Hallo moppichen,
meines Erachtens fängt das Regelwerk das aber gut ab... Ich muss ja zum einen sechs niedrige Messungen haben (das geht sich bei Strickliesel ja grade aus), dh da muss ich schon mal sechs Messungen in meiner TL haben, was unter Umständen zwar eine sehr niedrige HiLi bedeuten kann (aber nicht muss), aber da schon mal ein wenig Sicherheit gewonnen ist meines Erachtens, weil ich ja nicht von "einem einzigen" Referenzwert ausgehe, sondern für die HiLi mal sechs Werte genommen werden müssen.
Und dann gibt es zum einen die Regel, dass erst freigegeben werden darf, wenn Hochlageniveau erreicht ist. Bei mir zB war in Zyklus # 8 meine HiLi auch so niedrig, dass meine drei höheren Messungen noch im TL-Niveau waren. Ich konnte zwar noch nicht fertig auswerten, weil die letzte Messung keine zwei Zehntel drüber war (dh ich hab regelkonform eh eine 4. höhere Messung gebraucht!), aber selbst wenn sies gewesen wäre, hätte ich regelkonform noch nicht freigeben dürfen. Zum anderen ist es ja meistens (so wie auch bei mir in Zyklus #8) so, dass es ja die doppelte Kontrolle gibt, und einen der ZS (oder MuMu) davor bewahrt, zu früh freizugeben. In meinem Fall war vermutlich die "echte" ehM erst an ZT 30, was aber grundsätzlich egal ist, weil eben der ZS eine frühere Freigabe verhindert hat.
Verstehst du was ich meine? Ich glaube, dass wenn sechs Messungen passiert sind, und man dann abwarten muss bis man im Hochlageniveau ist und der ZS auswertbar ist, dass da eine weitere Absicherung im Sinne von "noch eine Messung abwarten" grundsätzlich nicht nötig ist. Aber: wenn es dein persönliches Sicherheitsempfinden so verlangt, würde ich das nicht ignorieren.

Was mir aber nicht so klar ist (und da warte ich noch auf eine Ausführung von Dina hinsichtlich einer Kurve von Samson) - ich dachte immer, dass mit der letzten höheren Messung das HL-Niveau erreicht sein muss und damit der Regel ("HL-Niveau erreicht") Genüge getan ist. Bei mir war es nämlich in besagtem Zyklus #8 so, dass ich bis 19.00 Uhr an ZT 30 in allen Kategorien nichts hatte, und erst dann einmal rinnend empfunden hatte. Nachdem man am 3. Tag vom Schleimhöhepunkt (Temperatur war ja auch mit ZT 30 auswertbar) schon abends freigeben kann, hätte ich theoretisch ja schon freigegeben haben können und somit mit ZT 30 alles abgeschlossen haben, mit ZT 30 war ich auch in HL-Temperatur. Ich dachte damals, dass ich regelkonform auch hätte mit ZT 30 freigeben hätte können. Dina hat zu einer Kurve von Samson angedeutet, dass das nicht ausreicht wenn (nur) die letzte Messung in HL-Niveau ist, da hab ich aber noch nichts weiter dazu gelesen.
