Also Hr. Dr. van Santen hat schon eine etwas spezielle Art, die einem liegen muss, er nimmt vieles eher humorvoll, so nach dem Motto "das passt schon alles", war so mein Eindruck. Ich habe mich bei ihm aber eigentlich ganz wohl gefühlt, deutlich besser als bei so mancher Frauenärztin wo ich früher schon war, ich bin also auch etwas speziell^^
Ich denke, da muss sich am besten jede selbst einen Eindruck von machen, ob es passt oder nicht, einfach mal unverbindlich einen Beratungstermin ausmachen (ging sehr schnell bei mir) und dann mal Weitersehen, ich bin auch erstmal ohne Verpflichtungsgedanke zum Beratungsgespräch.
Das Thema Narkose hab ich direkt angesprochen, er hatte es zunächst nicht erwähnt. Möglich wäre vielleicht so eine sch...egal Spritze, aber in meinem Fall wollte er das nicht machen weil ich Medikamente nehme und er das Risiko nicht eingehen wollte, ist ja auch richtig so, zu meiner eigenen Sicherheit. Da gab es dann nur noch die Möglichkeit im OP-Saal mit Narkosearzt und entsprechenden Geräten.
Positiv fand ich auf jeden Fall, dass ich vor dem Einlegetermin diverse Bögen zum Ausfüllen mitbekommen habe (2 für die Narkose, 1 für die Gynefix), die dann nochmal besprochen wurden. Auf dem Gynefix-Bogen standen ganz neutral die Vorteile, aber auch Risiken/Nebenwirkungen, das fand ich gut, oft wird ja nur Werbung gemacht und vom Negativen will keiner was gewusst haben. Dies war mir persönlich auch sehr wichtig, das man weiß, worauf man sich einlässt. Dies hat er dann nochmal mit mir besprochen, z.B. dass eine feste Partnerschaft bei Spirale und "ungeschützten" Sex wichtig ist wegen des etwas erhöhten Entzündungsrisiko. Auch angesprochen hat er das sehr unwahrscheinliche, aber dennoch mögliche Eintreten einer Schwangerschaft (Was bei "seinen" Gynefixträgerinnen laut seiner Aussage noch nie vorkam).
Zum Thema Nebenwirkungen bei der Pille hat er auch gleich zugestimmt, dass viele Frauen Probleme damit haben (Früher wurde mir oft nur ein Pillenwechsel vorgeschlagen...)
Die Praxis allgemein ist etwas hektisch, der Wartebereich meist voll. Die Empfangsdame war zunächst auch etwas gestresst und launisch, aber später beim Blutabnehmen war sie dann wieder freundlich

Man kann also Glück oder Pech haben^^
Auch als der Narkosearzt kam, etwas verspätet wegen Notdienst, wirkte alles sehr hektisch, das fand ich direkt vor der Narkose jetzt nicht so toll, aber während des Aufklärungsgesprächs wurde er dann auch ruhiger und freundlicher... An diesem Punkt war ich jetzt nicht ganz so zufrieden, das hätte besser laufen können.
Der Ablauf in der Praxisklinik und im OP ging dann schnell und routiniert und ich hab ja alles gut überstanden.
Insgesamt bin ich zufrieden und mir persönlich ist die Erfahrung beim Thema Gynefix wichtiger, da nehme ich die etwas hektische Praxis in Kauf. Ich fühle mich sicherer, wenn der "Profi" die Gynefix regelmäßig kontrolliert und dann kann ich eigentlich auch gleich meine Krebsvorsorge dort machen, wenn das geht. Zu meiner anderen Frauenärztin zu gehen, da hätte ich dann irgendwie Angst mich rechtfertigen zu müssen, ich weiß nicht, wie sie der Gynefix gegenüber eingestellt ist. Ich war schonmal bei einer Ärztin (die war aber auch insgesamt unsympathisch, bin nicht mehr hin), die hat die Gynefix ziemlich schlecht geredet.
Also, das sind meine persönlichen Eindrücke. Am besten einfach ein Beratungsgespräch ausmachen, bei mir war das schon nach 10 Tagen möglich. Und wenn euch die Praxis oder der Arzt gar nicht liegt, dann könnt ihr euch ja noch woanders umsehen
