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 Betreff des Beitrags: Re: Verhütungsmythen
BeitragVerfasst: 3. März 2014 19:47 
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NFP-Guru

Registriert: 28. Dezember 2012 19:43
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@AkZee: Ottonormalverbraucher vertraut aber in der Praxis nunmal soweit auf seinen Arzt, dass er/sie nicht von gravierenden NWs ausgeht, wenn der Arzt nicht darauf hinweist. Gerade bei Medikamenten, die gesunden Menschen verschrieben werden - wie eben hormonelle Verhütungsmittel - fände ich es wichtig, dass der Arzt die Risiken und NWs anschneidet und zumindest auf die Packungsbeilage verweist.
Eine Bekannte hatte bereits im Laufe der ersten Blister der Pille eine Thrombose bekommen, die in der PB sogar bei den NWs aufgelistet war. Ihr FA bestritt dennoch den Zusammenhang der Erkrankung mit der Pille und ließ sich schließlich überzeugen, das Präparat doch nicht zu wechseln, weil "der Herr Doktor wird's schon wissen". Ich finde, eine Fachkraft sollte eigentlich so kompetent sein, dass man ihr auch vertrauen kann.

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 Betreff des Beitrags: Re: Verhütungsmythen
BeitragVerfasst: 3. März 2014 20:26 
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Hochlagenjunkie

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:shock: Nach einer Thrombose darf man doch gar keine Pille mehr nehmen :shock:

trika, schau mal hier. Da habe ich meine neue FÄ gefunden, die echt super und *proNFP* ist :-)

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Elfe mit minikleiner Stella im Herzen, Wuselchen (7/17) und Purzelchen (2/20)


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 Betreff des Beitrags: Re: Verhütungsmythen
BeitragVerfasst: 3. März 2014 20:31 
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NFP-Guru

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Im Ernst? :shock: Genau so etwas sollten Ärzte aber schon wissen. *kopfkratz*

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 Betreff des Beitrags: Re: Verhütungsmythen
BeitragVerfasst: 3. März 2014 20:57 
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Hochlagenjunkie

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Die_Erdbeere hat geschrieben:
@AkZee: Ottonormalverbraucher vertraut aber in der Praxis nunmal soweit auf seinen Arzt, dass er/sie nicht von gravierenden NWs ausgeht, wenn der Arzt nicht darauf hinweist.
Es lässt sich ja nun darüber streiten wie "gravierend" die Pillen-NWs jetzt sind.
Aber ganz davon abgesehen, ist dieses blinde Vertrauen genau das was ich meinte. Warum sollte man seinem Arzt so blind vertrauen? Warum schaltet man den eigenen Verstand ab? Warum verzichtet man darauf die Packungsbeilage zu lesen?

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...ist inzwischen schon im 5. NFP-Jahr: Bild :shock:


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 Betreff des Beitrags: Re: Verhütungsmythen
BeitragVerfasst: 3. März 2014 21:14 
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NFP-Guru

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Thrombose, Lungenembolien, Schlaganfall ect. würde ich schon als gravierende Risiken einstufen, wenn man bedenkt, dass diese Medikamente allergrößtenteils gesunden Frauen verschrieben werden und über Jahre hinweg eingenommen werden.
Ich würde auch auf meinen eigenen Verstand hören oder zumindest die PB lesen. Allerdings kenne ich durchaus auch Mädchen, die die PB gar nicht verstehen.
Außerdem finde ich es nicht abwegig, in Bereichen, in denen man sich selbst nicht so gut auskennt, auf Experten zu hören und auf ihre Äußerungen zu vertrauen. Wenn meine Friseurin mir bspw. erklärt, dass eine Haarfarbe weniger aggressiv auf die Haare wirkt als eine Blondierung, gehe ich im Allgemeinen davon aus, dass sie weiß, wovon sie spricht. *nixweiss*

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 Betreff des Beitrags: Re: Verhütungsmythen
BeitragVerfasst: 3. März 2014 21:21 
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Kurven-Rätslerin

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AkZee hat geschrieben:
Die_Erdbeere hat geschrieben:
@AkZee: Ottonormalverbraucher vertraut aber in der Praxis nunmal soweit auf seinen Arzt, dass er/sie nicht von gravierenden NWs ausgeht, wenn der Arzt nicht darauf hinweist.
Es lässt sich ja nun darüber streiten wie "gravierend" die Pillen-NWs jetzt sind.
Aber ganz davon abgesehen, ist dieses blinde Vertrauen genau das was ich meinte. Warum sollte man seinem Arzt so blind vertrauen? Warum schaltet man den eigenen Verstand ab? Warum verzichtet man darauf die Packungsbeilage zu lesen?


Das Problem ist doch das viele Mädchen die Pille in einem Alter bekommen in denen man nicht erwarten kann das sie die Tragweite dieses Medikamentes verstehen. Man darf mit 14 Jahren nicht umsonst kein Auto fahren, nicht heiraten, nicht wählen und haste nicht alles gesehen.

Man verlässt sich auf die Erwachsenen/auf den Arzt, warum sollte man das auch nicht?

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Arthur ließ sich den Gedanken durch den Kopf gehen, erkannte widerstrebend, daß er vernünftig war, faltete ihn zusammen und steckte ihn weg
Das Resturant am Ende des Universums
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 Betreff des Beitrags: Re: Verhütungsmythen
BeitragVerfasst: 3. März 2014 21:24 
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NFP-Guru

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In diesem Fall spielt wohl auch der Gedanke "Wenn sie die Pille nicht nimmt, wird sie natüürlich sofort schwanger. Und wenn sie Angst vor gaaaanz seltenen NWs hat, nimmt sie die Pille nicht regelmäßig." mit. *nixweiss*

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 Betreff des Beitrags: Re: Verhütungsmythen
BeitragVerfasst: 3. März 2014 21:32 
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Schon irgendwie sehr traurig :(

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 Betreff des Beitrags: Re: Verhütungsmythen
BeitragVerfasst: 4. März 2014 01:18 
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AkZee hat geschrieben:
Es lässt sich ja nun darüber streiten wie "gravierend" die Pillen-NWs jetzt sind.
Aber ganz davon abgesehen, ist dieses blinde Vertrauen genau das was ich meinte. Warum sollte man seinem Arzt so blind vertrauen? Warum schaltet man den eigenen Verstand ab? Warum verzichtet man darauf die Packungsbeilage zu lesen?


Das finde ich eben auch! Es ist leider doch meist so, dass die meisten "normalen" (also damit meine ich häufig verschriebenen) Medikamente relativ gut vertragen werden, es gibt natürlich auch welche, die ganz bestimmte NW aufweisen können (wie zB Husten bei ACE-Hemmern) aber in der Regel merken die meisten Patienten gar nichts kommt mir vor. Gelegentliche Kopfschmerzen oder so lassen sich ja nicht zwingend auf das Medikament zurückführen und fallen da denke ich meist gar nicht auf, wenn sie nicht in extremer Form und besonders häufig vorkommen.

Außerdem - wenn ich irgendetwas verschrieben bekomme das ich noch nicht kenne, lautet immer meine erste Frage: was ist das?
Ich kenne noch keinen Doc, der mir das nicht erklärt hätte?! Spätestens in der Apotheke könnte man doch nachfragen. Und wenn es häufige NW gibt (zB BPO und Sonnenempfindlichkeit oder bleichende Wirkung) sagen die Pharmazeuten das häufig dazu, so war es jedenfalls bis jetzt bei mir. Oder eben die Frage: haben Sie das Medikament schon mal genommen? Wissen Sie wie man es einnimmt?

Natürlich passieren auch Fehler... (neulich hat unser Hausarzt meinem Vater was mit Acetylsalicylsäure verschrieben obwohl er einen Blutverdünner einnimmt und das somit eine Kontraindikation ist. Weder der Doc noch die Apo haben es gemerkt.) Der Patient weiß nicht immer über Interaktionen bescheid. Hier liegt die Verantwortung aber darin nachzufragen ob er X mit Y zusammen nehmen darf - ist doch logisch???? Genauso ist es eben mit der Pille finde ich, wenn ich etwas mehrere Jahre hindurch nehmen möchte, kann ich doch wenigstens mal die Packungsbeilage durchlesen?7

EDIT:@Catelyn: ja... da hast du natürlich auch irgendwie recht!

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Liebe Grüße von Samson, die seit Zyklus 131 wieder zur Verhütung durch die Gegend kurvt. *messen*


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 Betreff des Beitrags: Re: Verhütungsmythen
BeitragVerfasst: 4. März 2014 15:24 
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Hochlagenjunkie

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Die_Erdbeere hat geschrieben:
Thrombose, Lungenembolien, Schlaganfall ect. würde ich schon als gravierende Risiken einstufen
Aber bei weitem nicht jede Frau bekommt sowas. Vieles tritt noch nichtmal in signifikanter Menge auf oder ist insgesamt noch sehr umstritten.
Die Pille grundsätzlich als gefährliches und schädliches Medikament darzustellen ist, trotz der vielen guten Gründe dagegen, so nicht richtig.

Zitat:
wenn man bedenkt, dass diese Medikamente allergrößtenteils gesunden Frauen verschrieben werden und über Jahre hinweg eingenommen werden.
Ja eben!!! Spätestens dann sollte man doch von selbst mal nachforschen und sich informieren. Genau das meine ich ja.
Ich verstehe einfach nicht wieso dieses Bewusstsein bei manchen Menschen nullkommagarnicht vorhanden ist. *nixweiss*

Zitat:
Ich würde auch auf meinen eigenen Verstand hören oder zumindest die PB lesen. Allerdings kenne ich durchaus auch Mädchen, die die PB gar nicht verstehen.
Dann könnten sie aber immer noch an geeigneter Stelle nachfragen.
Und irgendwie stellt sich mir da auch die Frage, ob solche Mädchen wirklich schon Sex haben sollen... Etwas was immerhin potentiell eine SS nach sich ziehen könnte.
Aber da trifft wohl catelyns Anwort zu. Die Wahl zwischen Pest und Cholera...

Zitat:
Außerdem finde ich es nicht abwegig, in Bereichen, in denen man sich selbst nicht so gut auskennt, auf Experten zu hören und auf ihre Äußerungen zu vertrauen. Wenn meine Friseurin mir bspw. erklärt, dass eine Haarfarbe weniger aggressiv auf die Haare wirkt als eine Blondierung, gehe ich im Allgemeinen davon aus, dass sie weiß, wovon sie spricht. *nixweiss*
Hm, ich war irgendwie schon immer sehr misstrauisch. Ich persönlich glaube erstmal gar nichts, nur weil es von irgendeinem "Experten" geäußert wird. Aber vermutlich ist es zuviel verlangt, dass bei einer Mehrheit der Menschen zu erwarten.

Gerade dein Bespiel Friseur hat mir schon so einige negative Erfahrungen beschert. Die wussten es immer besser und am Ende ist trotzdem genau das passiert ist, was ich vermutet hatte. Inzwischen geh ich deswegen schon seit vielen Jahren gar nicht mehr zum Friseur. Ich kanns selber einfach besser bzw. mich wesentlich umfangreicher informieren.

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 Betreff des Beitrags: Re: Verhütungsmythen
BeitragVerfasst: 4. März 2014 23:25 
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AkZee hat geschrieben:
Und irgendwie stellt sich mir da auch die Frage, ob solche Mädchen wirklich schon Sex haben sollen...


Damit hat AkZee absolut recht! *zustimm*

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 Betreff des Beitrags: Re: Verhütungsmythen
BeitragVerfasst: 5. März 2014 00:07 
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Fingerwundschreiberin

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AkZee hat geschrieben:
Zitat:
Ich würde auch auf meinen eigenen Verstand hören oder zumindest die PB lesen. Allerdings kenne ich durchaus auch Mädchen, die die PB gar nicht verstehen.
Dann könnten sie aber immer noch an geeigneter Stelle nachfragen.
Und irgendwie stellt sich mir da auch die Frage, ob solche Mädchen wirklich schon Sex haben sollen... Etwas was immerhin potentiell eine SS nach sich ziehen könnte.


Das finde ich ziemlich anmaßend ehrlich gesagt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Verhütungsmythen
BeitragVerfasst: 5. März 2014 00:19 
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Meinst du das ob die Mädels dann überhaupt Sex haben sollen dürfen?

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 Betreff des Beitrags: Re: Verhütungsmythen
BeitragVerfasst: 5. März 2014 00:34 
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Fingerwundschreiberin

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Ja, genau das. Es kann nunmal nicht jede*r alles verstehen. Bei Atomphysik steig ich z.B. auch aus. In vielen Bereichen muss man sich zudem auf Expert*innenmeinungen verlassen. Ich glaube nicht, dass Ihr Euch mit den Risiken von Autoersatzteilen und genauen Reparaturvorgängen befasst, wenn Ihr Euer Auto (so Ihr eins habt) in die Werkstatt bringt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Verhütungsmythen
BeitragVerfasst: 5. März 2014 00:47 
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Ich weiß nicht ob Akzee darauf hinaus wollte - ich jedenfalls nicht.

Ich denke es geht mehr darum, dass man jemanden fragt (einen Experten, in diesem Fall den Pharmazeuten) WENN man etwas nicht versteht. Dass man nicht alles versteht im Leben ist ja klar, aber deshalb hat man eben die Möglichkeit es sich erklären zu lassen.
Dass man versteht wie das Verhütungsmittel wirkt, dass man selbst einnimmt ist für mich nicht zu viel verlangt. Schließlich führt die falsche Handhabung eventuell zu einer Schwangerschaft.

EDIT: bzgl Auto als Beispiel - wenn ich ein Auto fahre mache ich ja den Führerschein, damit ich es benutzen kann. Wenn nun etwas gelb oder rot aufleuchtet, gehe ich zum Experten - in diesem Fall den Mechaniker - und lasse mich beraten bzw eben das Auto reparieren. Aber ich verstehe worauf du dich hinaus willst.
Wie gesagt - ich denke, dass es nicht möglich ist alles im Leben zu verstehen ABER man sollte eben die Möglichkeit nutzen sich etwas erklären zu lassen, wenn es diese denn gibt. Und das ist bei Verhütungsmitteln eben definitiv der Fall.

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