Hallo,
Regina, kannst du mir bitte noch den Link geben wo du die Studie gerade kostenpflichtig runtergeladen hast. Auf der angegebenen Seite konnte ich nur die Zusammenfassung auf Englisch finden. Das mit der Länge von dem einen Zyklus würde ich gerne selbst nachlesen, das verstehe ich noch nicht.
Soweit ich weiß, gab es tatsächlich immer wieder auch neuere Studien, z.B. ganz aktuell eine aus Litauen, auch wenn die angegebene wohl die größte war. Der Pearl-Index blieb offenbar immer gleich. Vor kurzem wurde auch eine medizinische Bewertung durch ein unabhängiges Institut vorgenommen, das die hohe Sicherheit bestätigt hat.
Warum ein Temperaturcomputer so sicher sein kann: Zum einen habe ich mir das vor längerer Zeit mal erklären lassen, aber ich fürchte, ich kann es nicht mehr gut wiedergeben. Es hängt wohl vor allem damit zusammen, dass immer wieder alle möglichen, auch ausgefallene Zyklen in den Lady-Comp eingelesen wurden und so den Algorythmus immer weiter verbessert haben. So dass sozusagen die Software das erledigt, was man selbst sonst macht, wenn man weiß, dass z.B. bestimmte Werte nicht zählen, weil man auf Party war usw. Weiterhin ist der Messfühler des Lady-Comp kein normales Thermometer, sondern er beinhaltet eine ganz spezielle Messtechnik, die auf die Messung im Mund abgestimmt ist. So wird z.B. ein Wert nicht gespeichert, wenn der Messfühler im Mund abrutscht an eine andere Stelle/Temperaturzone. So etwas leistet ja ein normales Thermometer nicht.
Zum anderen kann ich eben aus Erfahrung sagen, dass der Pearl-Index stimmt. Also selbst wenn er gar nicht so hoch angegeben wäre, wüsste ich aus der Erfahrung mit meinen Anwenderinnen, dass Schwangerschaften bei grün sogar noch deutlich seltener sind als in 0,7 % der Fälle. Tatsächlich sind da auch oft Schichtarbeiterinnen dabei, und ich kann mich in all den Jahren nicht mal an einen einzigen Fall erinnern, wo eine Frau gesagt hat, bei ihr würde es nicht funktionieren oder wäre nicht sicher gewesen, weil sie Schicht arbeitet. Warum das so ist, weiß ich auch nicht, aber es scheint ein Alleinstellungsmerkmal zu sein, dass der Lady-Comp so flexibel mit den Messzeiten umgehen kann (natürlich immer nach dem Schlafen) und trotzdem so sicher ist. (Ist natürlich auch super fürs Ausschlafen am Wochenende

)
Zu deiner Frage, ob es sich lohnt: Dass er relativ teuer ist, ist schon richtig. Aber ich sage bewusst "relativ", denn wenn man die Pille nimmt oder Spirale usw., dann kommt das auf Dauer sehr viel teurer. Für mich ist der Lady-Comp definitiv der einzige Verhütungscomputer, dem ich voll und ganz vertraue. Die Sicherheit von 0,7 finde ich für eine Methode, die so einfach ist, ziemlich unschlagbar. Ich könnte meine Arbeit auch gar nicht machen, wenn ich nicht voll und ganz überzeugt davon wäre. Darum finde ich: Ja, es lohnt sich unbedingt! Man gibt für so viele unsinnige Sachen Geld aus - und Verhütung ist doch ein so wichtiges Thema. Und, wie gesagt, sicher ist er wirklich.
Estreya, wie das mit retrospektiv usw. ist, da kenne ich mich nicht so aus, aber da meine Erfahrung mit mehreren Tausend Anwenderinnen die angegebene Sicherheit sogar toppt, ist mir das auch nicht so wichtig. Das ist sozusagen meine ganz persönliche Studie, auch wenn sie wohl nicht so ganz wissenschaftlichen Kriterien genügt

Zu deinem Nicht-Verstehen: Ich verstehe auch nicht, dass so viele Frauen sich ihre Gesundheit mit der Pille ruinieren oder sich einen Fremdkörper einsetzen lassen. Ich glaube, Verhütung ist einfach eine sehr persönliche Sache und es gibt nicht das einzig Wahre für alle. Mit dem Lady-Comp können die Frauen halt natürlich und gesund verhüten, ohne sich in NFP einarbeiten zu müssen. Und es gibt ganz verschiedene Gründe, warum Frauen das so wollen.
Wie gesagt denke ich, dass wir jede Frau unterstützen sollten, die natürlich verhüten möchte - egal wie! Hier ist das NFP Forum, darum wird NFP empfohlen, das ist ja logisch. Wenn es zusätzlich aber zumindest Toleranz für die anderen Möglichkeiten der natürlichen Verhütung gäbe, wäre das schön.