Am Anfang ist es für alle erst schwierig, den Muttermund in die Kategorien einordnen zu können. Es hilft wirklich, wenn du den Muttermund einige Zyklen lang konsequent beobachtest: immer ungefähr zur gleichen Zeit, in der gleichen Position, mit dem gleichen Finger. Ich mache es immer vorm Schlafengehen und stelle ein Bein auf den Toilettendeckel und beuge mich dabei leicht vor. Dann führe ich den Zeigefinger ein und fühle zuerst die Öffnung. Ich fange damit nach der Mens an, da ist der Muttermund geschlossen und öffnet sich dann erst ein bisschen und dann ca. 1 cm in der hochfruchtbaren Zeit. Wenn du immer eine kleine Öffnung hast, ist das nicht ungewöhnlich. Du wirst bei konsequenter Beobachtung trotzdem eine deutliche Veränderung feststellen. Wichtig ist ja, dass du deinen "unfruchtbarsten" Ausgangszustand kennen lernst und dir merkst, wie der sich anfühlt. Dann kannst du auch damit auswerten. Um das genau einschätzen zu können, brauchst du aber einige Zyklen Erfahrung und dann wird es auch für dich bestimmt ganz einfach. Ich habe auch anfangs gedacht, ohje, wie soll ich das jemals richtig beurteilen und jetzt geht es ganz schnell und einfach.
Für die Festigkeit und die Höhe gilt dasselbe. Auch dafür musst du einige Zeit tasten, um die Unterschiede zu erkennen. In NuS wird es ja mit Nasenknorpel (hart) und Kusslippen (weich) verglichen, aber sei nicht verwirrt, wenn es sich nicht haargenauso anfühlt. Das sind nur Richtwerte, um es besser einschätzen zu können. Die Festigkeit bezieht sich darauf, wie sozusagen der Widerstand ist, wenn du leicht gegen den Muttermund drückst und zwar eher am Rand als direkt an der Öffnung.
Für die Höhe kann ich keinen direkten Tipp geben, weil der Muttermund bei verschiedenen Frauen unterschiedlich hoch steigt. Ich persönlich kann meinen Muttermund zu jedem Zeitpunkt im Zyklus erreichen, bei manchen Frauen steigt er so hoch, dass sie mit den Fingern gar nicht mehr drankommen. Ich mache es so, dass ich gucke, wie weit ich den Finger einführen musste, um vor die Öffnung zu stupsen. Die Höhe ist aber für die Auswertung nach dem Eisprung egal, du brauchst sie nur für die unfruchtbare Zeit am Zyklusanfang, wenn du diese nach dem Muttermund bestimmen willst.