Qumaira hat geschrieben:
Ich gebe zu, dass ich auf das Thema Verhütung sehr sensibel reagiere (auch wenn dass Thema Verhütung bei mir inzwischen "von Natur aus" durch ist), weil ich persönlich die Erfahrung machen mußte, dass Verhütung zu 90 % an mir hängen geblieben ist . Das habe ich immer als sehr ungerecht empfunden und bitte daher um Nachsicht, wenn ich hierbei etwas heftig reagiere (Stichwort: "Kraftausdrücke").
Sowas hatte ich vermutet.
Aaaaber...

Zunächst einmal unterschreibe ich bei Püppi. Für mich schließt sich das aus sich selbst heraus aus, dass man mit jemandem eine
Partnerschaft führt und gleichzeitig eine solche Entscheidung fordert bzw. Situation herbeiführt, erzwingt, wie auch immer.
Meine persönliche Haltung zu dem Thema ist weiterhin, dass eine OP kein Spaziergang ist.
Ich für mich habe mir Gedanken darüber gemacht und ich könnte es mir nie verzeihen, wenn meinem Partner etwas geschehen würde, angefangen von Operationsfehlern bis hin zu einer Infektion mit multiresistenten Krankenhauskeimen.
Dass andere (v.a. Männer) da scheinbar/offiziell nicht so reflektiert, ängstlich oder sensibel sind, ist für mich aber kein Argument dahingehend, dass dieses Risiko für sie nicht existiert. Versteht man, was ich meine? Nur weil ein "Kerl" angeblich nicht so "empfindsam" ist, sich über sowas den Kopf zu zerbrechen, steht es mir nicht zu sein "Nein" vor meinem gedanklichen Hintergrund irgendwie zu bewerten.
Und das gilt m.E. desto mehr, je weiter ich mich von mir selbst und meinem Partner wegbewege und zu dem komme, was man im Bekanntenkreis hört (oder hören soll) oder, noch weiter weg, in Foren so liest usw...
Ich bin ich und die anderen sind die anderen.
Zitat:
Ganz konkret geht es mir hier an dieser Stelle eben darum, dass wenn beide keine Kinder wollen, dann doch oft die Frau den Eingriff der Sterilisation bei sich machen läßt - obwohl er eindeutig ein größerer Eingriff ist als beim Mann! - weil die Männer zurückzucken, wirklich mit keinem besseren Argument, dass jemand bei ihnen "da unten" rumschnippelt. Es sind glaube ich auch Ängste um ihre Potenz, die mW aber in keiner Weise gerechtfertigt sind. Und schon wird der Frau wieder der "schwarze Peter" zugeschoben. Nur weil Frauen mutiger sind als Männer, darf das doch nicht so ausgenutzt werden!
Was die Rechtfertigungen (Gründe) angeht, hab ich für mich noch ein weiteres Contra-Argument erschlossen, über das die pragmatisch veranlagten Frauen hier eventuell die Augen verdrehen mögen

, von dem ich aber denke, dass Du vielleicht offen für den gedanklichen Ansatz bist:
Wenn man ein eher gesamtheitliches Weltbild pflegt, dann liegt doch der Eindruck nahe, dass es sich gezeigt hat, dass man nicht an Punkt A etwas verändern kann, ohne dass sich auch an Punkt B eine Veränderung zeigt.
Ob man das jetzt bezieht auf Meridiane, irgendwelche sonstigen Energieströme oder, etwas fundierter, auf hormonelle Veränderungen/Wechselwirkungen, sei erstmal dahingestellt. Aber zu glauben, dass man eine (Achtung Wortwitz!) einschneidende Veränderung herbeiführt, ohne dass sich das auf den Körper in seiner Gesamtheit auswirkt, ist m.E. eine Illusion.
Und solange ich das nicht ausschließen, bewerten, messen, studienbasiert abwägen kann, ob da was passiert und wenn ja was, dann bin ich wieder an dem Punkt angelangt, wo ich das für meinen eigenen Körper evtl. selbst herbeiführen kann, aber immer noch nicht für einen anderen.
Weißt Du, für mich persönlich ist das hier ein großes Thema oder besser gesagt ein großes Problem, mit dem ich mich seit vielen Jahren konfrontiert sehe und für das ich selbst noch keine Lösung gefunden habe. Und ich hab mal ganz ähnlich gedacht, wie Du - damit hab ich meinem

aber ziemlich unrecht getan, deswegen schreib ich hier überhaupt so viel.
Wie das immer so ist, mit persönlichen Erkenntnissen - und mit meinen ganz besonders - können andere nicht unbedingt was damit anfangen. Aber ich lass das mal so stehen...
Zitat:
Ich glaube, dass das immer noch aus altem, partriarchalischem Denken herrührt und das regt mich furchtbar auf.
Voraussetzung dazu wäre, dass patriarchalisches Denken genetisch bedingt bzw. vererbbar ist...

Nein, im Ernst: Wenn man das ganze Bild betrachtet, haben die Männer den größten Teil der Vergangenheit durchaus ihren Teil dazu beigetragen, indem sie z.B. gewisse Pflanzen/Kräuter konsumiert haben. Dass das nun heutzutage nicht mehr transparente, nachvollziehbare Praktiken sind, ist eine andere Geschichte.
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Planet io kurvt auf Umlaufbahn

umschwirrt von zwei maunzenden Satelliten und einem zeitlosen Leitstern ✹
„Wenn Sie sich verwirrt fühlen, fassen Sie sich ein Herz: Sie sind nur in Kontakt mit der Wirklichkeit.“ Dean Rusk