Hallo und willkommen Diamond!
Zu allererst: ich finde deine Einstellung bezüglich Verhütung echt klasse und aus der Art, wie du schreibst, bekomme ich den Eindruck, dass du genug Verantwortung und Motivation besitzt, die symptothermale Methode so anzuwenden, dass sie dir den optimalen Schutz bietet und möchte dich daher in deiner Entscheidung für NFP voll unterstützen.
Ich fände es wirklich schlimm, wenn du deinen so wunderbar "funktionierenden" (<- klingt doof) Körper mit einem Medikament aus dem Gleichgewicht bringen würdest, das im Grunde nichts anderes tut, als das, was in dir richtig läuft, aus der Bahn zu werfen.
Die Sache mit dem Druck durch Freundinnen kann ich leider sehr gut nachempfinden, aber glaubst du, von diesen Mädchen ist eine dabei, die sich so viele Gedanken um gesunde und sichere Verhütung gemacht hat und (das schließe ich mal aus deinem Post) soviel über ihren Körper bescheid weiß, wie du?
Du hast vollkommen Recht, wenn du vermutest, dass die meisten nur die Pille nehmen, weil das die "bequemere" Alternative ist. Von der Sicherheit her sind beide gleich. Und es grenzt schon etwas an peinlich, wenn man es so tierisch "unbequem" findet, morgens Temperatur zu messen und sich stattdessen Chemiekeulen reinzieht. Darin besteht für mich so ziemlich der einzige Bequemlichkeits-Unterschied.
In Bezug auf die Sicherheit: wenn dir jemand mit "das ist halt unsicher, weil doch jeder weiß, dass sowas halt unsicher ist" kommt, rechne einfach dessen fundierte Quellen für die Unsicherheit der Methode mit dem, was über NFP Fakt ist, gegen. Das Ergebnis dürfte für sich sprechen.
Ich finde es auch super von deinem Freund, dass er kein Problem mit Kondomen hat (es soll ja schon Jungs gegeben haben, die ihr erstes Mal noch vor sich hatten und rumposaunt haben, was für Gefühlskiller Kondome wären

- genau dieselbe Tour wie "Symptothermal ist ja soo unsicher": zu allem ne Meinung, zu nix ne Ahnung). Ich verstehe selbst nicht, wo das große "Unspontane" bei Verwendung von Gummis liegt. Wenn man sich bevor es zur Sache geht, mal jurz am Fuß jucken muss, dauert das meiner Meinung nach länger, als mein Freund braucht, um so ein Teil zu verwenden. (Warum versuchen Pillen-Anwenderinnen, einem immer weiß zu machen, das Leben mit Pille wäre ein einziger Porno, bei dem man an den exotischsten Orten, in kürzester Zeit die krassesten Stellungen durchpoppt, bei denen keine Möglichkeit für ein Kondom bleibt?

)
Und wenn du anfangs sowieso vorhast, nur in der unfruchtbaren Zeit überhaupt und dann noch geschützt Sex zu haben (was es ja eigentlich garnicht bräuchte, aber ich kann dich verstehen - bin selbst ein kleiner Schisser), kannst du dich mit 100%iger Sicherheit an die Methode herantasten.
Noch zum Thema Frauenarzt: das ist eine reine Sache des Selbstbewusstseins. Anfangs wirst du wohl lange suchen müssen jemanden zu finden, der NFP akzeptiert (noch dazu wo du so jung bist dürfte ssich das als schwierig gestalten

). Und schlimmstenfalls musst du halt für Vorsorge&co. zu einem Hormonfritzen gehen und behaupten, du hättest keinen Freund - dann hören Ärzte gewöhnlich auf, einem die Pille andrehen zu wollen.
Ich bin so extrem

, das ist echt schlimm
Aber ich sehe es (besonders in deinem Fall) so: es ist einfach, wenn man NFP ausprobiert hat und es einem doch nicht gefällt, sich - trotz Bilderbuchzyklen - die Pille zu holen. Aber es kann verdammt schwierig werden, erst die Pille zu nehmen, dann Probleme mit ihr zu bekommen und danach wieder schöne Zyklen pp zu bekommen.