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 Betreff des Beitrags: Re: wieder mal: nfp in den zeitungen usw
BeitragVerfasst: 2. Juli 2014 15:09 
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Hochlagenjunkie

Registriert: 17. Oktober 2008 12:58
Beiträge: 512
NFP seit: November 2008
Hier wird Nfp finde ich recht gut beschrieben - allerdings betrifft die Überschrift eine ganz andere Art zu "verhüten" die in einem anderen Absatz erklärt wird und man hat dadurch den Eindruck dass damit auch Nfp gemeint ist. :roll:

http://blog.tagesanzeiger.ch/mamablog/index.php/38209/verhuetung-als-gluecksspiel/

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Die Zukunft liegt in unserer Hand - wir müssen nur etwas daraus machen!


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 Betreff des Beitrags: Re: wieder mal: nfp in den zeitungen usw
BeitragVerfasst: 7. August 2014 07:18 
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Kurven-Rätslerin

Registriert: 8. Juni 2008 15:49
Beiträge: 342
NFP seit: 02/2010
NFP im Spiegel online heute morgen, mit positivem Tenor :)

http://www.spiegel.de/gesundheit/sex/na ... 13069.html

_________________
Gesche unterwegs mit Löwin *07/15, Batzen *05/18, und Chaleon und Zilla als Forenpatinnen Bild
"What is mind? No matter. What is matter? Never mind.."


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 Betreff des Beitrags: Re: wieder mal: nfp in den zeitungen usw
BeitragVerfasst: 7. August 2014 10:05 
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Kurven-Rätslerin

Registriert: 3. April 2014 23:05
Beiträge: 342
NFP seit: April 2014
Zitat:
Allerdings gibt es Foren, die bereits vielfach genutzt werden und bei denen die Anwenderinnen sich gegenseitig Tipps und Korrekturen liefern", sagt Frank-Herrmann.


Damit sind sicher wir gemeint! :mrgreen:

Schöner Artikel (wobei der schon von 2013 ist ;-) ), freut mich total, irgendwie *sonne*

_________________
Mit Traummann und Oktobermädchen (10/20) total verliebt in den Novemberjungen (11/25) :verliebt:


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 Betreff des Beitrags: Re: wieder mal: nfp in den zeitungen usw
BeitragVerfasst: 7. August 2014 10:10 
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NFP-Guru

Registriert: 9. Oktober 2012 17:18
Beiträge: 2618
NFP seit: 10/2012
Klasse *daumenhoch*.

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Liebe Grüße von Lena Sophia (Jg. 88), die sich in Zyklus Bild befindet mit PCOS Mama seit 2016, Hundemama seit 2023.
Nach 2,5 Jahren letzte Pille am 10. Oktober 2012 ~ "Wer will, findet Möglichkeiten, wer nicht will, findet Gründe." ~ mit Forumspatinnen vom Vanillekipferl-Mädchen 10/16 Allamera und Eumelchen


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 Betreff des Beitrags: Re: wieder mal: nfp in den zeitungen usw
BeitragVerfasst: 7. August 2014 12:53 
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Kurven-Rätslerin

Registriert: 30. März 2009 19:26
Beiträge: 459
NFP seit: 11/2008
Alana hat geschrieben:
Ich hab das erste angeklickt, auch wenn es nur fast richtig ist. :mrgreen:

Edit: Natürlich mit der STM. Toll, dass hier mal wieder gar nicht unterschieden wird zwischen den Methoden. :roll:

Dito. *lachen* War ja klar, worauf die hinaus wollten, aber das konnte ich mir auch nicht verkneifen.
Jaja, bei der Pille wird genau zwischen Mikro und Mini unterschieden, aber bei "fruchtbare Tage bestimmen" muss man ja nicht spezifizieren, wie genau. *teufel*

Edit: Uuups, da habe ich ja auf einen ganz alten Beitrag geantwortet. Hatte gar nicht gesehen, dass der Thread noch viel weiter geht. *lach*

_________________
Zurzeit etwas unregelmäßig hier - mein Real Life klaut mir Forumszeit. :fusstrommel:


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 Betreff des Beitrags: Re: wieder mal: nfp in den zeitungen usw
BeitragVerfasst: 22. September 2014 13:27 
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Kurven-Rätslerin

Registriert: 28. Oktober 2012 21:11
Beiträge: 357
NFP seit: Herbst 2012
Ich hab was ziemlich witziges gefunden. Passt nicht so richtig hier her, aber auch nirgendwo anders hin. :lol:


Im dystopischen Jugendbuch "Hüter der Erinnerung" ("The Giver") wird eine Ordnung beschrieben, in der alle Unterschiede zwischen Menschen und ihre individuellen Gefühle unterdrückt werden. Dazu gehört, dass Ehepartner und Kinder von der Regierung zugeteilt werden. Die Kinder werden von Gebärerinnen ausgetragen. Sex gibt es nicht. Jedes Mitglied der Gemeinschaft muss jeden morgen eine Pille nehmen, um "Erregung zu behandeln" (a.k.a. die Libido auszuschalten). Der Protagonist bekommt seine Pille zum ersten Mal mit 12 Jahren, weil er einen "erotischen" Traum hatte:
Hüter der Erinnerung hat geschrieben:
Während er emsig in die Pedale trat, fühlte Jonas sich seltsam stolz, zur Gruppe derjenigen zu gehören, die die Pille nahmen. Für einen kurzen Augenblick kam ihm sein Traum wieder in den Sinn. Irgendwie war es nicht unangenehm gewesen. Obwohl sie etwas konfus waren, fand Jonas die Gefühle, die seine Mutter "Erregung" nannte, recht interessant. [...] Ganz kurz und mit leichtem Schuldgefühl versuchte er noch, sich an sie zu klammern. Aber plötzlich waren sie verschwunden. Die Erregung war vorbei.

Irgendwann fängt er an, sich dagegen aufzulehnen:
Hüter der Erinnerung hat geschrieben:
Am nächsten Morgen nahm Jonas zum ersten Mal seine Pille nicht. Etwas in seinem Herzen [...] riet ihm, die Pille wegzuwerfen.
Danach hat er dann wieder eigene Gefühle und schöne Träume :wichtel2:

_________________
Auf ins Leben mit Schnuff und Knuff (*07/24)


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 Betreff des Beitrags: Re: wieder mal: nfp in den zeitungen usw
BeitragVerfasst: 15. Oktober 2014 16:27 
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NFP-Gräfin

Registriert: 19. September 2004 13:36
Beiträge: 3465
Ich fand nen Artikel den ich bei Amorelie gelesen habe zum Thema Kondome ganz klasse.
Darin wird auch erwähnt, dass Pille und Co die Libido negativ beeinflussen können und Kondome besser sind als ihr Ruf (was Sicherheit und Praktikabilität in einer langen Beziehung angeht) .

Wer mal lesen mag : Klick


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 Betreff des Beitrags: Re: wieder mal: nfp in den zeitungen usw
BeitragVerfasst: 2. Februar 2015 13:36 
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Fingerwundschreiberin

Registriert: 16. April 2014 12:03
Beiträge: 911
Wohnort: bei München
NFP seit: April 2014
Also ich hab wieder das Bedürfnis, einen Sermon abzugeben. ;-)
Hatte am Samstag bei einer schönen Tasse Kaffee die Freitags- und Wochenendausgabe der Süddeutschen durchgeblättert und leider in gleich beiden Zeitungen was gefunden, das mich prompt geärgert hat. Das eine waren 2 Leserbriefe, das andere ein Artikel; der Kontext in beiden Fällen waren die "Karnickel"-Äußerungen von Papst Franziskus bei seinem Philippinen-Besuch neulich.

In der Freitagsausgabe also aus dem Leserbrief einer Dame: "Was ist mit Ehepaaren, die vielleicht 5 Kinder haben, weil die natürlichen Methoden doch nicht immer so zuverlässig funktionieren?". Na gut, diesen (Un-)Wissensstand kennt man ja, leider, abgehakt. :roll: Dennoch: diese Pauschalisierung & Fehleinschätzung ist wieder mal öffentlich schwarz auf weiß niedergeschrieben.
Ein weiterer Leserbrief eines Arztes, der, wie er schreibt, "zweimal in den Slums von Manila tätig war", erwähnt leider ebenso wenig die STM, stattdessen "Kondom, Pille, Tubenligatur und Vasektomie.". Da hier die zugebenermaßen sozioökonomischen Komplikationen besonders betont werden, finde ich das Kapitel in "NFP heute" über die NFP-Varianten für Entwicklungsländer umso interessanter.
Dennoch: a) das Kondom erfordert auch die Kooperation des Mannes (so wie eine funktionierende STM), b) Pille: x Frauen mit y Pillen jahraus jahrein zu versorgen, ist unter solchen Umständen doch ebenso eine logistische Herausforderung. Von Nebenwirkungen usw., die wir hier ja vielfach selbst erlitten haben, ganz zu schweigen. Und der Gebrauchs-PI oraler Kontrazeptiva ist bekanntermaßen schnell mal schlechter als der Methoden-PI. Ich verstehe deshalb nie den Ruf nach der Pille, wie sie in solchen Ländern/Situationen wirklich helfen soll. *kopfkratz* Cui bono? => Pharma. c) das chirurgische Fallbeil bei der Frau, nun ja *ko* , und d) analog, aber eben weniger komplikationsbehaftet, beim Mann. Wie "gut" das funktionieren kann, sieht man ja besonders schön in Indien. Sprich Sterilisation wird leicht auf die Frau abgewälzt.
Also ich finde, die Argumentation eines Dr. med. zieht einfach nicht.

Dann aber der Artikel in der WoE-Ausgabe, S. 49 im Gesellschaftsteil (wer sie grad daheim rumliegen hat, wurde online (noch) nicht veröffentlicht). Im 3. Absatz heißt es: "Die Mehrheit aber rätselt: Sind Kondome, Pille und andere Hilfsmittel im Zweifel neuerdings erlaubt? Oder doch eher die Knaus-Ogino-Methode mit Kalender?". Zudem hat der Autor offenbar das Gespräch zu proFamilia St. Pauli gesucht, hierum geht es im letzten Absatz. Allerdings nur Blabla, u.a. über Schwangerschaftsberatung bzw. das Ausstellen des Scheines - also die Last Exit-Strategie. Laut Website bietet die Filiale in St. Pauli aber auch Beratung zur STM an. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass die ausgerechnet in einem Gespräch unter dem Titel NFP die STM bzw. Sensiplan nicht erwähnt haben, es steht nämlich kein Wort darin - bzw. hat es das jedenfalls nicht in die Druckversion geschafft.

Was mich also ärgert, ist: für mich ist das ein Beispiel schlechten Journalismus'. Dass die NFP-Vielfalt vermutlich bewusst nicht gründlich recherchiert bzw. von vornherein ignoriert wurde. Dass Knaus-Ogino provokativ formuliert & platziert wurde, ärgert mich (dass das nicht tot zu kriegende K-O bzw. Kalendermethode laut "NFP Heute" gar nicht zu den NFP-Methoden gezählt werden kann, ist dabei ja fast nur ein Detail). Auch, dass eventueller Input von kompetenter Stelle möglicherweise übergangen wurde. Da befürchtete ich schon, der Rest des Textes wird nicht besser, denn er war von Anfang an tendenziös. :-(

Hm, vielleicht sollte ich einen Leserbrief schreiben. :lol:

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 Betreff des Beitrags: Re: wieder mal: nfp in den zeitungen usw
BeitragVerfasst: 2. Februar 2015 13:54 
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Hochlagenjunkie

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SunnyFrani hat geschrieben:
Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass die ausgerechnet in einem Gespräch unter dem Titel NFP die STM bzw. Sensiplan nicht erwähnt haben, es steht nämlich kein Wort darin - bzw. hat es das jedenfalls nicht in die Druckversion geschafft.
.

*zustimm* Leider ist das selbst bei "seriösen", großen Zeitungen oft der Fall, dass wichtige Inhalte von Interviews einfach mal weggelassen oder umgedeutet werden. Ich hab in unterschiedlichen politischen Kontexten ein paar Interviews für eine anerkannte Tageszeitung gegeben - nach dem ersten hab ich dann immer vorherige Durchsicht verlangt, weil dort der Interviewteil so zusammenhangslos und auf Kosten des Inhalts zusammengekürzt worden war *ko* . Könnte mir vorstellen, dass das da ähnlich gelaufen ist.

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 Betreff des Beitrags: Re: wieder mal: nfp in den zeitungen usw
BeitragVerfasst: 20. Februar 2015 16:52 
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Fingerwundschreiberin

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Presseschau :-)

@mein Beitrag vom 2.2. bzgl. dem Artikel in der WoE-Süddeutschen Zeitung vom 31.1./1.2.:
SZ hat geschrieben:
Die Mehrheit aber rätselt: Sind Kondome, Pille und andere Hilfsmittel im Zweifel neuerdings erlaubt? Oder doch eher die Knaus-Ogino-Methode mit Kalender?".

In der WoE-Ausgabe zwei Wochen darauf (14./15.2.) wurde hierzu der Leserbrief von Fr. Dr. Alenka Berkopec-Valena von proFamilia München abgedruckt.
Sie leitet ein mit einer knappen, aber deutlichen Kritik an der journalistischen Arbeit des Autors ("offenbart [...] völlige Unkenntnis"), um dann sachlich zum Thema NFP überzugehen und dies schrittweise zu umreißen: im Bezug auf die Nennung von Knaus-Ogino im o.g. Artikel wird zunächst deren wissenschaftliche Pionierarbeit bestätigt und gewürdigt, dann aber sogleich erläutert, warum diese Methode keine des NFP-Repertoires ist - und wie die WHO moderne NFP definiert. So schafft sie den Übergang zur Situation der NFP in Deutschland und hält fest, dass hier WHO-konform die STM zur aktuellen Sensiplan-Methodik unter der AG NFP über Jahrzehnte weiterentwickelt wurde. Hinsichtlich Sicherheit verwendet sie die Pille als Bezugspunkt, nennt Methoden- ("0,4") und Anwendungs-PI ("1,8"). Der Leserbrief-Abdruck schließt mit dem Hinweis auf die Infrastruktur hierzulande (Beraternetzwerk, Kurse), und dass Finanzierungsmöglichkeiten via KraKa bestünden.

***

Aus der Zeit No. 7 vom 12.2., Teil Wirtschaft: "Denn sie wissen schon, was ich will. Wir werden vermessen". Hier wird das weite Feld von Big Data, Data Mining, Algorithmen und deren teils gnadenlos gewinnorientierte Verwendung beackert (Stichworte Online-Shopping, Werbung, Kreditwesen, Versicherungen, aber auch Kriminalistik usw.)
Im Laufe des Essays wird als Anwendungsbeispiel aus dem Bereich Gesundheitsdaten die Firma bzw. deren gleichnamige App Glow vorgestellt. Gegründet wurde die Firma 2013 von Max Levchin (PayPal-Gründer). In ihr kann der Zyklusverlauf mittels Temperatur und Schleim aufgezeichnet werden, zusätzlich können noch viele andere Gesundheitsdaten wie emotionale Stimmung, Schlaf, Trinkverhalten (Wasser), natürlich auch Sexualverhalten/-frequenz usw. usf. eingegeben werden, ggfs. im Verbund mit Fitness-/Health Trackern (Armbänder...).
Die App dient wohl vor allem dem KiWu, kann aber auch zum Verhütungszweck verwendet werden. Die gesammelten Zyklen (angeblich schon 38 000?) werden freilich auch ausgewertet, und schau an, man entdeckt Revolutionäres: wie zB, dass der Zyklus nicht immer 28 Tage lang ist. :roll:
Bzgl. Kundenbindung und Produktdiversifikation: später sollen die Daten und die Community der App-Nutzerinnen auch für (in den USA) neue Versicherungsmodelle verwendet werden, zB für Zuzahlungen für IVF, falls es auf natürlichem Weg nicht klappt. Natürlich gibt es auch eine spezielle Schwangerschaftsapp, in die Nutzerinnen sogleich wechseln können, wenn es - auf welchem Weg auch immer - denn mal geklappt hat.

--- In dem Artikel bzw. in den Absätzen, die die App vorgestellt haben, geht es natürlich nicht um NFP im engeren Sinne. Aber dass dies als Beispiel verwendet wurde, wie auch aus diesen "intimen" Gesundheitsdaten ökonomischer Nutzen gezogen wird, fand ich etwas gruselig, aber auch faszinierend. Zumal im Artikel keinerlei der üblichen Kritik daran zu lesen war, Verhütung oder KiWu mittels Zyklusbeobachtung umzusetzen. Es ist, als ob dieses Thema voll akzeptiert wird und eine Selbstverständlichkeit gewinnt, sobald nur erkennbar ist, dass man damit Geld verdienen kann. Finanzieller Gewinn rechtfertigt sofort, besser als wissenschaftliche Grundlagenarbeit, die bzgl. STM seit Jahrzehnten geleistet wird (siehe wiederum oben im Leserbrief).
Und natürlich wird im Artikel, aber auch nicht auf der App-Website, genannt, auf welches Regelwerk man sich stützt oder erläutert, wie die Auswertung abläuft (bzw. habe ich das so schnell nicht gefunden).
Den Artikel konnte ich leider (noch) nicht auf zeit.de finden.

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 Betreff des Beitrags: Re: wieder mal: nfp in den zeitungen usw
BeitragVerfasst: 31. Mai 2015 12:24 
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Hochlagenjunkie

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Der österreichische Standard thematisiert heute "Gratis-Zugang zu Verhütungsmitteln".

"Laut Verhütungsreport 2012 hatten insgesamt 30 Prozent auf "Aufpassen", "Tage zählen" und "Selbstbeobachtung" vertraut."

http://derstandard.at/2000016644151/Gratis-Zugang-zu-Verhuetungsmitteln-gefordert

Soetwas widerspiegelt und verstärkt natürlich wieder ungemein die allgemeine Haltung der Bevölkerung, NFP (als eine Form der Selbstbeobachtung) sei so sicher wie aufpassen und Tage zählen. Tja. *nichtallehaben*

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 Betreff des Beitrags: Re: wieder mal: nfp in den zeitungen usw
BeitragVerfasst: 31. Mai 2015 13:33 
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Fingerwundschreiberin

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NFP seit: April 2014
Hab mal auf gynmed.at rumgeklickt.
Ad den im Standard-Artikel referenzierten Verhütungsbericht '12: methodisch wurde in der Umfrage wohl tatsächlich nur sowas wie "Selbstbeobachtung" als Antwortmöglichkeit geboten - was hätten wir da wohl angegeben? Bliebe uns ja nichts anderes übrig. *hä*

Hab da noch diverse Publikationen, Presseartikel usw. überflogen... Überflüssig zu erwähnen, dass es immer zugunsten hormoneller Kontrazeption hingebogen wird.
Andere Varianten werden gar nicht, tendenziös u/o als pauschal unsicher beschrieben. Die STM finden man freilich nirgends, der Cu-Spirale wird zwar Sicherheit zugestanden, aber gleich eine Vielzahl an grausamen Nebenwirkungen hinterhergeschoben.
Bezüglich STI-Prävention: das Thema fällt generell so gut wie unter den Tisch. Dass da hormonelle Mittel nix taugen, den Hinweis kann ich nirgends finden. Bei zB Dias oder Cu-Spirale steht das aber freilich dort.
Der Wunsch von Frauen, "natürlich" zu verhüten, wird mit so einem Ökotanten-Subtext diskreditiert.

Aber was reg ich mich auf. Das ist einfach ein super Beispiel für eine knallhart unternehmerisch geführte Arztpraxis. Das einzige, was ich dem Herrn Dokta zugestehe, ist, dass er offen mit dem Thema SS-Abbruch umgeht.

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BeitragVerfasst: 8. Juli 2015 09:30 
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Hochlagenjunkie

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NFP seit: 01/2015
In der österreichischen Frauenzeitschrift "miss" findet sich in der Juni-Ausgabe der Artikel "Verhütung? Aber natürlich!". Ich habe mir die Zeitschrift aufgrund dessen gekauft und staune nicht schlecht:

Vorgestellt werden:

-Kondom
-Kupferperlenball
-Chemische Verhütungsmittel
-Diaphragma

(diskutabel, inwieweit dies natürliche Verhütungsmethoden sein sollen...)

weiters:

-Zervixschleimmethode
-Muttermundbeobachtung
-Temperaturmethode

Jedes einzeln und kein Wort davon, dass z.B. sensiplan dies kombiniert anwendet. Es wird allerdings empfohlen, Zervixschleimmethode und Muttermundbeobachtung kombiniert anzuwenden, da es sonst "zu unsicher" sei.

Den Vogel schießen sie dann aber ab, als sie die Temperaturmethode erklären:
"Ist die Körpertemperatur an drei aufeinanderfolgenden Tagen um mindestens 0,2 Grad höher als die letzten sechs Tage (...), bist du gerade fruchtbar." Ach ja.

Es gibt dann noch ein Interview mit einer Gynäkologin, die sagt folgendes: "Methoden, die eine genaue Zyklusbeobachtung voraussetzen (z.B. Temperaturmethoden) sind für junge Frauen zu unsicher - das würde ich nicht empfehlen." Wie erklärt sie sich, dass die Temperaturmethode nach dem Kupferperlenball den niedrigsten Pearl-Index der vorgestellen Methoden hat?


Ich habe der Verfasserin des Artikels jedenfalls einmal eine Mail geschickt und sie auf ihre Falschinformation hingewiesen. Bin gespannt, ob da was zurückkommt.

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two little lionesses *12/23 & *04/26


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 Betreff des Beitrags: Re: wieder mal: nfp in den zeitungen usw
BeitragVerfasst: 8. Juli 2015 10:47 
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Kurven-Rätslerin

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Beiträge: 342
NFP seit: April 2014
boah, bifri da wäre ich ausgetickt beim Lesen!^^
Finde ich toll, dass du dort hingechrieben hast. Vielleicht wird es dann ja noch korrigiert oder so. *sonne*

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 Betreff des Beitrags: Re: wieder mal: nfp in den zeitungen usw
BeitragVerfasst: 8. Juli 2015 11:08 
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Kurven-Rätslerin

Registriert: 17. Juli 2014 03:13
Beiträge: 226
NFP seit: 22.09.14
Mh, die "fit for Fun" hatte auch mal einen Verhütungsartikel in dem Stand das es noch keinen Pearl Index für die Gynefix gibt, da sie noch zu neu ist - die Cu- Spirale wurde aber erklärt und als relativ sicher eingestuft (wo ist da die Logik, Cu ist Cu also müsste der PI doch mind. mit dem der Cu-Spirale angegeben werden?! )...wurde aber natürlich auch bei weitem nicht so gut wie die hormonellen Mittel dargestellt.
Der Grundton war soweit ich mich erinnere das "Sportlerinnen von ihrer Periode ja eh nur beeinträchtigt werden, man aber aufpassen müsse, weil einige Pillen den Muskelaufbau hemmen" (das allein schon!)
Hab dann auch ne E-Mail an die Redaktion geschrieben wegen dem PI der Gynefix und das es Cu IUPs schon seit den 60ern gibt etc, aber niemals eine Antwort bekommen.

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Lila ist 25 Jahre alt und seit dem 19.09.14 Pillenfrei BildBild
- "Ich lebe in einem Traum und habe keinerlei Interesse an der Realität" (unbek.) --> Lilas Kätzchen-Plätzchen


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