|
Hallo ihr Lieben,
war gerade bei meiner FÄ und bin jetzt ziemlich niedergeschlagen, weiß aber auch nicht so genau, was ich von all dem halten soll.
Sie hat mich untersucht und meinte, meine Gebärmutterschleimhaut sei "atrophisch", was wohl soviel heißt wie zurückgebildet. Die Zellwände seien ganz dünn und das weise auf einen extremen Östrogenmangel hin.
Nächste Woche soll ich zur Blutuntersuchung kommen. Sie meinte, es bestehe in nächster Zeit keine Aussicht auf einen Eisprung.
Außerdem hat sie gemeint, dass der Östrogenmangel sich ungünstig auf die Schleimhäute auswirke und sie sich dadurch etwas entzündet hätten, was auch den gelblichen ZS (oder Ausfluss?) erklären würde. Deshalb hat sie mir Östrogenzäpfchen verschrieben, mit denen ich nach der Hormonuntersuchung anfangen soll. Ich weiß aber gar nicht, ob ich das wirklich machen soll.
Schließlich meinte sie dann noch (und das hatte ich erwartet), dass es unter Umständen je nach Ergebnis des Hormonstatus am sinnvollsten sei, bis zum KiWu wieder die Pille zu nehmen, da sich der besagte - bisher nur vermutete - Östrogenmangel ungünstig auswirken könnte. Als ich entgegnete, dass das doch keine Therapie sei und dass ich nach dem nächsten Absetzen der Pille doch dann wieder am gleichen Punkt sei wie jetzt, stimmte sie mir zu. Die Pille soll angeblich die möglichen Schäden verhindern, die der Östrogenmangel anrichten könnte. Danach müsste der Eisprung dann vielleicht künstlich ausgelöst werden, um ein Kind bekommen zu können.
Kurzum, ich fand meinen FÄ-Besuch grauenvoll und fand auch, dass die FÄ mich überhaupt nicht beruhigt hat (was ich ja eigentlich gehofft hatte), sondern mir jetzt richtig Angst gemacht hat. Ich weiß auch nicht, ob ich das alles glauben soll, denn bekanntermaßen schwören ja viele Frauenärzte auf die Pille. Vielleicht liegt das ja auch an den Prämien, die sie von den Pharmavertretern kassieren.
Ich fühle mich bei der Frau irgendwie nicht besonders gut aufgehoben, weil ich den Eindruck habe, dass sie ständig irgendwas untersuchen oder behandeln möchte und mir nie sagen würde, dass man in manchen Fällen vielleicht auch einfach mal abwarten kann - selbst, wenn das so wäre. Ich war erst zweimal bei ihr und beim letzten Mal hat sie mir gleich eine andere Pille (Balanca) verschrieben, weil sie meinte, die Neo Eunomin sei zu stark. Außerdem wollte sie mich auch unbedingt impfen, was ich aber bisher vertrödelt habe.
Jetzt überlege ich, entweder zu einer anderen FÄ (fragt sich bloß welche) oder aber gleich zum Endokrinologen zu gehen. Im Forum war ja auch zu lesen, dass ein Hormonstatus momentan nichts bringt, weil ich nicht am Zyklusanfang bin. Das ist ja das Schlimme, dass man auf die Ärzte angewiesen ist und ihnen vertrauen muss, ohne zu wissen, ob alles richtig und notwendig ist, was sie tun. Und seit ich Privatpatientin bin, habe ich sowieso ständig Angst, nur abgezockt zu werden.
Sorry für den Roman, aber ich bin gerade echt deprimiert. Habe schon die ganze Zeit geheult, auch wenn ich weiß, dass es eigentlich Quatsch ist und ich mich vielleicht nicht so verunsichern lassen sollte. Aber ich hatte gehofft, dass sie sowas sagt wie: das ist ganz normal, dass es dauern kann, bis sich der Körper wieder einspielt. Aber stattdessen kam: Das ist aber nicht normal, wenn Sie schon seit Januar die Pille nicht mehr nehmen, bla bla... Na ja, die erste Aussage hätte ja auch finanziell nicht so viel gebracht...
Mit dem Messen höre ich jetzt erst mal auf, das deprimiert mich momentan nur. Mal sehen, wie es weitergeht.
Liebe Grüße, Kleinkatze
|