Hallo, nach einigen Wochen mal wieder ein Zeichen von mir.
kleiner Beitrag zum Mumu: genaugenommen ist das so bei mir: ich spüre weder weich noch hart, aaaber interessanterweise spüre ich die Bewegungen, die der Mumu vollzieht, um sich zu öffnen und zu schließen. Und zwar gibt es dann jedesmal kleinere Stiche am, im und durch den Gebärmutterhals. Während der Pillenzeit hatte ich das bei etwas kräftigeren Pillenpausenblutungen (Periode ist das ja keine). Mit den Jahren wurden meine Blutungen unter der Pille immer schwächer, so dass auch die Lebenszeichen meines Mumus immer schwächer wurden. Das Absetzen der Pille hat dann nicht nur meine Ovarien, sondern auch meinen Mumu zu neuem Leben erweckt. Insgesamt habe ich dieses Symptom seit einer Abtreibung Anfang 20. Bis dahin und in der Pubertät kannte ich dieses Symptom nicht. Zur Zyklusauswertung ist es nur bedingt geeignet. Es findet vor und nach dem ES statt und dann wieder vor und nach der Mens, also im Zusammenhang mit Hormonumschwüngen.
@laurea: konntest du durch den hohen Gewichtsverlust eine Verbesserung deiner Zyklen feststellen? Würde mich interessieren
Nun zum eigentlichen Thema dieses Threads:mein aktueller Zyklus ist der erste seit pp, der sich endlich einmal richtig schön in die Länge zieht. Ich bin heute im Zyklustag 17, hatte noch keinen S+ und erst heute heftigen Mittelschmerz. Meist habe ich MS schon an ZT 8 oder 9.
In diesem Zyklus sind einige Dinge anders als sonst und natürlich stelle ich mir die Frage, ob die Verbesserung meines Zyklus damit in Zs.hang stehen könnte, oder ob das Zufälle sind.
Punkt eins: ich habe eine dreiwöchige konsequente Zuckerabstinenz durchgeführt und bin erst heute zum ersten Mal schoko-rückfällig geworden. Auch meinen Kohlenhydratkonsum habe ich rigoros heruntergefahren und habe in den letzten drei Wo KH nur in Form von Reis und Obst zu mir genommen. Grund war, dass ich während der Wintermonate und bedingt durch Weihnachten ein starkes Ungleichgewicht zugunsten der KH in meiner Ernährung hatte und Dauerverstopfung hatte. Abgesehen vom negativen Effekt auf den Insulinhaushalt, den man ja nicht unmittelbar wahrnimmt.
Punkt zwei: an meinem Arbeitsplatz gibt es kein Tageslicht, so dass sich mein Biorhythmus allwinterlich in einen Dauerjetlag verwandelt, der sich in extremen Schlafstörungen manifestiert. Als Lösung nahm ich keine Barbiturate, dafür jedoch müdemachende Antiallergika, die bei mir auch ausgezeichnet gegen PMS und Mensbeschwerden ansprechen. Während der Mens erzeugt auch Ibuprofen den müdemachenden Effekt. Da diese Mittel jedoch einen Hangover erzeugen, bin ich auf Melatonin umgestiegen, um meine Nachtwachheit und meine Tagesmüdigkeit in den Griff zu bekommen. Auch das nehme ich seit drei Wochen, mit bislang bestem Erfolg. Kein Hangover mehr, und ich werde bereits zeitig morgens wach, so dass ich immerhin an meinen freien Tagen und an WEs das Maximum an Tageslicht für mich herausholen kann.
Da sich nun diesmal meine TL ungewohnt in die Länge zieht, vermute ich natürlich, dass das entweder an einem dieser zwei Dinge oder an beidem liegt. Letztlich tendiere ich dazu, dass
beides einen Effekt auf den weiblichen Hormonhaushalt hat.
Folgendermaßen sehen meine Begründungen aus: KH wirken sich negativ auf den Insulinspiegel aus. Ein hoher Insulinspiegel wiederum erzeugt entweder zystische Eizellen (also zuviele Eizellen) oder (vermutlich) zu schnelle Eizellreifungen.
Weiters vermute ich einen Effekt von Melatonin und Serotonin, die jeweils Gegenspieler des anderen sind, auf das weibliche Hormonsystem. Die Menge des während des Tages gebildeten Serotonins ist direkt abhängig von der erhaltenen Menge an Tageslicht. Das während des Tages gebildete Serotonin wird bei Eintritt der Dunkelheit in Melatonin umgewandelt und schenkt uns die erforderliche Müdigkeit für gesunden Schlaf. Kann der Körper tagsüber nicht ausreichend Serotonin bilden, kommt es zwangsläufig zu Schlafstörungen (und nicht nur das, sondern auch zu Depressionen). Da meine Zyklen während der warmen Jahreszeit, in der ich mehr Tageslicht zur Verfügung habe als in der kalten, insgesamt beschwerdefreier verlaufen, vermute ich, dass auch der Serotonin-Melatonin-Haushalt einen Effekt auf unseren Hormonhaushalt hat. Zwar habe ich nach wie vor zuwenig Serotonin (ich merke das daran, dass ich zZt leicht depressiv bin, nehme das jedoch nicht sooo dramatisch, da es sich ja bald wieder ändert, also kein Grund, gleich zu ADs zu greifen), allerdings scheint auch mein verbesserter Schlaf alleine schon einen bedeutenden Effekt auf mein Hormonsystem zu haben.
Außerdem vermute ich, dass ebendieser Mangel an Serotonin und/oder Melatonin einen negativen Effekt auf den Insulinhaushalt hat und über ebendiese Insulinschiene sich der negative Effekt auf unseren Hormonhaushalt einstellt. Ich habe bspw., wenn ich mehrere Tage hintereinander kein Tageslicht hatte oder nach mehreren Nächten mit Schlafstörungen, oft regelrechten Heißhunger auf KH. Sicherlich hat die ein oder andere schon die Erfahrung gemacht, dass der Appetit auf "energieeffiziente" Nahrungsmittel in der hellen Jahreszeit viel schwächer ist als in der dunklen Jahreszeit.
Ich erinnere mich auch gelesen zu haben, dass Nachtschichtarbeiter häufiger an Diabetes II erkranken, und irgendwie scheint mir das im Licht meiner eigenen Beobachtungen nun insgesamt plausibler.
Wie gesagt, das sind alles Vermutungen, ich bin kein Mediziner. Interessant finde ich die Beobachtungen allemal, und es würde mich interessieren, was ihr dazu meint, oder ob jemand Näheres(Genaueres zu meinen Beobachtungen und Vermutungen weiß und sagen kann. Hat die ein oder andere evt. ähnliches beobachtet, zB. einen jahreszeitlichen Unterschied in der Zyklusqualität?
Ich werde die Melatoninkur auf alle Fälle noch ein paar Wochen fortsetzen, bis ich wieder ausreichend Tageslicht bekomme. Ich mache Anfang Mai eine größere Reise in den Süden und gehe davon aus, dass ich dann, wenn meine Vermutungen zutreffen, für einige Monate beschwerdefreie und regelmäßig Zyklen haben werde (falls ich nicht unerwartet in die Menopause komme, was ich aber nicht glaube).
Diesen Beitrag meinte ich. :)