Blubbel hat geschrieben:
Einmal habe ich die Pille danach genommen (und einen Monat später mit NFP angefangen, das war 2007) und der Arzt hat sie mir anstandslos gegeben, weil ich echt Panik hatte (kurz vorm Abi etc.). Es wurde zwar gefragt, wie das mit dem GV und dem Kondom war. Aber der Frage, ob ein ES war oder nicht (was ja eigentlich relevant ist), kam gar nicht auf. An sich müsste ein US gemacht werden, um zu sehen, ob da überhaupt eine Gefahr besteht oder ob der Eisprung schon war.
Also die Wirkweise der PD müsste natürlich deutlicher erklärt werden, aber für viele sind diese Informationen einfach böhmische Dörfer.
Ja, das mit dem US hab ich mir auch schon gedacht. Geht ja wirklich schnell und man würde viele unnötige PD-Gaben vermeiden bzw. könnte den Frauen, bei denen es zu spät dafür ist, zu anderweitiger Notfallverhütung raten!
Aber ich glaube, dass die meisten FAs das nicht machen (interessant wäre, warum nicht?), sondern sofort verschreiben. Wollen die nur sicher gehen? -Ich kenne FAs, bei denen man gar nicht ins Sprechzimmer muss, sondern bei behaupteter Panne gleich ein Rezept bekommt und wieder gehen kann.
Das halte ich nun auch für den falschen Weg...
Hm, als ich sie vor Jahren zum 1. Mal nehmen musste, hat mein Alter FA mich vorher untersucht, auch Ultraschall. Es kann aber auch daran liegen, dass ich genau an dem Tag zum 1. Mal bei ihm war, er also v.a.deswegen untersucht hat?
Ich weiß gerade nicht, ob er einen SS-Test gemacht hat (der ja vor der Rezeptausstellung auch Pflicht ist, da eine SS sicher ausgeschlossen sein muss).
Der Unfall war damals direkt nach der Mens, ZT 5 oder 6. Heute weiß ich, dass diese Einnahme tooootal überflüssig war, v.a. mit Kenntnis meiner Zyklen (1. hM noch nie vor Tag 18).
Aber damals war ich halt jung und hatte Panik - und ich hab damals noch nicht von NFP gewusst, geschweige denn NFP praktiziert, daher hatte ich selbst auch keine Ahnung von meinen Zyklen und wusste nicht, wann der ES vor. kam.
Ich denke, dass Ärzte in solchen Fällen einfach sichergehen wollen und die PD deshalb in jedem Fall geben.
Das 2. Mal vor einigen Wochen war bei "meiner" FÄ.
Sie weiß von NFP und kennt auch meine Zyklen und Kurvenblätter, sieht die regelmäßig. Wir wussten also sofort, wann mit meinem ES zu rechnen ist/dass er noch nicht stattgefunden hatte und sicher noch weit genug entfernt war. US haben wir uns deshalb mal geschenkt.
PD also gemeinsam für notwendig und noch wirksam erachtet und verschrieben.
(SS-Test wurde sicherheitshalber trotz eindeutiger Kurven und sicherem Rückschluss darauf, dass keine SS besteht, gemacht. Auch das finde ich vorbildlich von ihr!)
Ich weiß nicht, wie sie es bei Patientinnen handhabt, die anders verhüten/diese Kenntnisse nicht haben.
Aber zumindest bei mir meinte sie schon damals zu Beginn von NFP, dass die PD nur wirkt, wenn der ES noch weit genug entfernt ist/nicht gerade stattfindet oder gar schon stattgefunden hat. Ich denke, sie würde mir sie auch nur unter diesen Voraussetzungen geben und ansonsten zur Gynefix/Spirale danach raten, wenn ich das Wissen nicht hätte (ich bin damals schon auf so eine PD-Studie aufmerksam geworden und hab das Gespräch dann auf Notfallverhütung gebracht, weil ich wissen wollte, ob sie notfallmäßig Gynefix oder Spirale legt).
Sie ist toll!
Da hab ich, bevor ich sie gefunden habe, schon ganz andere Sachen mit FAs und deren Kenntnissen erlebt.
