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 Betreff des Beitrags: Re: Kurven, bei denen die aktuellen Sensiplan-Regeln versage
BeitragVerfasst: 28. März 2014 19:14 
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Hochlagenjunkie

Registriert: 13. März 2012 23:13
Beiträge: 732
NFP seit: 03/2012
Ich verstehe glaube ich recht gut was du meinst. Bei mir war es Zyklus 15, der mich ziemlich aus der Bahn geworfen hat. Ich hatte da ähnliche Gedanken wie du.

Mir hat da zweierlei geholfen:
1. Die Aussage einer Userin (ich weiß leider nicht mehr wer es war und kann auch nur die Kernaussage wiedergeben): "Es ist noch lange nicht gesagt, dass in solchen Ausnahmezyklen überhaupt eine SS entstehen kann. Ob ein falsch platzierter GV also negative Folgen hätte. Ganz im Gegenteil ist es eher so, dass in solchen Zyklen die Chancen sehr, sehr gering sind, dass das Ei wirklich zu einem Kind werden könnte."
Ich hab nicht den Hauch einer Ahnung ob das stimmt, aber irgendwie hat es mich beruhigt...
Denn was dafür spricht ist z.B. die absolut ungewöhnlich kurze Dauer des Gesamtzyklus. Da hätte sich wohl kein Ei halten können.
Dein fraglicher Zyklus ist ja auch sehr kurz oder froggy?

2. Ich hab mir wieder bewusst gemacht, dass es 100% Sicherheit nicht gibt. Es gibt immer ein Restrisiko. Und mag es noch so gering sein. Auf der anderen Seite heisst das aber auch: Trotz des immer vorhandenen Risikos passiert nur sehr selten wirklich was. Insofern: Ich vertraue den Regeln heute ein bisschen weniger, dafür habe ich aber irgendwie mehr Vertrauen in die Unvorhersehbarkeit gewonnen. Kann man das irgendwie verstehen? *lach*

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 Betreff des Beitrags: Re: Kurven, bei denen die aktuellen Sensiplan-Regeln versage
BeitragVerfasst: 28. März 2014 20:15 
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hat sich gut eingelebt

Registriert: 21. Juni 2007 20:12
Beiträge: 166
Ja, ja und ja :-)

Geht/ging mir sehr ähnlich, AkZee. In meinem Kopf ist NFP einfach schon so sicher, dass ich völlig ausgeblendet hatte, dass es überhaupt noch einen Methoden-PI gibt. Aber den gibts schließlich auch bei anderen Verhütungsmitteln.

Was mich glaub ich anfangs ein wenig gestört hat, ist die Sache, dass immer zuerst von einem Anwenderfehler ausgegangen wird. Und ohne das jetzt böse zu meinen, weil ich ja auch sehr daran interessiert war woran es lag und mir am Ende selbst nicht mehr sicher war, ob ich irgendwas falsch gemacht habe, besteht da scheinbar schon eine ziemliche Empfindlichkeit gegenüber dem Thema Methodenversagen. Auch wenn ich es selbst hätte besser wissen müssen und es sicherlich auch wahr ist, dass es angebracht gewesen wäre, vorsichtig zu sein, bleibt es ein Methodenversagen.

Mich haben aber die Punkte, die du aufgeführt hast, AkZee, auch wieder auf den Boden geholt. Vor allem Punkt 1. Ich konnte mir einfach nicht vorstellen, dass mein Körper in diesem Zyklus bereit für eine Schwangerschaft wäre.

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 Betreff des Beitrags: Re: Kurven, bei denen die aktuellen Sensiplan-Regeln versage
BeitragVerfasst: 28. März 2014 21:34 
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NFP-Prinzessin

Registriert: 16. August 2005 23:04
Beiträge: 5884
Sensiplan versagt aber de facto nur, wenn eine Schwangerschaft entsteht. Solange das nicht passiert, kann es auch mal Ausreißerverschiebungen und komische Kurven geben. Aber schwanger werden muss man dann auch noch ;).


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 Betreff des Beitrags: Re: Kurven, bei denen die aktuellen Sensiplan-Regeln versage
BeitragVerfasst: 28. März 2014 22:54 
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hat sich gut eingelebt

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Beiträge: 166
Hm, dann wäre also z.B. ein gerissenes Kondom nur dann ein Methodenversagen, wenn ich auch schwanger werde? *kopfkratz*

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 Betreff des Beitrags: Re: Kurven, bei denen die aktuellen Sensiplan-Regeln versage
BeitragVerfasst: 28. März 2014 22:59 
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NFP-Guru

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Beiträge: 2679
NFP seit: 2011
Genau. *zustimm*
Der PI gibt ja die tatsächlich entstandenen Schwangerschaften an und nicht die Möglichkeiten, in denen es theoretisch zu welchen kommen konnte.

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 Betreff des Beitrags: Re: Kurven, bei denen die aktuellen Sensiplan-Regeln versage
BeitragVerfasst: 28. März 2014 23:35 
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Moderatorin

Registriert: 6. Juli 2005 09:20
Beiträge: 12769
NFP seit: Juli 2005
AkZee hat geschrieben:
Denn wenn ich überzeugt davon bin, dass der PI durch stures Anwenden der Regeln entstand, dann kann ich auf der anderen Seite nicht wirklich sowas diffuses wie "Bei Ungewöhnlichem lieber vorsichtig sein" nennen.

Ich schrieb das schon mal, für mich hat N+S in seiner Gesamtheit Regelcharakter und nicht nur die Dinge, da eingerahmt sind oder sonst wie hervorgehoben da stehen. Und da der Hinweis, bei ungewöhnlichem Zyklusgeschehen lieber vorsichtig zu sein und weiterzuverhüten in N+S steht, beachte ich den auch. *nixweiss*

Das hat für mich viel damit zu tun, dass es sich bei meinem Körper eben nicht um eine Maschine handelt, die innerhalb gewisser Toleranzen von vorgegebenen Regeln abweichen kann.

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Saruman believes it is only great power that can hold evil in check, but that is not what I have found. I found it is the small everyday deeds of ordinary folk that keep the darkness at bay. Small acts of kindness and love - Gandalf (aus The Lord of the Rings von J. R.R. Tolkien)


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 Betreff des Beitrags: Re: Kurven, bei denen die aktuellen Sensiplan-Regeln versage
BeitragVerfasst: 28. März 2014 23:46 
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Die_Erdbeere hat geschrieben:
Genau. *zustimm*
Der PI gibt ja die tatsächlich entstandenen Schwangerschaften an und nicht die Möglichkeiten, in denen es theoretisch zu welchen kommen konnte.


Stimmt, ich habe gerade nochmal nachgelesen :oops:

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 Betreff des Beitrags: Re: Kurven, bei denen die aktuellen Sensiplan-Regeln versage
BeitragVerfasst: 29. März 2014 03:01 
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Interessanter Thread.

Mein 2. Zyklus war gemein.
Wenn ich die ZT 23-28 als die 6 Werte nehme, liegt die HiLi bei 36,7°. Dann hätte ich mit den Messungen an ZT 30-33, die alle über der HiLi liegen, mit der Ausnahmeregel auswerten können, dass 4 Werte über der HiLi sein müssen, aber nicht 0,2° höher. Glücklicherweise hab ich damals nicht damit verhütet. Deshalb bin ich nem "kleinen" Temperaturanstieg gegenüber bei mir misstrauisch.
Die "richtige" 1.hM kam erst an ZT 75.

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Düse weg! Begründung und Abschied hier. Macht's gut!


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 Betreff des Beitrags: Re: Kurven, bei denen die aktuellen Sensiplan-Regeln versage
BeitragVerfasst: 29. März 2014 09:58 
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Moderatorin + Oberwichteline

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Düse, da hätte dich aber die "Temperaturniveau-Regel" vor einer Freigabe gehindert. *freunde* Ich glaube deine Kurve passt auch eher in den "Fiese-Kurven"-Thread. *sonne*

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Revy
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 Betreff des Beitrags: Re: Kurven, bei denen die aktuellen Sensiplan-Regeln versage
BeitragVerfasst: 29. März 2014 10:14 
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Sorry, wenn das ne blöde Frage ist, aber kann man denn im zweiten Zyklus schon von einem erkennbaren Niveau sprechen? Bei einigen ist der Unterschied zwischen TL und HL ja auch nicht so wahnsinnig groß, d.h. wenn man noch nicht mehrere Zyklen gemessen hat, könnte man das doch gar nicht beurteilen, oder?

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 Betreff des Beitrags: Re: Kurven, bei denen die aktuellen Sensiplan-Regeln versage
BeitragVerfasst: 29. März 2014 10:29 
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Moderatorin + Oberwichteline

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Das stimmt, umso achtsamer sollte man sein. Bei Düse lag im vorherigen Zyklus aber die HiLi bei 36,80 was somit ja TL ist. Da sollte man bei einer potenziellen HL mit gleichen Werten schon stutzig werden. *zustimm*

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 Betreff des Beitrags: Re: Kurven, bei denen die aktuellen Sensiplan-Regeln versage
BeitragVerfasst: 29. März 2014 10:33 
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Richtig, das hatte ich mir nicht angesehen. Danke für die Erklärung :)

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 Betreff des Beitrags: Re: Kurven, bei denen die aktuellen Sensiplan-Regeln versage
BeitragVerfasst: 10. April 2014 17:46 
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Hochlagenjunkie

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Froggy hat geschrieben:
Was mich glaub ich anfangs ein wenig gestört hat, ist die Sache, dass immer zuerst von einem Anwenderfehler ausgegangen wird. Und ohne das jetzt böse zu meinen, weil ich ja auch sehr daran interessiert war woran es lag und mir am Ende selbst nicht mehr sicher war, ob ich irgendwas falsch gemacht habe, besteht da scheinbar schon eine ziemliche Empfindlichkeit gegenüber dem Thema Methodenversagen. Auch wenn ich es selbst hätte besser wissen müssen und es sicherlich auch wahr ist, dass es angebracht gewesen wäre, vorsichtig zu sein, bleibt es ein Methodenversagen.
Ja, das seh ich exakt genauso.
Hinterher lässt sich immer leicht sagen "hätte", "wäre", "könnte" und das man "lieber auf Nummer sicher..."
Nur: Kein Zyklust ist gleich! Und genau deshalb ist JEDER neue Zyklus immer ungewöhlich.
Deshalb seh ich es absolut nicht so wie Dina. Es gibt exakt anwendbare Regeln und es gibt irgendwelches schwammig formuliertes Zeug... Das sollte man zwar in jedem Fall berücksichtigen, aber in welchem Maße muss eben jeder selber entscheiden. Ander können da hinterher leicht sagen "Also ich hätte da ja zur Sicherheit...". Aber kann man irgendwie objektiv messen ab 'wieviel' Ungewöhnlichkeit etwas wirklich 'gefährlich ungewöhnlich' wird? Das ist mMn viel zu individuell.

Ich finde auch, dass viele Kommentare etwas zu stark auf Anwenderfehler fixiert sind. Ich kann das aber gut verstehen, denn viele sind sich sooo sicher mit STM, dass es einfacher ist sich zu sagen, man selbst hätte sowas nicht so eingeschätzt u. es ganz anders gemacht. Ich mach das vermutlich genauso. :oops: Aber wie gesagt: Hinterher kann man immer viel reden und auf ein "Hätteste mal..." pochen.

Nur, mit dieser Argumentation zur 'Übervorsichtigkeit' hätte ich persönlich mich schon so oft nicht freigeben getraut, dass mich die Methode mit Sicherheit derartig genervt hätte, dass ich damit aufgehört hätte.
Vor allem als Anfänger hab ich immer versucht mir bei jedem hohen Wert zigtausend mögliche Störfaktoren herbei zu reden, damit ich bloß nicht freigeben kann - nur um auf Nr.SicherSicherSicher zu gehen. *lach* (Das mach ich sogar heute noch manchmal so :oops: ).
Aber das ist in den meisten Fällen nicht nötig und hat sich bei mir im Nachhinein sogar oft als richtiger Blödsinn rausgestellt. Dann hab ich irgendwann angefangen etwas umzudenken.
Ich sehe es jetzt eher so, dass ich erst einen gewissen Mut zum Risiko (= die Regeln und die gemessenen Werte rigoros anzuwenden!) aufbringen musste, damit sich dieser Mut nach und nach in Vertrauen unwandeln konnte.

Bis dann auf einmal ein Zyklus dazwischen flutscht, bei der es mit der ausschließlichen Anwendung der Regeln irgendwie nicht so ganz klappt. *lach*
Aber wie Estreya sagte: Der PI bezeichnet nicht die (Un)-Eindeutigkeit der Regeln, sondern die Anzahl realer Schwangerschaften, die wärend der Anwendung der STM entstanden sind.
Und das ist ein ganz wichtiger Punkt. Selbst ohne jede Verhütung beträgt die SS-Chance nicht mehr als 25%.

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 Betreff des Beitrags: Re: Kurven, bei denen die aktuellen Sensiplan-Regeln versage
BeitragVerfasst: 10. April 2014 19:29 
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Fingerwundschreiberin

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Beiträge: 984
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NFP seit: länger als die Pille \o/
Guter Beitrag, AkZee *daumenhoch* Das "Es gibt exakt anwendbare Regeln und es gibt irgendwelches schwammig formuliertes Zeug" sehe ich wie du. Nichtsdestotrotz ist es natürlich trotzdem legitim, wenn z.B. Dina sagt, für sie ist alles Regel, was in dem Buch steht, egal ob in Regelkästen oder nicht. Da sind wir halt unterschiedlicher Meinung drüber :-)

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 Betreff des Beitrags: Re: Kurven, bei denen die aktuellen Sensiplan-Regeln versage
BeitragVerfasst: 10. April 2014 19:59 
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Hochlagenjunkie

Registriert: 13. März 2012 23:13
Beiträge: 732
NFP seit: 03/2012
Ich seh es schon auch so, dass man diese Hinweise nicht einfach ignorieren darf!
Aber für mich ist das eben keine (eindeutige) Regel. Eine Regel ist "Wenn die dritte hohe Messung 0,2°C über der Hilfslinie ist, dann..." und nicht "wenn ein Zyklus ungewöhnlich erscheint..." Wie gesagt, ab wann ist etwas eindeutig ungewöhnlich? Und deshalb kann für mich eine andere Einschätzung von etwas "Ungewöhnlichem" auch kein Anwendungsfehler sein.

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