütungsmethoden eingegangen wurde. :mrgreen:
Die Details zum Zyklus können von mir aus auch erst in der Facharzt-Ausbildung kommen.

Wieso sollten Ärzte anderer Fachrichtungen sich mit Verhütungsmethoden auskennen, nicht aber mit dem weibl. Zyklus?


Gute Frage. Rational begründen kann ich das vermutlich gar nicht wirklich. Es ist eher mein Gefühl, dass ich von einem Arzt anderer Fachrichtungen einfach nichts in Sachen Fruchtbarkeit-Wissen (also sowohl Zyklus als auch Verhütung) erwarte. Alles, was er dann doch weiß, ist gut für mich.

Außerdem sind aus meiner Erfahrung Arztbesuche wirklich wegen völlig Zyklus-Unabhängiger Geschichten. Da ist das also wirklich egal und ich käme gar nicht auf die Idee, dass einige Wehwehchen am Zyklus liegen könnten. - Meint ihr mit solchen Sachen, bei denen an den Zyklus gedacht werden sollte, z.B. Migräne? Ansonsten weiß ich echt nicht von vielen Sachen, bei denen das echt relevant ist. Vielleicht habt ihr noch ein paar Beispiele für mich?

Weil ihr hier immer wieder von Medikamenten sprecht, die Zyklusabhängig wirken: welche gibt es da denn überhaupt? Das ist mir ganz neu, dass Medikamente unterschiedlich wirken können je nach Zyklusstand.

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 Betreff des Beitrags: Re: Was sagen denn die anderen zu Eurer NFP?
BeitragVerfasst: 14. Januar 2016 09:48 
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Kurven-Rätslerin

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Beiträge: 337
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Z.B. im Bereich von Psychopharmaka ist es ziemlich bekannt, dass die je nach Zyklusstand unterschiedlich gut wirken können. "Schön" ist, dass dann gerne geraten wird hormonell zu verhüten, am besten im Langzeitzyklus, damit man ein annähernd gleichmäßiges Hormonniveau hat.

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 Betreff des Beitrags: Re: Was sagen denn die anderen zu Eurer NFP?
BeitragVerfasst: 14. Januar 2016 13:35 
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Fingerwundschreiberin

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Beiträge: 889
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Migräne ist so ein klassisches Beispiel. Auch bei Unterleibsbeschwerden sollte man dran denken.

Ne Kollegin war wegen Bauchschmerzen beim Hausarzt - ist schon Jahre her. Es folgte ne Odyssee, bis mal einer fragte, wie sie denn verhüte. Seit Jahren mit der Spirale. Gut, daran kann es dann nicht liegen, wenn die seit Jahren problemlos getragen wird. Erst der dritte Spezialist nach diesem Arzt kam drauf. Äh, liegt doch an der Spirale, sie hatte zwischendurch ein MRT, und dadurch war wohl die Spirale verrutscht.
Will nur sagen - für mich gehört es zur Anamnese bei jedem Arzt dazu, dass man nicht nur sein kleines Fachgebiet im Kopf hat, sondern auch mal über den Tellerrand hinausschaut. Natürlich muss man bei ner Wunde am Finger nicht an den Zyklus denken, aber bei manch anderen Sachen kann es nicht schaden.
Verhütung ist natürlich auch wichtig - ich hoffe, da wird auch über die NWs gesprochen. Glaube ich aber nicht - ich kenne viele Frauen, die von Ärzten als bekloppt hingestellt wurden, wenn sie bei Beschwerden fragten, ob die Pille schuld sein könnte. Erst nach Absetzen auf eigene Faust war es dann relativ klar.

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Klari82 mit ICSI-Wunder Hope (2016) und natural Miracle (2019) unterwegs im Chaos, das sich Leben nennt


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 Betreff des Beitrags: Re: Was sagen denn die anderen zu Eurer NFP?
BeitragVerfasst: 14. Januar 2016 13:42 
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Beiträge: 2558
Prinzessin_Velvet hat geschrieben:
Z.B. im Bereich von Psychopharmaka ist es ziemlich bekannt, dass die je nach Zyklusstand unterschiedlich gut wirken können. "Schön" ist, dass dann gerne geraten wird hormonell zu verhüten, am besten im Langzeitzyklus, damit man ein annähernd gleichmäßiges Hormonniveau hat.


Dann sind die Beschwerden je nachdem, weg, oder gleichbleibend da. Eher letzteres.
Beim prämenstruellen dysphorischen Syndrom kann auch eine Zyklusabhängige Nutzung von Psychipharmaka sinnvoll sein.

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Die Erde ist ein Nudelsieb


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 Betreff des Beitrags: Re: Was sagen denn die anderen zu Eurer NFP?
BeitragVerfasst: 14. Januar 2016 14:10 
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klari82 hat geschrieben:
Ne Kollegin war wegen Bauchschmerzen beim Hausarzt - ist schon Jahre her. Es folgte ne Odyssee, bis mal einer fragte, wie sie denn verhüte. Seit Jahren mit der Spirale. Gut, daran kann es dann nicht liegen, wenn die seit Jahren problemlos getragen wird. Erst der dritte Spezialist nach diesem Arzt kam drauf. Äh, liegt doch an der Spirale, sie hatte zwischendurch ein MRT, und dadurch war wohl die Spirale verrutscht.


Einen ähnlichen Fall habe ich neulich in einem Bericht gesehen, dort ging es glaube ich um Migräne aufgrund der Hormonspirale. Kam keiner drauf, außer einem Arzt, der sich auf "ungelöste Fälle" spezialisiert hat. Drauf gekommen ist er auch nur (laut Bericht), weil die Frau berichtete, dass ihre Beschwerden in der Schwangerschaft und Stillzeit besser waren.

Aus eigener Erfahrung, auch ganz Verhütungsmittel-unabhängig: ich war seit der Pubertät sehr häufig beim (Haus-)Arzt, weil ich phasenweise mehrere Tage nicht aufs Klo kann. Das wurde schlimmer, als ich volljährig war. Helfen konnte mir niemand, zum Spezialisten wollte mich aber trotzdem keiner schicken, weil, so ein bisschen Abführmittel schlucken löst das Problem ja (unter krassen Krämpfen). Oder ich wartete bis zur Periode, denn dann hatte und habe ich wunderbaren Durchfall. Eine Verbindung habe ich dennoch nicht gesehen, auch kein Arzt, nur dass der Durchfall krampfbedingt ist habe ich mir früh gedacht. Seit ich NFP mache kann ich jedoch sicher sagen: Verstopfung habe ich immer und in jeder zweiten Zyklushälfte (daher wurde es auch mit der Volljährigkeit schlimmer, denn da habe ich begonnen die Pille zu nehmen), es löst sich mit der Periode und in der ersten Zyklushälfte ist alles, wie es sein sollte. Dass man da vermutlich nichts gegen machen kann, okay, aber eine passende Diagnose wäre schon unheimlich beruhigend gewesen. Sich ständig anhören zu müssen (von Ärzten und Eltern), dass man einfach mehr trinken solle (ich trinke allein an Wasser schon min. 3 Liter am Tag) oder ballaststoffreicher essen muss (ja, soll ich mich denn nur noch von Weizenkleie ernähren?!) ist einfach unheimlich frustrierend, zumal niemandem was anderes eingefallen ist...


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 Betreff des Beitrags: Re: Was sagen denn die anderen zu Eurer NFP?
BeitragVerfasst: 14. Januar 2016 14:24 
Es gibt unter Ärzten leider auch krasse Fehleinschätzungen. Ich nehme ein Medikament, von dem einige Fachärzte überzeugt sind, dass es den Eisprung unterdrückt. Das liest man zumindest in Erfahrungsberichten im Internet. Da haben schon Ärzte geraten, dass man nicht mehr zu verhüten brauche.

Tja, ich hatte auch nur in 25 von 25 NFP-Zyklen einen Eisprung und bin nun (geplant) schwanger, so viel dazu *lach*


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 Betreff des Beitrags: Re: Was sagen denn die anderen zu Eurer NFP?
BeitragVerfasst: 14. Januar 2016 21:49 
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Kurven-Rätslerin

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NFP seit: 11/07
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Beispiele sind z.B. die erwähnte Migräne oder Kopfschmerzen, Gelenkschmerzen (z.B. bei PMS), Akne, übermäßige Behaarung oder Pigmentierung (z.B. "Schwangerschaftsmaske"), Blutungen (alles blutet mehr, wenn die Periode im Gange ist), heuschnupfenartige Beschwerden (z.B. in der Schwangerschaft; da ist die Verbindung zum HNO-Arzt), die angesprochenen Verdauungsschwierigkeiten in die ein oder andere Richtung, Wassereinlagerungen (z.B. bei PMS), Müdigkeit in der 2. Zyklushälfte, Juckreiz (bei PMS), Nesselsucht, Frieren/Hitzewallungen.

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Nicht immer regelkonform unterwegs ... Bild stolze Forenpatin von snoepjes Wintermädchen ... und ihrem Silvesterkrümel!!!

... jetzt mit kleiner Tochter (05/2017) im Arm :verliebt:


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 Betreff des Beitrags: Re: Was sagen denn die anderen zu Eurer NFP?
BeitragVerfasst: 15. Januar 2016 10:05 
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hat sich gut eingelebt

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Beiträge: 116
Wohnort: Hamburg
NFP seit: 1/2015
Nicht zu vergessen: Mögliche Schwankungen des Augeninnendrucks je nach Zykluslage.

Genaugenommen hat sich mit Beginn der 00er Jahre die Erkenntnis durchgesetzt, dass bisherige Medizin, in der davon ausgegangen wurde, das Frauen Männer sind, die etwas weniger wiegen, leider für Frauen falsch ist. Genaugenommen sind die meisten Ärzte für die Behandlung von Frauen nicht ausgebildet, weil noch nichtmal klar ist, welche Unterschiede eigentlich alles bestehen, und welche nicht. Man bräuchte halt für jede medizinische Studie ca. viermal so viele Frauen wie Männer, und die müssten halt auch dokumentieren, wo sie im Zyklus sind bzw. ob und wie sie hormonell verhüten (edit: Wikipedia sagt, dass bisher viele Studien nur an Männern durchgeführt wurden). Dass das innerhalb von 15 Jahren nicht aufgeholt werden konnte ist klar.
Dafür gibt es jetzt "Gender Medizin".

Seit ich das weiß, vertraue ich keiner Arztdiagnose mehr und kucke ganz genau, ob ich selbst Zykluseinflüsse auf die Symptome feststelle.
Medikamente hab ich immer schon sehr sparsam benutzt, sonst hätte ich das auch noch zurückgefahren.

_________________
Mangold kurvt in Zyklus Bild


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 Betreff des Beitrags: Re: Was sagen denn die anderen zu Eurer NFP?
BeitragVerfasst: 15. Januar 2016 13:59 
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Fingerwundschreiberin

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Prinzesslein hat geschrieben:
Ich habe mir von einem Freund mal ein Gynäkologie-Skript geben lassen einer recht angesehenen (deutschen) Uni. [...]
Leider wird auf den natürlichen Zyklus sowie die Veränderung durch die verschiedenen Methoden so gut wie nicht eingegangen, keine Ahnung ob man als durchschnittlicher Medi-Studi sich das selber erschließen kann und würde oder ob das einfach nicht Teil des Studiums ist.


Interessant wäre, in welchem Stadium des Medizinstudiums diese Vorlesung gehalten wurde, zu der dieses Script ausgegeben wurde.
Soweit ich weiß, wird der Zyklus doch mindestens im Rahmen von Hormonsystemen & Reproduktion in der Physiologie in der Vorklinik durchgenommen? Wenn auch nicht im letzten Detail einschl. breiter natürlicher Schwankungen (ZT 14 lässt grüßen *lach* ) und der Konsequenzen - lernen musste ihn jeder Medizinstudent mal.

mme_maxime hat geschrieben:
Einem HNO-Arzt, der ja ebenfalls glaube ich im Medizin-Studium in der Gyn-Vorlesung sitzt, kann das ja völlig schnuppe sein.

Ich glaube sowieso weniger, dass ein HNO, also ein fertiger Facharzt, noch in irgendeiner Vorlesung sitzt... ;-)

Ändert natürlich alles nichts daran, dass die Auswirkungen des Zyklus auf Medikamente generell mangelhaft erforscht sind, wie cherryblossom und mangold schrieben.

Das Problem ist, soweit ich mitbekommen habe, leider grundlegender Natur. Ärzte sind z.T einfach nicht versiert in Sachen Pharmakologie, Wechselwirkungen etc. Diese Lücke zwischen Medizin und Pharmazie sollte endlich effektiver geschlossen werden. Zum einem müssten Mediziner mal über ihren Schatten springen und mit Apothekern/Pharmazeuten zusammenarbeiten, und/oder der Facharzt für klinische Pharmakologie als Mittler zwischen den Welten sollte gefördert werden.

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 Betreff des Beitrags: Re: Was sagen denn die anderen zu Eurer NFP?
BeitragVerfasst: 15. Januar 2016 15:08 
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SunnyFrani hat geschrieben:

Interessant wäre, in welchem Stadium des Medizinstudiums diese Vorlesung gehalten wurde, zu der dieses Script ausgegeben wurde.
Soweit ich weiß, wird der Zyklus doch mindestens im Rahmen von Hormonsystemen & Reproduktion in der Physiologie in der Vorklinik durchgenommen? Wenn auch nicht im letzten Detail einschl. breiter natürlicher Schwankungen (ZT 14 lässt grüßen *lach* ) und der Konsequenzen - lernen musste ihn jeder Medizinstudent mal.

Da er vor mir angefangen hat zu studieren, dürfte er recht weit sein. Aber wie genau das bei den Medizinern abläuft weiß ich nicht... Ich hatte ihn auch darauf angesprochen, dass ja doch recht wenig Grundlagen dabei stünden und mich doch grade die Sexualhormone interessieren würden. Daraufhin hat er mir auch das Physiologie-Skript angeboten ("wenn dich die Hormone interessieren, wäre das was vielleicht eher was"), allerdings mit der Anmerkung, dass ich dort auch kaum mehr zum Zyklus finden werde. Gelesen habe ich es natürlich nicht (bringt er mir hoffentlich beim nächsten mal mit), vielleicht hat er die Details einfach schon vergessen und eigentlich ist dort alles sauber erklärt :?: Schön wäre es jedenfalls!


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 Betreff des Beitrags: Re: Was sagen denn die anderen zu Eurer NFP?
BeitragVerfasst: 14. März 2016 00:56 
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nicht mehr ganz so neu

Registriert: 13. März 2016 16:46
Beiträge: 56
NFP seit: 6. Januar 2016
Hallo!
Obwohl ich erst im dritten Monat NFP mache, habe ich bis jetzt durchweg positive Resonanz erhalten.
Meine sehr gute Freundin hat nach meinem Bericht über verbesserte Laune und Ausgeglichenheit auch gleich die Pille abgesetzt und sich alle Infos zu "welches Buch" und "welches Thermometer" besorgt. Sie will nun auch mit Messen anfangen und ist sehr begeistert nun ihren Körper besser kennenzulernen. Wahrscheinlich ist sie, wie ich, ebenfalls "pillenmüde" geworden.

Eine Kollegin von mir versucht mit ihren fast 40 Jahren sehnlichst ihren Kinderwunsch zu erfüllen. Nachdem sie mir von ihren Arzt-Odysseen erzählt hatte (sie war bei verschiedenen Spezialisten und Kinderwunschkliniken), war ich regelrecht geschockt, dass sie kein einziger Mediziner gebeten hat, ihren Zyklus zu beobachten (weder Temperatur noch Schleim). Ich habe sie dann gefragt, ob sie schon mal etwas von NFP gehört hat und sie verneinte. Sie war demzufolge sehr offen für diese Methode und so erläuterte ich ihr die Grundlagen. So hat sie sich noch am selben Tag die Unterlagen und ein Thermometer bestellt.
Jetzt misst sie schon ganz fleißig und nutzt ihre neu gewonnen Infos über fruchtbaren Schleim für's Üben.
Darüber hinaus hat sie mir erzählt, dass sie FSH Präparate sowie Progesteron nehmen soll und die Einnahme sich nach dem Literaturwert richtet (28 Tage Zyklus mit ES an Tag 14 usw.). Nun ist ihr aufgefallen, dass dies höchstwahrscheinlich kontraproduktiv im Bezug auf ihren Kinderwunsch gewirkt hat, das sie wohl zu frühen Eisprüngen neigt, aber in der eigentlichen Hochlage weiterhin Progesteron eingenommen hat. Ich bin wirklich sprachlos, wenn ich solchen Rat von Ärzten höre. Man sollte ja annehmen, dass die Zyklusbeobachtung der erste nichtinvasive Schritt in Richtung Wunschkind ist.

→ Beiden habe ich die App Lily empfohlen, die ich selber sehr gerne nutze. Ich kontrolliere die Auswertung dort, indem ich nebenbei auf Papier kurve. Bis jetzt decken sich die Ergebnisse (man kann dort nach den Regeln der AG NFP auswerten).

Als letztes habe ich noch meiner Mutter von meiner Entscheidung gegen die Pille informiert. Sie hat sich sehr darüber gefreut und sich für mich schon länger eine hormonfreie Verhütung gewünscht. Da sie allerdings keine Alternativen außer Kondom (hatte sie schon mal vergessen) und Spirale (hat sie nicht vertragen, genauso wie die Pille) kannte, konnte sie mir keinen besseren Rat leisten. Sie hat aber vollstes Vertrauen in mich und fragt regelmäßig, was meine Kurve so macht.
Jedoch wundere ich mich etwas im Nachhinein, warum sie diejenige war, die mich sofort, als ich meinen ersten Freuen nach Hause brachte (mit 15 Jahren), zum Frauenarzt schleppte und mir die Pille verschrieben lies. Die Angst vor einer Teenager-Schwangerschaft scheint größer als die vor Nebenwirkungen der Hormone...was ich auch verstehen kann.

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Glücklich verheiratet, voller Liebe für unser Septemberbaby '21 und in freudiger Erwartung auf ein März '25 Geschwisterchen
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 Betreff des Beitrags: Re: Was sagen denn die anderen zu Eurer NFP?
BeitragVerfasst: 16. März 2016 16:06 
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Beiträge: 25
Wohnort: bald wieder zurück im schönen Dortmund
*willkommen* hier im Forum.

Ist ja echt schon erschreckend, wenn man liest das kein Arzt auf de Idee kam das deine Freundin mal ihren Zyklus beobachten könnte. :shock: *ko* *nein*

Also ich bin über so etwas immer wieder entsetzt, wenn ich so etwas lese.

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Wahre Liebe erkennt man daran, dass man den anderen nicht besitzen will.
Wer nichts versucht, verpasst was - also versuch es! (Meera)
Kurve zur Zeit auf Papier, von daher nichts neues bei mir im KurvenReich.


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 Betreff des Beitrags: Re: Was sagen denn die anderen zu Eurer NFP?
BeitragVerfasst: 16. März 2016 17:27 
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Fingerwundschreiberin

Registriert: 22. Oktober 2012 19:02
Beiträge: 889
NFP seit: Juli 2012 - mehr oder minder konsequent ;-)
Mit knapp 40 Jahren macht es nicht soooo viel Sinn, den Zyklus zu beobachten - wenn da alles ok ist, und man regelmäßig Verkehr hatte, dann sollte eine Schwascha eintreten, auch ohne Zyklusbeobachtung. Man muss bedenken, dass in dem Alter die Uhr tickt, und um die Zyklusbeobachtungen wirklich effektiv für den Kiwu nutzen zu können, braucht man einige Monate.
Meine Kiwu-Ärztin meinte übrigens, dass sie selten Patientinnen wie mich hätte, die eine regelkonform ausgewertete Kurve vorlegen und Fragen dazu kompetent beantworten könnten - sie hätte dagegen viele Kiwu-Patientinnen, die sich "den Zyklus schönbeobachten".

Sinnvoll wäre es natürlich im Fall der Kollegin gewesen, neben der Diagnostik auch Zyklusbeobachtung zu empfehlen. Wenn man allerdings Medis nimmt, kann man sich das so ziemlich sparen, dann ist der Zyklus ja eh künstlich.

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 Betreff des Beitrags: Re: Was sagen denn die anderen zu Eurer NFP?
BeitragVerfasst: 16. März 2016 20:55 
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nicht mehr ganz so neu

Registriert: 13. März 2016 16:46
Beiträge: 56
NFP seit: 6. Januar 2016
Danke für das herzliche Willkommen! :-)

Ich glaube nicht, dass meine Kollegin eine regelkonforme Auswertung ihres Zykluses macht. Allerdings hat ihr N&S schon geholfen jetzt ihre fruchtbare Zeit besser erkennen zu können, was ja schon mal ein guter Anfang ist.
Der Kinderwunsch besteht schon länger und sie ist seit zwei Jahren diesbezüglich in ärztlicher Behandlung. Die Ärzte nehmen ihre Angst vor der magischen 40 aber nicht sonderlich ernst, da sie in der Zeit durchaus schwanger geworden ist. Allerdings endeten alle Schwangerschaften in Fehlgeburten zwischen der 9-11 SSW. Jetzt ist die neuste Diagnose eine leichte Insulinresistenz, welche mit Medikamenten behandelt wird, die sie überhaupt nicht verträgt. Zusätzlich soll sie laut dieses Arztes Kohlenhydrate/Zucker meiden. Dass sie aber eh schon untergewichtig ist, macht die Situation nicht besser. Eigentlich würden ihr ein paar Kilo mehr gut tun. So wundere ich mich kaum, dass ihr Körper nicht schwanger wird.
...komplizierte Situation, in der die Psyche und ein unzufriedenes Körpergefühl sowie der Gedanke, dass die Uhr tickt, wohl kaum die Chance auf eine Schwangerschaft erhöht.
Ich drücke ihr natürlich trotzdem die Daumen *daumendrücken*

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