Zitat:
Es war ja nicht nur das. Auch war es für Frauen jeden Zyklus ein Sitzen auf heißen Kohlen: bin ich jetzt schwanger oder nicht? Das war ja eher wie Roulette, weil die Frauen ja trotzdem Sex haben wollten. Jeden Zyklus diese Panik würde ich auch nicht haben wollen.
Dass das nicht wirklich zur Befreiung geführt hat, sondern eine neue Art der Verfügbarkeit mit sich brachte, steht ja wieder auf einem anderen Blatt.
Aber viele Frauen aus der Frauenbewegung waren damals schon gegen die Pille – nur von denen hört man meistens nicht so viel.
Hm ja das stimmt schon. Aber Kondome bringen doch im Endeffekt auch eine Sicherheit.
Zitat:
Das sehe ich auch so. Die Pille konnte die Frau auch heimlich schlucken und so eigenverantwortlich verhüten, ohne auf die Erlaubnis vom Mann angewiesen zu sein. An und für sich finde ich die Pille auch nicht grundsätzlich böse, sie tut schließlich das, was sie soll, sehr zuverlässig und sicher (wenn man sie richtig einnimmt). Es gibt genug Medikamente, die ihren Zweck nur teilweise erfüllen und wesentlich schlimmere NW haben. Man sollte sich halt bewusst sein, dass sie ein dauerhaft eingenommenes Medikament mit entsprechenden Nebenwirkungen und kein Bonbon ist, aber das ist ja häufig nicht der Fall.
Ja das ist das was ich meine. Im Grunde war die Pille dann eben eine Symptombekämpfung - das Frauen eben nicht emanzipiert waren.
Ich als Frau kann ja auf Kondome bestehen und sie auch selber drauf machen. Daher bin ich ja nicht vom Mann abhängig.
Es ist so, dass ich aus einer Familie stamme bei der die Frauenrechtsbewegung sehr aktiv war. Meine Onkels wie meine Tanten. Dabei hat keine einzige Tante mit der Pille verhütet. Meine Patentante, die Gründerin eines Frauenhauses ist meinte, dass die Pille eben für jene "unemanzipierte" Frauen ein Segen war. Aber die Pille an sich nicht wirklich zu einer Emanzipation geführt hat. Sie ist sogar der Meinung, dass das Bild der Pille als DER Grund für die Emanzipation auch gerade oft von Männern vertreten wird und besondern von den Medien ;).
Meine Oma hat die Pille auch nie genommen, im Gegensatz zu ihren Schwestern. Diese haben, auf drängen ihrer MÄNNER genommen. Mein Opa hat die Entscheidung meiner Oma überlassen und diese wollte es eben nicht. Meine Oma meinte, dass das wohl sehr oft vorkam...die Frauen wollten das oftmals gar nicht da sie Angst hatten vor den Folgen hatten - man wusste damals ja sehr wenig davon.Meine Mutter war Anhängerin der "christlichen Frauenbewegung" und daher von Anfang von NFP überzeugt. Aber das ist natürlich wie alles eine Glaubenfrage......darüber lässt sich lange streiten ^^
Zitat:
"Es gibt zwei fruchtbare Zyklen bei der Frau im Monat. Wenn in diese Zeit enthaltsam gelebt wird, kann es nicht zu einer Schwangerschaft kommen. Wichtig ist die Regulation der Periode mit bestimmten Frauenkräutern, um die fruchtbaren Zeiten genau berechnen zu können. Die Methode hat noch nie versagt. Leider glauben viele Frauen, daß sie nur einen Eisprung pro Monat hätten, doch haben sie in Wirklichkeit zwei. Die kann man mithilfe der Periode und des Mondstands berrechnen."
das mit den Zyklen hab ich auch schon mal gehört...das glauben wirklich viele(wie sonst sollen Zwillinge enstehen?? ;) ) und deshalb ist NFP ja auch so unsicher ;)