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 Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungen mit Verhütungscomputer? Cyclotest2, Ladycomp
BeitragVerfasst: 17. Januar 2015 19:00 
Du meinst, du verstehst nicht, warum man dann überhaupt GV (ohne Kondom) hat? Die Entscheidung für Kondome müssen auch beide treffen, und wir mögen sie beide nicht. Ich hätte es schon gemacht, um ihn nicht anzustecken, aber er war da zum Glück gar nicht anfällig, und ihm war es ohne einfach viel lieber. Und mal ehrlich, würdest du deinen Mann über Jahre hinweg hinhalten? Es gab Tage, da ging es gar nicht, und Tage, da war es machbar. Man gewöhnt sich irgendwie daran, auch wenn es nicht wirklich toll ist. Und man ist ja dann auch, ähm, etwas vom Schmerz abgelenkt ;-) Es ist schon sehr belastend, wenn es für so ein Problem keine Lösung zu geben scheint, jedenfalls die Ärzte nicht weiter helfen können. Gott sei Dank haben wir das hinter uns.


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 Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungen mit Verhütungscomputer? Cyclotest2, Ladycomp
BeitragVerfasst: 17. Januar 2015 19:54 
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NFP-Prinzessin

Registriert: 16. August 2005 23:04
Beiträge: 5884
Aber ein Mann kann Pilze übertragen, ohne Beschwerden zu haben. Wenn du ohne Kondom GV hast, dann wirst du den Pilz ja allein deswegen kaum mehr los, oder?


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 Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungen mit Verhütungscomputer? Cyclotest2, Ladycomp
BeitragVerfasst: 17. Januar 2015 20:19 
Ach Estreya, wenn man jahrelang damit zu tun hat, kannst du mir glauben, dass man ALLES ausprobiert. Auch die Mitbehandlung des beschwerdefreien Mannes und Kondome. Wenn es aber dann trotz aller Bemühungen Monate und Monate nicht weg geht, warum dann den ohnehin schon ziemlich beschränkten Spaß noch weiter reduzieren, indem man ständig Kondome verwendet, wenn man das nunmal nicht mag. Ich finde es sehr logisch, dass man sich gegenseitig ansteckt, habe aber inzwischen die Erfahrung gemacht, dass es für meine eigene Heilung überhaupt keinen Unterschied machte. Pilze gehören zur normalen Besiedelung dazu, man kann sie nicht vermeiden, auch die Übertragung ist kein Problem, wenn das eigene Immunsystem nicht zulässt, dass sie sich übermäßig ausbreiten. Ich habe in all den Jahren schon alles erlebt: Dass der Pilz kurzzeitig weg war und ohne jeglichen sexuellen Kontakt wieder kam (oft), und sogar dass er kurz nach GV statt schlimmer zu werden eine Zeitlang verschwand. Also da gibt es echt alles, und die Zusammenhänge sind nicht so einfach wie man zuerst glaubt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungen mit Verhütungscomputer? Cyclotest2, Ladycomp
BeitragVerfasst: 18. Januar 2015 00:41 
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neu hier

Registriert: 12. Januar 2015 19:30
Beiträge: 15
NFP seit: 5 Jahren
Deswegen habe ich bisher auch nie was gesagt, weil ich ja weiss, dass hier im Forum Computer sehr verschrien sind. Ich habe tatsächlich besagte Studie mit den zweifelhaften Methoden des Ladycomps jetzt zahlungspflichtig heruntergeladen, falls es also jemanden doch noch interessiert, kann ich das gerne verschicken. Ist natürlich spannend, dass meine Meinung "fragwürdig" ist, während andere Computer in den Himmel gelobt werden. Nun ja, ich find's einfach schade, dass man so gar nichts Kritisches sagen kann und ja, klar empfehle ich den cyclotest, weil ich damit ja gut klar komme. Genau so wie andere User hier gerne andere Compis oder klassische NFP empfehlen können. Genau darum geht's doch, oder hab ich da was falsch verstanden? Wie gesagt, ich steh zu meiner Meinung, jeder kann gerne mit ner anderen Methode verhüten. So seh ich das :-)
@Inala: Heisst das, du kannst tatsächlich nur die Temperatur messen und auswerten? Dann wäre ja die Frage, warum überhaupt Computer und nicht nur einfach Termometer?
@Estreya: Die Frage stelle ich mir auch gerade ...


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 Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungen mit Verhütungscomputer? Cyclotest2, Ladycomp
BeitragVerfasst: 18. Januar 2015 01:41 
Regina, ich will dir nicht mehr antworten. Ich habe inzwischen gesehen, dass du dich extra neu angemeldet hast, um hier zu posten. So ein Zufall. Zusammen mit dem Inhalt deiner Postings, die wieder und wieder bestätigen, dass du hier einfach nur Werbung und Antiwerbung machst, gibt das ein ziemlich eindeutiges Bild. Angeblich hast du nun sogar extra noch etwas "bezahlt", um hier in einem Forum, wo du gerade neu angemeldet bist, bessere Argumente zu haben. Sehr glaubwürdig. :roll:

Wer tatsächlich ernsthaft etwas wissen möchte, dem antworte ich ansonsten gern, auch wenn mein Wissen ein paar Jahre alt ist, aber sooo viel wird sich schon nicht geändert haben. Aber eigentlich bleibe ich lieber bei dem anderen Thema, da ich weiß, dass ich nicht die einzige bin, die von chronischem Pilz geplagt war, und vielleicht kann ich ja der einen oder anderen einen Tipp geben, auch wenn es nur indirekt mit NFP zu tun hat.


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 Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungen mit Verhütungscomputer? Cyclotest2, Ladycomp
BeitragVerfasst: 18. Januar 2015 09:58 
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Moderatorin

Registriert: 6. Juli 2005 09:20
Beiträge: 12769
NFP seit: Juli 2005
Bitte kommt doch hier zum Theadthema und zu einer sachlichen Auseinandersetzung mit demselben zurück. Persönliche Angriffe und Unterstellungen helfen keinem weiter.

Dina für das Moderatorinnenteam

_________________
Saruman believes it is only great power that can hold evil in check, but that is not what I have found. I found it is the small everyday deeds of ordinary folk that keep the darkness at bay. Small acts of kindness and love - Gandalf (aus The Lord of the Rings von J. R.R. Tolkien)


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 Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungen mit Verhütungscomputer? Cyclotest2, Ladycomp
BeitragVerfasst: 18. Januar 2015 13:44 
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neu hier

Registriert: 18. Januar 2015 12:42
Beiträge: 13
Hallo,

ich verfolge die Diskussion schon ein paar Tage, hatte aber unter der Woche einfach keine Zeit, mich einzuklinken. Heute hatte ich endlich mal Zeit, mich hier zu registrieren.
Ich bin eine Beraterin für den Lady-Comp, und es fällt mir schwer, hier zuzusehen, wie das Gerät schlecht gemacht, als fragwürdig hingestellt usw. wird. Mir geht es NICHT darum, hier Werbung zu machen oder gar was zu verkaufen. Das ist zurecht hier nicht erwünscht und auch nicht meine Absicht. Wozu auch - wer hier liest, ist ohnehin schon auf dem richtigen Weg, und wer mit NFP glücklich ist, braucht keinen Verhütungscomputer.
Ich kann nur bei falschen Aussagen nicht einfach zusehen, d.h. ich möchte gern sachlich Dinge richtigstellen und für Fragen zur Verfügung stehen, soweit ich sie eben beantworten kann.
Ich kann möglicherweise spezielle Dinge nicht beantworten - so kenne ich mich nicht so gut mit Studienbedingungen usw. aus, auch wenn ich natürlich versuchen kann, das eine oder andere in Erfahrung zu bringen. Was ich mitbringe, ist die Erfahrung aus vielen Jahren Beratung, aus der Betreuung von mehr als 4000 Anwenderinnen. Ich denke, das ist schon repräsentativ. Mich bezahlt niemand dafür, dass ich hier schreibe, sondern ich stehe einfach selbst hinter dem, was ich tue.

Regina, mich würde interessieren, wo du die Studie kostenpflichtig runterladen konntest. Kannst du mir da bitte den Link sagen? Ich würde den gern auch an andere Interessierte weiter geben.
Meines Wissens wertete die mir bekannte klinische Studie mehr als 8000 Zyklen aus und es wurden die tatsächlich eingetretenen Schwangerschaften während 2 Jahren berücksichtigt. Der Pearl-Index war 0,6-0,7. Ich wüsste kein anderes Gerät, das eine so große, also wirklich statistisch relevante und herstellerunabhängige klinische Studie hat. Aber ich habe auch nicht vor, die Geräte gegeneinander auszuspielen, da ich der Ansicht bin, wir ziehen alle am gleichen Strang, also alle Verhütungscomputer und NFP, und eigentlich sollten wir uns gegenseitig unterstützen anstatt uns zu bekämpfen.

Aus meiner Erfahrung heraus kann ich diesen Pearl-Index bestätigen, bzw. ist er sogar noch geringer. Aus meiner Erfahrung, damit meine ich, dass ich davon ausgehe, dass die Lady-Comp Anwenderinnen, die ich betreue und die bei grün schwanger werden, sich vermutlich bei mir melden würden (ich täte das jedenfalls :-)). Und das kommt noch deutlich seltener vor als in 0,7 % der Fälle. Die meisten verwenden den Lady-Comp viele Jahre und es klappt sehr gut.

Ich hoffe jetzt auf einen konstruktiven und sachlichen Fortgang der Diskussion und würde mich freuen, wenn ihr Fragen an mich habt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungen mit Verhütungscomputer? Cyclotest2, Ladycomp
BeitragVerfasst: 18. Januar 2015 18:45 
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NFP-Prinzessin

Registriert: 16. August 2005 23:04
Beiträge: 5884
Ums Bekämpfen geht es nicht. Man sollte nur die Sicherheit sachlich und richtig darstellen. In dem Fall sind dann auch Computer ok, wenn man es weniger sicher haben mag. Auch, wenn sich mir nie erschließen wird, warum man so viel Geld ausgibt, wenn ein einfaches Thermometer nicht weniger sicher ist. Die alleinige Temperaturmethode hat ja ebenfalls einen PI von 0,7.
Ich habe eben nochmal in NFP Heute nachgelesen, wo erklärt wird, dass die Studie nicht als zuverlässig erachtet wird weil der PI retrospektiv ermittelt wurde. Zudem ist die Anzahl der angegebenen fruchtbaren Tage gegenüber Sensiplan erhöht. Stiftung Warentest gibt der Empfängnissicherheit lediglich eine 3,7.

Erfahrungen von Einzelpersonen sind leider grundsätzlich nicht besonders aussagekräftig.

Ich als NFP-Beraterin würde immer vehement von Computern abraten, da diese Geldinvestition unnötig ist und ich keiner Klientin eine Verhütungsmethode empfehlen würde, die nicht sicher ist.


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 Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungen mit Verhütungscomputer? Cyclotest2, Ladycomp
BeitragVerfasst: 18. Januar 2015 22:34 
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neu hier

Registriert: 12. Januar 2015 19:30
Beiträge: 15
NFP seit: 5 Jahren
Hallo Lesa!
Erstmal danke für's Einschalten und den etwas sachlicheren Einstieg ins Thema. Ist ja Wahnsinn, wie man hier bombardiert wird. Ich hab dieses Forum schon länger beobachtet und genau deswegen mich auch nie getraut was zu posten. Ich beziehe mich auf diese Studie: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/9820928
Soweit ich das Ganze verstehe, wurden über einen Fragebogen die "Zyklusdaten" ermittelt. Pro Userin wird die Länge eines Zyklus nachträglich erfragt - ohne Gegenkontrolle durch medizinische Untersuchungen. Zumindest konnte ich dafür in der Studie nichts finden. Nun habe ich eben Zweifel, wie ein Temperaturcomputer (was es ja letztendlich ist), einen so guten Pearl Index erhalten kann, wenn die Temperaturmethode an sich doch bei einem Pearl Index von 3 liegt (wobei ich auch hier vermuten würde, dass eigene Auswertung einen besseren PI erhält als Computer, ist aber nur ne Vermutung). Symptothermale Computer liegen sonst mit 2 Merkmalen bei 1. Zumal ich auch gesehen habe, dass Ladycomp für Frauen mit Schichtdienst empfhohlen wird - was mich auch doch sehr stark grübeln lässt, da ich mir ziemlich sicher bin, dass bei Schichtdienst wirklich nur NFP klassisch sicher ist.
Ist diese Studie veraltet? Habt Ihr neue Studien betrieben bei LadyComp, von denen ich noch nichts weiss? Wie gesagt, bei mir ist's ne Weile her, dass ich mich ins Thema eingelesen habe. Ich hatte die Studie nicht mehr finde, hab sie mir deswegen sicherheitshalber nochmals runtergeladen. Dass auch das verdächtig ist, finde ich auch spannend. Aber das ist ja ein anderes Thema.
Nun ist dieser Computer auch wahnsinnig teuer, von daher dann auch nochmals die Frage: lohnt sich das dafür wirklich?
@Inala - die Thread-Erstellerin hast ziemlich explizit zu beiden Computern gefragt und da ich fand, dass meine Posts vielleicht weiter helfen können, hab ich mal gepostet.


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 Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungen mit Verhütungscomputer? Cyclotest2, Ladycomp
BeitragVerfasst: 19. Januar 2015 01:02 
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neu hier

Registriert: 18. Januar 2015 12:42
Beiträge: 13
Hallo,
Regina, kannst du mir bitte noch den Link geben wo du die Studie gerade kostenpflichtig runtergeladen hast. Auf der angegebenen Seite konnte ich nur die Zusammenfassung auf Englisch finden. Das mit der Länge von dem einen Zyklus würde ich gerne selbst nachlesen, das verstehe ich noch nicht.
Soweit ich weiß, gab es tatsächlich immer wieder auch neuere Studien, z.B. ganz aktuell eine aus Litauen, auch wenn die angegebene wohl die größte war. Der Pearl-Index blieb offenbar immer gleich. Vor kurzem wurde auch eine medizinische Bewertung durch ein unabhängiges Institut vorgenommen, das die hohe Sicherheit bestätigt hat.

Warum ein Temperaturcomputer so sicher sein kann: Zum einen habe ich mir das vor längerer Zeit mal erklären lassen, aber ich fürchte, ich kann es nicht mehr gut wiedergeben. Es hängt wohl vor allem damit zusammen, dass immer wieder alle möglichen, auch ausgefallene Zyklen in den Lady-Comp eingelesen wurden und so den Algorythmus immer weiter verbessert haben. So dass sozusagen die Software das erledigt, was man selbst sonst macht, wenn man weiß, dass z.B. bestimmte Werte nicht zählen, weil man auf Party war usw. Weiterhin ist der Messfühler des Lady-Comp kein normales Thermometer, sondern er beinhaltet eine ganz spezielle Messtechnik, die auf die Messung im Mund abgestimmt ist. So wird z.B. ein Wert nicht gespeichert, wenn der Messfühler im Mund abrutscht an eine andere Stelle/Temperaturzone. So etwas leistet ja ein normales Thermometer nicht.

Zum anderen kann ich eben aus Erfahrung sagen, dass der Pearl-Index stimmt. Also selbst wenn er gar nicht so hoch angegeben wäre, wüsste ich aus der Erfahrung mit meinen Anwenderinnen, dass Schwangerschaften bei grün sogar noch deutlich seltener sind als in 0,7 % der Fälle. Tatsächlich sind da auch oft Schichtarbeiterinnen dabei, und ich kann mich in all den Jahren nicht mal an einen einzigen Fall erinnern, wo eine Frau gesagt hat, bei ihr würde es nicht funktionieren oder wäre nicht sicher gewesen, weil sie Schicht arbeitet. Warum das so ist, weiß ich auch nicht, aber es scheint ein Alleinstellungsmerkmal zu sein, dass der Lady-Comp so flexibel mit den Messzeiten umgehen kann (natürlich immer nach dem Schlafen) und trotzdem so sicher ist. (Ist natürlich auch super fürs Ausschlafen am Wochenende ;-))

Zu deiner Frage, ob es sich lohnt: Dass er relativ teuer ist, ist schon richtig. Aber ich sage bewusst "relativ", denn wenn man die Pille nimmt oder Spirale usw., dann kommt das auf Dauer sehr viel teurer. Für mich ist der Lady-Comp definitiv der einzige Verhütungscomputer, dem ich voll und ganz vertraue. Die Sicherheit von 0,7 finde ich für eine Methode, die so einfach ist, ziemlich unschlagbar. Ich könnte meine Arbeit auch gar nicht machen, wenn ich nicht voll und ganz überzeugt davon wäre. Darum finde ich: Ja, es lohnt sich unbedingt! Man gibt für so viele unsinnige Sachen Geld aus - und Verhütung ist doch ein so wichtiges Thema. Und, wie gesagt, sicher ist er wirklich.

Estreya, wie das mit retrospektiv usw. ist, da kenne ich mich nicht so aus, aber da meine Erfahrung mit mehreren Tausend Anwenderinnen die angegebene Sicherheit sogar toppt, ist mir das auch nicht so wichtig. Das ist sozusagen meine ganz persönliche Studie, auch wenn sie wohl nicht so ganz wissenschaftlichen Kriterien genügt ;-) Zu deinem Nicht-Verstehen: Ich verstehe auch nicht, dass so viele Frauen sich ihre Gesundheit mit der Pille ruinieren oder sich einen Fremdkörper einsetzen lassen. Ich glaube, Verhütung ist einfach eine sehr persönliche Sache und es gibt nicht das einzig Wahre für alle. Mit dem Lady-Comp können die Frauen halt natürlich und gesund verhüten, ohne sich in NFP einarbeiten zu müssen. Und es gibt ganz verschiedene Gründe, warum Frauen das so wollen.

Wie gesagt denke ich, dass wir jede Frau unterstützen sollten, die natürlich verhüten möchte - egal wie! Hier ist das NFP Forum, darum wird NFP empfohlen, das ist ja logisch. Wenn es zusätzlich aber zumindest Toleranz für die anderen Möglichkeiten der natürlichen Verhütung gäbe, wäre das schön.


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 Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungen mit Verhütungscomputer? Cyclotest2, Ladycomp
BeitragVerfasst: 19. Januar 2015 15:02 
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NFP-Prinzessin

Registriert: 16. August 2005 23:04
Beiträge: 5884
Ich denke da allerdings anders. Erstens verstehe ich nicht, warum man eigene Erfahrungen als Maßstab setzt. Es ist doch eigentlich klar, dass die nicht aussagekräftig sind.
Zweitens bin ich kein Freund von unsicheren Verhütungsmitteln, weil ich deren Sinn nicht verstehe. Und ich bin auch kein Freund von Abzocke, das ist es für mich, wenn man viel Geld für etwas ausgibt, das es auch günstig gibt. Daher rate ich vehement von den Computern ab. Ich bin vielmehr dafür, dass Sensiplan sich von all den Methoden abhebt, die so unsicher sind und sich auch klar davon distanziert.


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 Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungen mit Verhütungscomputer? Cyclotest2, Ladycomp
BeitragVerfasst: 19. Januar 2015 15:41 
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Ersthelferin a.D.

Registriert: 8. Januar 2009 14:07
Beiträge: 6890
Na, da kann man ja schon die Kirche im Dorf lassen… 0,7 ist auch ein recht guter PI. Und wem das für das eigene Sicherheitsbedürfnis ausreicht, für sich Vorteile in Computern sieht und das Geld ausgeben will, kann das ja gerne machen.
Der PI von Dias oder Kondomen steht nicht besser da und wird trotzdem von vielen hier im Forum als Methode während der fruchtbaren Zeit genutzt.
Nur dass manche_r Apotheker_in einem gleich einen Computer aufschwatzen will, wenn man nach einem zweistelligen Themomether fragt, nerv halt – weil sensiplan eben keine entsprechenden Werbeetat hat, aber von der Sicherheit höher anzusetzen ist.

Für mich persönlich kommt noch dazu, dass ich eine Auswertung durch einen Computer entmündigend finde – man hat keinen Einblick in die Logarithmen, mit denen ausgewertet wird, und es wird suggeriert, dass der Computer einem die Entscheidung abnehmen kann, ob man fruchtbare oder unfruchtbare Tage annimmt.
Sensiplan verbinde zudem ich mit einer Steigerung des Vertrauens in meine eigenen Fähigkeiten und in die meines Körpers – ich bezweifle, dass sich das mit einer Computerauswertung so auch entwickelt hätte. Es ist mehr als eine Verhütungsmethode für mich.

Gerade, weil Verhütung eine so wichtige Sache ist, würde ich sie nie geheimnisvollen Berechnungen mit einer niedrigeren Sicherheit als sensiplan überlassen. Wenn ich einmal falsch auswerten sollte, ist es meine eigene Verantwortung.

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 Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungen mit Verhütungscomputer? Cyclotest2, Ladycomp
BeitragVerfasst: 19. Januar 2015 16:05 
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NFP-Prinzessin

Registriert: 16. August 2005 23:04
Beiträge: 5884
@ thoe, 0,7 wären ein guter PI, da hast du recht. 0,7 ist der PI der Temperaturmethode. Nur ist davon auszugehen, dass man mit dem Ladycomp eben nicht so einen guten PI erreicht, weil die Studie nicht aussagekräftig ist. Anders gesagt weiß man überhaupt gar nicht, welchen PI man ansetzen könnte.
Wie ich geschrieben habe gibt Stiftung Warentest für die Sicherheit gerade mal eine 3,7.

Der PI von Dias (OT) ist genauso unbekannt. Auch da fehlen gute Studien.


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 Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungen mit Verhütungscomputer? Cyclotest2, Ladycomp
BeitragVerfasst: 19. Januar 2015 16:41 
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Ersthelferin a.D.

Registriert: 8. Januar 2009 14:07
Beiträge: 6890
Estreya hat geschrieben:
Nur ist davon auszugehen, dass man mit dem Ladycomp eben nicht so einen guten PI erreicht, weil die Studie nicht aussagekräftig ist.

*kopfkratz* „Nicht aussagekräftig“ bedeutet doch eher, dass man den PI nicht genau weiß. Ob er dann zwangsläufig schlechter ist, find ich jetzt keine zulässige Schlussfolgerung.
Aber klar, an die Datenbank von sensiplan, die der unabhängigen Forschung entstammt und schon über 30 Jahre ongoing Zyklen liefert, kommt erstmal keine andere Studie dran.

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 Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungen mit Verhütungscomputer? Cyclotest2, Ladycomp
BeitragVerfasst: 19. Januar 2015 17:15 
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Registriert: 18. Januar 2015 12:42
Beiträge: 13
thoe, vielen Dank für deine sachliche Beteiligung. Ich denke ja eigentlich nicht, dass jemand eine aufwändige klinische Studie über zwei Jahre mit mehr als 600 Frauen durchführen lässt, wenn diese dann nicht aussagekräftig ist. Zumindest kann man nicht gleichzeitig dann mit Stiftung Warentest argumentieren (da waren es jeweils nur 15 Frauen, Auswertung von einem einzigen Zyklus). Ich finde da eher letzteres wenig bis gar nicht aussagekräftig. Aber wie ich anfangs schon sagte - ich bin echt keine Statistikerin und kenne mich nicht wirklich gut mit Studienbedingungen aus, meine Erfahrung mit über 4000 Anwenderinnen sagt mir da mehr. Und diese stimmt mit 0,7 überein bzw. ist sogar weit besser.
Mit deinen Argumenten, dass du mit Sensiplan deinem Körper noch mehr vertrauen lernst, kann ich aber mitgehen. Zwar berichten das auch viele Lady-Comp Anwenderinnen, aber sicher ist das noch ausgeprägter, wenn man selbst auswertet.
Estreya, ich respektiere deine Abneigung gegen Verhütungscomputer, aber gegen das wort Abzocke möchte ich mich verwehren.

Eines möchte ich noch sagen: Ich habe eine Bekannte, die Sensiplan-Instruktorin ist. Sie hat sich irgendwann entschieden, für die Frauen, die aus irgendwelchen Gründen Sensiplan nicht anwenden wollen, mögen oder können, nach dem sichersten Verhütungscomputer zu suchen. Sie hat sich für Lady-Comp entschieden und sagte mir erst neulich wieder, dass sie immer wieder beeindruckt ist, wie die Auswertungen des Lady-Comp mit ihrer Sensiplan-Auswertung übereinstimmen. Sicher ist das nicht statistisch relevant belegbar, aber sie konnte jedenfalls keinen Unterschied in der Sicherheit feststellen.
Ich finde das eine tolle Einstellung: Sensiplan ist ihre erste Wahl, aber für wen das nicht passt, für den hat sie ohne Dogma eine gute Alternative.

Ich habe mal mit dem Software-Entwickler des Lady-Comp gesprochen und ihn gefragt, ob Lady-Comp in Bezug auf die Temperatur eigentlich genau wie Sensiplan oder Rötzer auswertet oder wie das ist. Er erklärte mir, dass NFP/Sensiplan notwendigerweise mit einer gewissen Einfachheit der Regeln einher gehen muss, weil kein Mensch tausenderlei Sonderfälle mitbeachten kann - der Lady-Comp aber schon. Es sind also vom Prinzip her die gleichen Regeln, nur sind irgendwie viele Sonderfälle mit einbezogen, darum die hohe Sicherheit. So habe ich das zumindest verstanden.


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