ich glaub in östereich und der schweiz sind die preise für gynefix und kupferspirale generel höher als hier in deutschland.
und auch in deutschland gibt es wohl vor allem regionale unterschiede.
vergleichsangebote heranzuziehen kann aber bestimmt nicht schaden. gerade für die kupferspirale hat man ja ne große auswahl. bei der gynefix hat man ja meist nur ein paar wenige gyns am selben ort, wenn überhaupt. da ist man den preisen etwas mehr ausgeliefert.
bei manchen ärzten ist im preis noch 1-2 mal im jahr die ultraschalluntersuchung mit drin, bei anderen nicht. das sollte man beim vergleichen bedenken.
Erdbeerhase hat geschrieben:
Durch ektope Schwangerschaften kann man 'unfruchtbar' in dem Sinne werden, dass der Eierstock nicht mehr zu retten ist, dann hat man natürlich noch den anderen, vorrausgesetzt der funktioniert und dann muss man sich schon ganz schön anstrengen schwanger zu werden heisst - es verringert die Chancen auf eine Schwangerschaft drastisch.
das kann man aber sehr gut verhindern, wenn es früh entdeckt wird. erst wenn der embrio ne bestimmte größe erreicht wird der eiler wegen platzmangel rupturieren.
daher sollte man bei einer schwangerschaft auch früh zum arzt gehen und nicht erst ewig warten. das gilt sowohl für spiralenträgerinnen als auch für frauen, die anders oder gar nicht verhüten. das risiko einer eileiterschwangerschaft besteht immer.
Erdbeerhase hat geschrieben:
Ich verstehe nur nicht was der Unterschied ist, selbst wenn du schwangere meinst (die meinte ich auch mit frauen).
4 in 100 schwangerschaften mit IUP ektop, 1 in 100 schwangerschaft ohne IUP ektop...das sind 3 schwangerschaften (schwangere frauen) unterschied.
der unterschied ist, dass es mit iup erstmal schonmal extrem unwahrscheinlich ist überhaupt schwanger zu werden.
Erdbeerhase hat geschrieben:
Bei Studien kommt es ausserdem immer darauf an, wer diese finanziert hat...klar wird es im Interesse der Studienverantworlichen sein, die Kupferspirale gut dastehen zu lassen. Wie mit allem halt.
natürlich. das muss man bei allen studien beachten und tu ich auch. ich hatte mich damals als ich ne spirale/gynefix wollte sehr intensiv mit dem thema auseinandergesetzt und viele studien gelesen. dabei besonders drauf geachtet, dass sie unabhängig sind (z.b. von der WHO). oder cochrane reviews (hier werden immer mehrere Studien zu nem bestimmten thema herangezogen und auch nur welche, die methodisch richtig durchgeführt sind). oder offizielle leitlinien von deutschland oder anderen ländern. ich denke soweit es mir als leien möglich ist, kann ich schon ganz gut die guten von den schlechten studien unterscheiden.
manchmal hilft es schon sich einfach zu überlegen, ob die ergebnisse denn sinn ergeben.
findest du die zahlen, die ich dir genannt habe zu gering oder warum denkst du das sie falsch sein müssen?
warum glaubst du, dass meine rechnung, die ich gemacht habe falsch ist?
vielleicht hilft es sich nochmal die wirkungsweise einer kupferspirale zu verdeutlichen um zu verstehen warum es
scheinbar zu mehr ELSS kommt.
die kupferspirale hat ja zwei wirkungsweisen.
- sie schaft ein klima, in dem sich die spermien langsamer bewegen oder sogar absterben können.
- sie verändert die schleimhaut so, dass sich eine befruchtete eizelle sich nicht einnisten kann
wenn es nun mal passiert, dass wirkung 1 versagt und es doch mal zu einer befruchtung kommt gibt es zwei möglichkeiten.
- in den meisten fällen wird die eizelle in die GM wandern.
- die eizelle schafft es nicht bis zur GM zu kommen. grund dafür könnte ein schlecht durchlässiger eileiter sein, ein lahmes ei und einiges mehr.
Das sind erstmal wirklich die gleichen gründe wie ohne IUP. ein IUP hat keinen einfluss darauf
wenn das ei in der gebärmutter ankommen ist (möglichkeit 1), dass kann noch die zweite wirkungsweise der spirale greifen. das ei kann sich nicht einnisten.
wenn aber das ei nicht bis in die gebährmutter gelangt, sondern sich im eileiter oder der bauchhöhle einnisten will, dann kann das IUP das einfach nicht mehr verhindern, weil es dort keinen "zugriff hat".
Zitat:
es sind eben 3 Frauen mehr als ohne Verhütung.
das sind es eben nicht. es sind weniger frauen als ohne verhütung.
denn wenn man sich die wirkungsweise anschaut wird klar: eine kupferspirale begünstigt eine Eileiterschwangerschaft nicht, sondern kann sie nur
nicht so gut verhindern wie eine normale schwangerschaft. daher werden einfach mehr normale schwangerschaften verhindert als ektope. und das verhältnis ektope schwangerschaften : normale schwangerschaften ändert sich.
das gilt übrigens auch für andere verhütungsmittel, die in die körpervorgänge eingreifen.
die pille z.b. wirkt auch auf drei arten: eisprung unterdrücken, schleim gegen spermien verdicken, einnistung verhindern. auch hier ist es wieder so, dass die dritte wirkung nicht mehr greifen kann, wenn das ei sich im eileiter oder bauchraum einnisten will.
daher ist es auch hier wahrscheinlicher, dass es sich um eine ektope schwangerschaft handelt, wenn eine überhaupt eintritt (natürlich wieder nur im vergleich zu schwangerschaften, die ohne verhütung eintreten.
Ectopic pregnancy with oral contraceptive use has been overlookedich hab noch nie gehört, dass eine, die die pille nimmt sich darüber sorgen macht. liegt halt am besseren marketing
