Kaethe108 hat geschrieben:
Ich finde das auch sehr befremdlich.
Man meldet sich krank, wenn man nicht mehr zur Arbeit fähig ist. Ob das wegen Unterleibskrämpfen, Migräne oder einer Grippe ist, ist doch erstmal völlig unerheblich.
Wenn eine Frau jeden Zyklus mehrere Tage wirklich arbeitsunfähig ist, liegt wohl eher ein gesundheitliches Problem vor, das behandelt werden muss. Normalzustand ist das jedenfalls nicht.
Die Menstruation ist ein natürl. Vorgang während der Frau vielleicht nicht 100%ig leistungsfähig ist, aber bei regelmäßiger massiver Einschränkung sicher behandlungsbedürftig.
Außerdem wäre Menstruationsurlaub auch innerhalb der Frauen ungerecht: Manche haben Zyklen von 21 Tagen, manche kommen auf wochenlange Monsterzyklen. Manche haben während des ES mehr Symptome, manche nur während der Mens, manche PMS...
Was ich mir viel mehr wünschen würde (von Männern und Frauen): Das Menstruieren nichts mystisches, ekelhaftes ist, sondern zum Leben einer Frau dazugehört. Wer in der vollbesetzten U-Bahn nach Hause fährt begegnet 100 %ig einigen menstruierenden Frauen. Obwohl ich eigentlich ziemlich offensiv bin, würde ich mich vermutlich nicht trauen, mich während der Arbeit auf meine Wärmflasche zu setzen (was mir ernorm hilft und mich in Kombination mit Ingwertee so gut wie krampffrei macht) aus Angst vor Kommentaren, die nicht mal böse gemeint sind, mir aber unterschwellig zeigen würden, dass manche "Eigenschaften" von Frauen nicht erwünscht sind.
Bemerkungen à la: "die kriegt bestimmt bald ihre Tage, so wie die drauf ist" finde ich auch
