Ich hab mal ein Doku-Drama über Beate Uhse gesehen, die ihren Versandhandel 1946 mit selbst verfassten Broschüren zu Knaus-Ogino gestartet hat, die sich ziemlich schnell zum Verkaufsschlager entwickelt haben.
Meine Omas haben wohl nicht nennenswert verhütet. Meine eine Oma war nach dem Krieg "übrig" weil ihr Verlobter gefallen war. Da musste beim allgemeinen Männermangel nach dem Krieg erst mal Einer gefunden werden. Als ihre Schwester geheiratet hat, haben die Eltern dann einfach beschlossen, dass sie und mein Opa auch heiraten könnten. Bei der Doppelhochzeit war meine Oma dann "schon" 32. Insgesamt gingen aus der Ehe 5 Kinder hervor...ich schätze da war wenig Zeit für Verhütung.
Meine andere Oma hatte nach ihrem dritten Kind wegen Komplikationen eine total OP. Bei einer weiteren Schwangerschaft wäre sie wohl gestorben. Ansonsten hätten sie wohl einen Stall voller Kinder gehabt (mein Opa war immer etwas neidisch auf seinen Bruder, der 12 Kinder hatte)
Nach damals geltendem Recht musste mein Opa übrigens seine Einwilligung zur OP geben, er hätte auch sagen können, dass er es drauf ankommen lassen möchte
Irgendwie schon krass, wie sehr sich in den Geschichten das Frauenbild der Zeit spiegelt
Meine Mama hat in den 1970ern kurz die Pille genommen und überhaupt nicht vertragen . Nach einer Verhütungspanne mit Kondomen hat sie bis in die Wechseljahre hinein mit Kupferspirale verhütet (also insgesamt drei gewünschte und davon zwei geplante Kinder).
Gegenüber Hormonen war sie immer sehr skeptisch eingestellt und als ich mit 15 unbedingt die Pille haben wollte, hat sie echt lange versucht es mir auszureden. Auch beim Frauenarzt hat sie sich noch für Kondome (und im Pannenfall Pille danach) ausgesprochen. Fand ich das damals dumm und unfassbar peinlich
Der Frauenarzt hat ihr dann auch "beigebracht", das es natürlich viel sanfter sei, die Pille täglich zu schlucken, als im Bedarfsfall die Pille danach...sie hat dann auch eingewiligt.
Tja, typischer Fall von: hätte ich mal auf Mama gehört
