Froggy hat geschrieben:
Was mich glaub ich anfangs ein wenig gestört hat, ist die Sache, dass immer zuerst von einem Anwenderfehler ausgegangen wird. Und ohne das jetzt böse zu meinen, weil ich ja auch sehr daran interessiert war woran es lag und mir am Ende selbst nicht mehr sicher war, ob ich irgendwas falsch gemacht habe, besteht da scheinbar schon eine ziemliche Empfindlichkeit gegenüber dem Thema Methodenversagen. Auch wenn ich es selbst hätte besser wissen müssen und es sicherlich auch wahr ist, dass es angebracht gewesen wäre, vorsichtig zu sein, bleibt es ein Methodenversagen.
Ja, das seh ich exakt genauso.
Hinterher lässt sich immer leicht sagen "hätte", "wäre", "könnte" und das man "lieber auf Nummer sicher..."
Nur:
Kein Zyklust ist gleich! Und genau deshalb ist JEDER neue Zyklus
immer ungewöhlich.
Deshalb seh ich es absolut nicht so wie Dina. Es gibt exakt anwendbare Regeln und es gibt irgendwelches schwammig formuliertes Zeug... Das sollte man zwar in jedem Fall berücksichtigen, aber
in welchem Maße muss eben jeder selber entscheiden. Ander können da hinterher leicht sagen "Also ich hätte da ja zur Sicherheit...". Aber kann man irgendwie objektiv messen ab 'wieviel' Ungewöhnlichkeit etwas wirklich 'gefährlich ungewöhnlich' wird? Das ist mMn viel zu individuell.
Ich finde auch, dass viele Kommentare etwas zu stark auf Anwenderfehler fixiert sind. Ich kann das aber gut verstehen, denn viele sind sich sooo sicher mit STM, dass es einfacher ist sich zu sagen, man selbst hätte sowas nicht so eingeschätzt u. es ganz anders gemacht. Ich mach das vermutlich genauso.

Aber wie gesagt: Hinterher kann man immer viel reden und auf ein "Hätteste mal..." pochen.
Nur, mit dieser Argumentation zur 'Übervorsichtigkeit' hätte ich persönlich mich schon so oft nicht freigeben getraut, dass mich die Methode mit Sicherheit derartig genervt hätte, dass ich damit aufgehört hätte.
Vor allem als Anfänger hab ich immer versucht mir bei jedem hohen Wert zigtausend mögliche Störfaktoren herbei zu reden, damit ich bloß nicht freigeben kann - nur um auf Nr.SicherSicherSicher zu gehen.

(Das mach ich sogar heute noch manchmal so

).
Aber das ist in den meisten Fällen nicht nötig und hat sich bei mir im Nachhinein sogar oft als richtiger Blödsinn rausgestellt. Dann hab ich irgendwann angefangen etwas umzudenken.
Ich sehe es jetzt eher so, dass ich erst einen gewissen Mut zum Risiko (= die Regeln und die gemessenen Werte rigoros anzuwenden!) aufbringen musste, damit sich dieser Mut nach und nach in Vertrauen unwandeln konnte.
Bis dann auf einmal ein Zyklus dazwischen flutscht, bei der es mit der ausschließlichen Anwendung der Regeln irgendwie nicht so ganz klappt.

Aber wie Estreya sagte: Der PI bezeichnet nicht die (Un)-Eindeutigkeit der Regeln, sondern die Anzahl realer Schwangerschaften, die wärend der Anwendung der STM entstanden sind.
Und das ist ein ganz wichtiger Punkt. Selbst ohne jede Verhütung beträgt die SS-Chance nicht mehr als 25%.