Püppi hat geschrieben:
... aber mich wirklich dagegen wehre meine Mens als "unnatürlich" zu empfinden!
(.....)
Abgesehen davon halte ich es auch für nicht machbar, mein Essen jedes Mal frisch vom Baum zu pflücken und es ohne Lagerung gleich roh zu verzehren. Wir wohnen nun mal in der Zivilisation mit ihren Umweltgiften und haben unseren Alltag.
Aber jetzt verrate mir doch mal, wie um alles in der Welt Du diesen Artikel gefunden hast?

Da geb ich dir vollkommen recht, Püppi, ich will meine Mens auch nicht als was unnatürliches ansehen, allerdings fände ich es durchaus begrüßenswert, wenn es sich auf irgendeine (natürliche) Weise einrichten ließe, dass sie nicht mehr so schmerzhaft ist, und kürzer darf sie auch gerne sein.

Was das Essen angeht - ich kann mir auch nicht vorstellen, jemals wirklich von Rohkost zu leben, dafür liebe ich Backwerk, Süßigkeiten und Milchprodukte zu sehr... aber ich habe wiegesagt ohnehin vor, deutlich mehr Obst und Gemüse zu essen, Fleisch esse ich sowieso nur wenig und könnte auch ganz drauf verzichten (mein Mann aber nicht

), und zur Vermeidung von Giften lasse ich halt die Finger von Fertiggerichten, kaufe verstärkt Bio-Waren und versuche so viel wie möglich in Eigenproduktion herzustellen (z.B. Brot, Naschereien, später vielleicht auch mal Marmelade und sowas). Ich denke, da kann man schon um einiges gesünder leben, und wenn sich dass dann auch noch positiv auf meine Mens auswirkt, dann freut mich das doppelt.
Wie ich den Artikel gefunden habe? Nun, in einem anderen Forum wurde die Frage gestellt, was die Natur sich eigentlich dabei gedacht hat, als sie den Frauen die Menstruation aufgedrückt hat (also mit anderen Worten: was ist der evolutionstechnische Sinn des Ganzen). Weil ich darauf so gar keine Antwort geben konnte, hab ich mal gegoogelt, und ich hatte noch im Hinterkopf, irgendwann mal gelesen zu haben, dass die Natur gar keine so große Anzahl von Menstruationszyklen im Leben einer Frau vorgesehen hatte (wobei es da darum ging, dass aus der Sicht der Natur Frauen eigentlich ständig entweder schwanger oder stillend sein müssten)... den Artikel hab ich allerdings nicht mehr wiedergefunden, aber dafür eben diesen hier.

nihonna hat geschrieben:
Ich habe den Artikel nicht gelesen, aber mich bei der Zusammenfassung gefragt, wie denn dann die Männer, die ja im Prinzip die gleiche Ernährung und die gleichen Lebensumstände haben ihren "Abfall entsorgen". Da steckt für mich also ein Denkfehler in dieser Theorie.
Ich esse übrigens Fleisch, Eier, etc und habe mal eine stärkere, mal eine schwächere Mens.
Muss nicht unbedingt ein Denkfehler sein - vielleicht entgiften Männer ja gar nicht, weil ihnen einfach dieses Ventil fehlt (das ja, laut Artikel, auch nicht ursprünglich zum Entgiften gedacht war). Wäre doch auch eine gute Erklärung dafür, dass Männer eine geringere Lebenserwartung haben und öfter an Herz- und Kreislaufkrankheiten leiden.
Was deine Ernährung und die Mensstärke betrifft: Ich denke, wenn man das wirklich im Sinne der Artikelschreiber durchanalysieren wollte, dann spielen da noch viel mehr Faktoren mit rein als nur Fleisch und Eier. Wie viel Obst und Gemüse isst du? Isst du viele Süßigkeiten? Fertigprodukte? Machst du Sport (entgiftet ja auch)? Gehst du in die Sauna? Hast du mal mehr und mal weniger viel Stress? Usw usf. (Diese Fragen musst du jetzt natürlich nicht beantworten, ich wollte nur mal darauf hinweisen, dass "Lebensstil" aus weit mehr besteht als nur "ich esse Fleisch" vs "ich bin Vegetarier". Und Mensstärke besteht auch aus weit mehr als nur "stark" vs "schwach". Wirklich beantworten ließe sich die Frage nach dem Einfluss der Ernährung auf die Mensstärke sowieso nur durch eine langfristige, wissenschaftliche Untersuchung.)
SChaf hat geschrieben:
Ok, aber wer weiß vielleicht dürfen die Frauen dann das Dorf nicht verlassen oder so

Kann gut sein, aber es ging mir bei meinen Grüblereien eher um den evolutionstechnischen Aspekt: Wie haben Menschenfrauen jahrtausendelang in der Wildnis mit blutrünstigen Tieren überlebt, wenn sie durchschnittlich alle 28 Tage fast ne Woche lang ausgiebig bluten? Schien mir einfach überlebenstechnisch eine ausgesprochen unpraktische Einrichtung zu sein, und normalerweise ist die Natur in solchen Dingen ja eher sehr zielgerichtet. So lange man ihr nicht dazwischenpfuscht, wie wir Menschen das ständig tun.