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 Betreff des Beitrags: Jammer-Thread: negative Veränderungen post-pill
BeitragVerfasst: 6. Dezember 2013 14:46 
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nicht mehr ganz so neu

Registriert: 16. Juli 2013 11:35
Beiträge: 81
NFP seit: 27.06.2013
Nach einem halben Jahr ohne Pille (nach 15,5 Jahren durchgehender Einnahme) und den ersten vier Zyklen (glücklicherweise nur die ersten drei etwas lang (gute 40 bis 50 Tage) mit relativ kurzer HL - aber alle auswertbar) muss ich mich jetzt doch mal ein bisschen bei euch auskotzen, möchte aber gleich dazusagen, dass ich absolut *proNFP* bin und die Pille auch nicht wieder nehmen möchte!


Trotzdem gibt es Veränderungen die mich total frustrieren und mit denen ich teilweise so auch nicht gerechnet hatte. Fangen wir mal chronologisch im Zyklusverlauf an:

- Mens: der erste Tag meiner Mens ist deutlich schmerzhafter als unter der Pille, ich blute aber fast gar nicht, fast noch weniger wie unter der Pille (das ist natürlich nicht negativ).

- Tieflage: eigentlich meine liebste Zeit, Libido und Stimmung sind meistens gut, bin relativ "normal" und ausgeglichen. Der Sex macht Spaß (wenn ja auch leider mit Kondom), allerdings hat vor allem mein Mann, aber auch ich ein großes Problem. Viele von euch schreiben positiv, dass sie so viel feuchter sind als mit der Pille. Das ist bei mir auch so, aber das ist alles andere als positiv. Ich bin so feucht, dass ich fast nichts mehr spüre - meinen Mann trifft es noch härter, oft schafft er es gar nicht zu kommen und hört irgendwann frustriert auf, weil er einfach gar nichts spürt. Er leckt mich in der Zeit auch nicht so gerne (tut es aber trotzdem ganz brav ;-)) weil es halt so arg schleimig ist und ich auch nicht mehr so gut schmecke wie unter der Pille.

- Eisprung: viele von euch schwärmen von der grandiosen Libido rund um den Eisprung: ich leide in der Zeit total und kann den Sex überhaupt nicht genießen, weil mein Körper nur "ich will schwanger werden!!!!" brüllt. Wenn er in mir ist existiert in meinem Kopf und Körper nichts anderes als der Wunsch er möge in mir kommen und ich bin total frustriert wenn er das eben nicht tut (bzw. halt ins Kondom).

- Hochlage: gerade am ersten HL-Tag (bei mir immer so ca 3 Tage nach dem Schleimhöhepunkt) war ich jetzt immer total deprimiert. Teilweise konnte ich gar nichts mit mir anfangen, wollte mich nur unter eine Decke legen und heulen. Ich lese mir stundenlang Erfahrungsberichte von Fehlgeburten und ähnlichem durch und trauere meinem "verlorenen" Ei hinterher - wie bescheuert. Zwei Tage drauf bin ich schon wieder heilfroh nicht schwanger geworden zu sein. ;-) Aber die HL wird sonst nicht viel besser. Yeah, endlich ohne zusätzliche Verhütung *bett*! Aber Pustekuchen! Libido? Was ist das? Und wenn wir dann Sex haben spüren wir zwar beide mehr weil ich nicht mehr so schleime, mein Muttermund sitzt aber so tief, dass ich ihn permanent bremsen muss, weil es wirklich unangenehm ist wenn er so volle Kanne dagegenstößt. Habe deswegen meistens dann noch eine Stunde Unterleibsschmerzen nach dem Sex. :-(

- PMS: kannte ich so unter der Pille auch nicht. Letzter Zyklus ganz schlimm. Fast die ganze Hochlage, also über eine Woche: Ich laufe eine Treppe hoch - ich habe das Gefühl gleich zum Weinen anfangen zu müssen. Mein Mann sagt irgendwas - ich schnauze ihn an, obwohl er gar nichts falsch gemacht hat. Ich habe extreme Schwierigkeiten mich zu konzentrieren - echt ein Problem in meinen Jobs. Usw. usf.

Hinzu kommen dann noch so allgemeine Veränderungen wir Haarausfall (hat sich nach 4 Monaten etwas gelegt), schlechte Haut (da stecke ich gerade mitten) und dass meine Brust von einer schönen, prallen 75 B auf ein schlaffes 75 Nichts zusammengefallen ist. :-( Aber diese Punkte werden hier ja an vielen anderen Stellen diskutiert...

Gibt es sonst noch jemand dem es hier ähnlich geht wie mir? Der auch frustriert ist weil nicht alles rosig positiv ist was der neu entdeckte Zyklus so mit sich bringt? Ich denke mit den meisten Dingen werde ich mich irgendwann arrangieren, bzw. hoffe ich dass sich manches auch noch einpendelt und dann nicht mehr ganz so krass ist...

Tut auf jeden Fall gut, dass es dieses Forum hier gibt mit so vielen tollen, offenen, gleichgesinnten Frauen. Danke dafür schonmal!! *daumenhoch*

_________________
Finnyafaer, mit dem wundervollsten Abenteuer an der Hand! Bild.


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 Betreff des Beitrags: Re: Jammer-Thread: negative Veränderungen post-pill
BeitragVerfasst: 6. Dezember 2013 15:00 
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neu hier

Registriert: 6. September 2013 09:01
Beiträge: 8
*rofl* das mit dem Sex während des Eisprungs kenne ich auch. Ich finde den Sex zu der Zeit mega gut und könnte auch ununterbrochen, aber hoffe immer drauf dass er dieses blöde Kondom vergisst, versuche ihn zu einer zweiten Runde zu animieren um ein bissl Sperma in mir zu haben. Zwei Tage später finde ich den Gedanken an ein Kind aber schon wieder sowas von schrecklich.

Die HL macht mir auch sehr zu schaffen. Ich bin so schnell zu unrecht gereitzt, aber im nächsten Moment tut mir das einfach nur unendlich leid, weil mir mein gegenüber ja nie etwas getan hat. Ich bin mir dessen durchaus bewusst, aber dagegen steuern konnte ich bis jetzt nur minimal. Wenn ich weiß meine HL beginnt gerade, stelle ich mich schon drauf ein, etwas ruhiger zu werden und an mich zu halten.
Die Libido ist zwar da (wenn auch weniger als in der TL) jedoch habe ich auch das Problem mit dem Muttermund. Ich mag es schon auch gern mal etwas wilder, aber das frustriert in der HL häufig weil es dann einfach nicht so machbar ist ohne danach noch stundenlang Schmerzen zu haben.

Ja, meinen Brüsten trauere ich natürlich auch hinterher... Pralles 75B in kleines 80A. es ist immernoch eine kleine handvoll, aber nichts im Vergleich zu vorher :-(

Haarausfall hatte ich zum Glück keinen, nur die Haut war einige Zeit sehr schlecht, dann wieder ein paar Monate super gut und seit diesem Zyklus ist es wieder schlechter, weshalb ich dann auch jetzt endlich meinen kompletten Hormoncheck bekomme um evtl. in der HL dann mit natürlichem Progesteron entgegenwirken kann.

Definitiv will ich nie nie wieder zurück zu Hormonen und ich liebe es, die Veränderungen an mir festzustellen, also dass ich wieder wirklich Mensch bin. Allerdings ist es wirklich auch sehr schwer mit einigem umzugehen.
Denke da also ähnlich wie du....

_________________
kurvenreich/kurve-24886.html


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 Betreff des Beitrags: Re: Jammer-Thread: negative Veränderungen post-pill
BeitragVerfasst: 6. Dezember 2013 15:04 
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Kurven-Rätslerin

Registriert: 2. September 2012 14:08
Beiträge: 292
Ich habe so starke Mens Schmerzen + Migräne das es ohne IBU nicht mehr geht :( Das hatte ich bei der Pille nicht so stark...
Die Haare sind natürlich auch nicht mehr so hübsch aber was solls....
Libido ist mir zu Cyklusgesteuert, wenn du verstehst was ich meine? Ich will einfach mal nach Lust und Laune und nicht weil grat irgentwelche Hormone das machen..
Um den ES herum habe ich einen extremen Schokoladenbedarf, das tut der Figur halt nicht gut!
Oh ja und PMS.... puuuuhhh.... ^^

das war es bei mir auch schon glaube ich^^

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ich höre auf meinen Körper


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 Betreff des Beitrags: Re: Jammer-Thread: negative Veränderungen post-pill
BeitragVerfasst: 11. Dezember 2013 09:11 
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nicht mehr ganz so neu

Registriert: 29. August 2013 08:56
Beiträge: 71
NFP seit: Juni 2013
Guten Morgen ihr Lieben *winke*

schön dass es solch Jammer-Thread gibt ... Ich würde dann also gleich mal loslegen. Ich bin qm ZT 141 angekommen und es ist noch keine HL in Sicht. Ich bin richtig mies drauf zur Zeit. Habe permanent schlechte Laune und bin gereizt. Zudem quälen mich Ängste, ob überhaupt alles ok mit mir ist. Ich denke an Krankheiten und meine mir einzubilden etwas zu haben. Gerade auch, weil ich meine Periode ewig nicht bekomme... Hat denn jemand so ungefähr das selbe durch oder zumindest in der Art?
Ich bim dankbar über jeden Post.

LG
Sternchen

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"Nicht weil die Dinge unerreichbar sind, wagen wir sie nicht. Weil wir sie nicht wagen, bleiben sie unerreichbar." (Seneca)
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 Betreff des Beitrags: Re: Jammer-Thread: negative Veränderungen post-pill
BeitragVerfasst: 11. Dezember 2013 10:00 
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neu hier

Registriert: 8. August 2012 16:42
Beiträge: 42
Wohnort: Bayern
NFP seit: Oktober 2013
Moin sternchen89,

ich hatte postpill auch Zyklen über 90 Tage, wo ich mich auch gefragt habe, ob hier noch irgendwas funktioniert. Es wurde aber nach ca. 1 Jahr besser. Drücke Dir die Daumen, dass es wieder besser wird. *knuddel*

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Immer auf der Suche nach Zeit mit Junior (08/16) unterwegs. Unvergessenes *.


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 Betreff des Beitrags: Re: Jammer-Thread: negative Veränderungen post-pill
BeitragVerfasst: 11. Dezember 2013 14:16 
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hat sich gut eingelebt

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Beiträge: 142
NFP seit: 03.02.2013
Liebes Sternchen,

hier ist eine die so ziemlich dasselbe durchgemacht hat/durchmacht.
Ich bin mittlerweile an ZT 312 im 1. Zyklus postpill. Und ich hatte zwischenzeitlich auch echt Angst und Sorgen, ob ich irgendetwas schlimmes habe. Ich war dann beim Frauenarzt vor 3 Monaten oder so und sie hat das dann gecheckt und es war alles absolut in Ordnung. Nun gut nun war's vor 3 Monaten der Fall, dass die Schleimhaut etwa zur Hälfte aufgebaut war und die Ärztin meinte sie würde denken, dass ich innerhalb der nächsten 6 Wochen ca. meine Mens bekommen sollte...Was allerdings nicht der Fall war. Aber da alles in Ordnung war, soll ich erst Anfang nächsten Jahres wiederkommen, falls dann immernoch keine Mens kam. Darauf wirds wohl auch hinaus laufen wie's aussieht.
Also warum gehst du denn nicht einfach auch mal zum Arzt, wenn du so viel Angst hast? Dann hast du wenigstens Gewissheit und musst dir nicht mehr so viele ungewisse Sorgen machen.
Ich jedenfalls bin seitdem sehr viel entspannter und mache mir keinen Kopf mehr. (und dank nicht vorhandenem Kinderwunsch find ich persönlich den langen Zyklus mittlerweile sogar sehr praktisch, jetzt wo ich beruhigt bin dass nix schlimmes mit mir los ist ;-) )

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Zuhause angekommen mit Mann, Hund und kleinem Schatz an der Hand (08/2021) Bild


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 Betreff des Beitrags: Re: Jammer-Thread: negative Veränderungen post-pill
BeitragVerfasst: 11. Dezember 2013 15:48 
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nicht mehr ganz so neu

Registriert: 29. August 2013 08:56
Beiträge: 71
NFP seit: Juni 2013
Danke für eure Antworten und für's Daumen drücken. Ich werde das wirklich mal beim Arzt checken lassen. Sicher noch dieses Jahr. Dann habe ich in der Hinsicht auf jeden Fall schonmal Gewissheit :-).
ZT über 300 Tage klingt ja furchtbar.........

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 Betreff des Beitrags: Re: Jammer-Thread: negative Veränderungen post-pill
BeitragVerfasst: 11. Dezember 2013 15:54 
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hat sich gut eingelebt

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NFP seit: Oktober 2013
Hallo ihr lieben,
ich jammer mal mit. *motz*
Am schlimmsten finde ich zurzeit meine Hautprobleme. Ich bin jetzt im 4.pp Zyklus und meine Haut blüht nach wie vor. Ich komme mir vor wie in schlimmsten Pubertätzeiten. *zunge*

Ansonsten hab ich festgestellt, dass ich vor meinem Tagen sooo schlimm drauf bin. Letzten Zyklus war das echt nicht mehr schön. Ich hab die 2 Tage vor den Tagen nur geheult und war total schlecht drauf. Ständig mit meinem freund gestritten und dann die halbe Nacht wegen Kleinigkeiten geheult. Mein armer Freund war richtig entsetzt irgendwann. ^^
*zunge*

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Gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
Mit Paul an der Hand (*10.12.14 bei 28+3) und Luise (*15.08.20 bei 40+0) auf dem Arm.


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 Betreff des Beitrags: Re: Jammer-Thread: negative Veränderungen post-pill
BeitragVerfasst: 11. Dezember 2013 16:12 
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nicht mehr ganz so neu

Registriert: 29. August 2013 08:56
Beiträge: 71
NFP seit: Juni 2013
4. Zyklus klingt aber schonmal nach einem Fortschritt. Ich hänge im 2. Zyklus fest seit 141 Tagen. Das mit der Haut kann ich nachempfinden. Meine macht auch was sie will, im Gesicht ist es am schlimmsten.... Und diese miese Und traurige Stimmung: Willkommen im Club. Ich hoffe es geht für uns alle bald mal Berg auf.
*knuddel*

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 Betreff des Beitrags: Re: Jammer-Thread: negative Veränderungen post-pill
BeitragVerfasst: 11. Dezember 2013 16:32 
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Registriert: 11. Dezember 2013 12:06
Beiträge: 2
NFP seit: April 2013
Ich habe gerade den Eingangsbeitrag gelesen und mich gefühlt, als wenn ich den geschrieben hätte :-)

Aber ich will dir Mut machen: Es kann besser werden. Meine Mens ist auch schmerzhafter und schwächer geworden nach Absetzten der Pille. Mir hilft am ersten Menstag(dem schlimmsten Tag) Dolormin für Frauen sehr gut. Ich weiß, dass es nicht sonderlich gut ist jeden Monat Schmerzmittel zu nehmen. Daher beschränke ich die Einnahme auf den ersten Tag. Aber so kann ich wenigstens weiter arbeiten/zur Uni gehen.

Auch das mit dem unendlichen vielen Schleim in der Tieflage kenne ich. Mein Freund merkt in dieser Zeit auch nicht sonderlich viel. Er kommt dann mit meiner Hilfe meist "anders" 8-) . Gerade DAS hat uns als Paar ganz gut getan(mal was Neues und anderes zu machen).

Insbesondere folgende Schilderung kenne ich nur zu gut:

"Eisprung: viele von euch schwärmen von der grandiosen Libido rund um den Eisprung: ich leide in der Zeit total und kann den Sex überhaupt nicht genießen, weil mein Körper nur "ich will schwanger werden!!!!" brüllt. Wenn er in mir ist existiert in meinem Kopf und Körper nichts anderes als der Wunsch er möge in mir kommen und ich bin total frustriert wenn er das eben nicht tut (bzw. halt ins Kondom)."

Leider habe ich für diesen Umstand noch keine wirklich Lösung gefunden.

Ebenso kenne ich deine Hochlagen und PMS-Probleme. Es ist wirklich so, als wenn ich das geschrieben hätte. Nicht, dass dir das jetzt helfen würde. Aber irgendwie ists ja vielleicht ganz gut, wenn man weiß, dass man nicht ganz allein ist mit dem Mist.

Nachdem ich mittlerweile im 8. Monat pillenfrei bin, habe ich mich mit den Unannehmlichkeiten ganz gut arrangiert.Trotzdem habe ich ein paar Maßnahmen ergriffen:

Ich habe in diesem Zyklus mal Frauenmanteltee getrunken weil ich insbesondere die PMS-Probleme (Weinerlichkeit und Unkonzentriertheit) an der Uni im Moment so gar nicht gebrauchen kann. Ich bilde mir ein, dass es mir diesen Zyklus wesentlich besser geht. Allerdings spielt meine Temperatur total verrückt(Kurve ist auf einmal total zackig. Ob das am Tee liegt, kann ich nicht genau sagen. Batterie des Thermometers ists auf jeden Fall nicht).
Weiterhin habe ich im letzten Zyklus zum ersten Mal die Zyklusvitamine von dm genommen (mit Vitamin B6,Nachtkerzenöl,Gamma-Linolensäure,Vit.E). Auch die scheinen eine Besserung der "Wehwehchen" zu bewirken.

Aber vor Allem die Tatsache, dass ich jetzt "zyklusangepasst" lebe hilft mir total gut. Ich weiß, was wann auf mich zukommt. Ich kann mir meine zu erledigenden Aufgaben ganz gut selbst einteilen. Ich weiß, dass nach dem Eisprung die Konzentration nicht so da ist. Daher erledige ich alle konzentrationsintensiven Dinge(auswendig lernen, Texte lesen...)in der 1. Zyklushälfte. Ich gebe mir nach dem Eisprung google-Verbot um mich nicht verrückt zu machen. Stattdessen leihe ich ein tolles,spannendes Buch in der Stadtbib aus, welches ich auch erst dann anfangen oder weiterlesen darf wenns mir so doof geht. ich bin in der zeit insgesamt netter zu mir selbst.
Und ich führe mir immer wieder vor Augen, dass das nicht meine Persönlichkeit ist, die sich so verändert, sondern dass da Hormone am Werk sind. Und dass diese Hormone auch dazu führen, dass ich mich so viel mehr lebendig fühle. Dh viel mehr Tiefs und blöder Kram aber eben auch viel mehr Hochs und tolle Gefühle...


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 Betreff des Beitrags: Re: Jammer-Thread: negative Veränderungen post-pill
BeitragVerfasst: 11. Dezember 2013 18:28 
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hat sich gut eingelebt

Registriert: 2. Oktober 2013 13:38
Beiträge: 189
Wohnort: Hessen
NFP seit: Oktober 2013
Radfrau hat geschrieben:
Insbesondere folgende Schilderung kenne ich nur zu gut:

"Eisprung: viele von euch schwärmen von der grandiosen Libido rund um den Eisprung: ich leide in der Zeit total und kann den Sex überhaupt nicht genießen, weil mein Körper nur "ich will schwanger werden!!!!" brüllt. Wenn er in mir ist existiert in meinem Kopf und Körper nichts anderes als der Wunsch er möge in mir kommen und ich bin total frustriert wenn er das eben nicht tut (bzw. halt ins Kondom)."

Leider habe ich für diesen Umstand noch keine wirklich Lösung gefunden.

Das kenne ich auch. Ich habe aber erst diesen Zyklus begriffen, dass das mit dem Zyklus zusammen hängt. Ich verspüre jedoch fast die komplette erste Hälfte des Zyklus diesen Kinderwunsch. Ich bin dann wie wild auf Babies und denk den ganzen Tag darüber nach ob es nicht doch besser wäre jetzt schwanger zu werden. Nach dem Eisprung seh ich dann plötzlich wieder klar...



Zitat:
Und ich führe mir immer wieder vor Augen, dass das nicht meine Persönlichkeit ist, die sich so verändert, sondern dass da Hormone am Werk sind. Und dass diese Hormone auch dazu führen, dass ich mich so viel mehr lebendig fühle. Dh viel mehr Tiefs und blöder Kram aber eben auch viel mehr Hochs und tolle Gefühle...
Ganz toll gesagt! Seh ich auch so. Ich habe trotz allem das Gefühl, dass ich wieder richtig lebe. Und das will ich nie mehr missen. *sonne*

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 Betreff des Beitrags: Re: Jammer-Thread: negative Veränderungen post-pill
BeitragVerfasst: 12. Dezember 2013 14:15 
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nicht mehr ganz so neu

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Beiträge: 81
NFP seit: 27.06.2013
Vielen Dank ihr Lieben für die tollen Beiträge! Sicher "hilft" es mir nicht direkt, aber es tut gut sich den Frust einfach mal von der Seele schreiben zu können und zu merken, dass man nicht alleine ist. Gerade die Probleme "zu viel Schleim", "zu tief sitzender Muttermund" und diesen übermäßigen Babywunsch rund um den Eisprung habe ich hier im Forum noch nicht so viel bzw. gar nicht gelesen und hatte schon das Gefühl ich wäre alleine damit...

Radfrau, vielen Dank fürs Mut machen. Ich finde es toll wie du beschreibst wie du mittlerweile mit deinem Zyklus lebst und dich damit arrangiert hast. Hast du den Tee und die Vitamine den ganzen Zyklus über getrunken/genommen, oder nur während der Hochlage? Nach der letzten, wirklich unausstehlichen PMS-Hochlage habe ich beschlossen in diesem Zyklus auch was dagegen tun zu müssen. Kann nicht sein, dass man mich alle 3 Wochen für 10 Tage komplett vergessen kann. Hatte hier auch irgendwo gelesen, dass Vitamin-B Kombipräparate helfen sollen... Wer noch Tipps hat wie ihr mit dem Ganzen umgeht, nur her damit, freue mich total über Anregungen! :-)

Mein Mann tut mir da auch echt leid. Mittlerweile reicht es schon wenn ich ihm nur Begriffe zuwerfe wie "Hochlage", "Eisprung" oder "Hochlage vorbei", wenn er mal wieder völlig fassungslos vor mir steht weil er nicht begreifen kann, warum ich gerade nicht mehr die Frau bin die er kennt und geheiratet hat. Ich kann verstehen, dass er durchaus den Pillenzeiten hinterhertrauert. Für ihn hat es eigentlich fast nur Nachteile dass ich sie nicht mehr nehme. Der Sex ist schlechter geworden (TL = zu viel Schleim, ES = ich denke nur ans schwanger werden, HL = ich hab kaum Lust und der Mittermund sitzt viel zu tief). Ich bin an manchen Tagen komplett hormongesteuert und kenne mich selbst kaum noch. Launisch, weinerlich, streitlustig... Wir können nicht mehr einfach so immer und überall Sex haben ohne uns Gedanken um Verhütung machen zu müssen. Haarausfall, Pickel, meine kaum noch vorhandenen Brüste (und er steht eigentlich total auf große Brüste und hat geliebt dass meine zwar nicht groß aber so prall waren) und eine schlimme, aufgeblähte Wampe zur HL-Zeiten... Ich bin dankbar, dass er es trotzdem mitmacht. Immerhin muss er nicht mehr alle zwei Monate mit mir in der Notaufnahme sitzen weil ich wieder eine Blasenentzündung habe. ;-)

Also manchmal ist es schon schwer nicht rückfällig zu werden bzw. der Pille hinterher zu trauern. Aber es ist wirklich einfach schön, wieder vollwertige Frau zu sein. Dank nfp zu wissen und zu spüren dass der Körper auch nach so langer Pilleneinnahme noch funktioniert. Dabei aber auch zu merken wie sehr die Pille alles durcheinandergebracht hat (lange Zyklen etc.), wie sehr sie doch in das gesamte Befinden eingreift. Und ich habe wirklich keine Blasenentzündungen mehr und kaum noch Pilzinfektionen und deutlich weniger Kopfschmerzen. Allein das erste wiegt eigentlich schon viele der negativen Veränderungen auf...

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 Betreff des Beitrags: Re: Jammer-Thread: negative Veränderungen post-pill
BeitragVerfasst: 12. Dezember 2013 14:29 
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Finnyafaer hat geschrieben:
Immerhin muss er nicht mehr alle zwei Monate mit mir in der Notaufnahme sitzen weil ich wieder eine Blasenentzündung habe.

Immerhin das hat sich bei mir auch enorm gebessert. Ich nehme jetzt seit 4 Monaten nicht mehr die Pille und habe seitdem wirklich keine Blasenentzündung mehr gehabt! Vorher hatte ich sie alle 4 Wochen. Immer ganz unerwartet und zu total unpraktischen Zeiten. (Während Referaten in der Uni, in der Schule beim unterrichten ...)

Kopfweh hatte ich zuletzt während der Pille auch jede Pillenpause. Die letzten2 Wochen hatte ich dafür auch diesen Zyklus unglaubliche Kopfschmerzen. Meine Mutter sagte aber das seien wahrscheinlich noch die Nachwirkungen der Pille. *zunge*

@Radfrau: Dich hat es ja wirklich heftig erwischt. Dein Mann ist wirklich ein Schatz! Ich denke aber dass sich ganz viel deiner jetzigen Nebenwirkungen desAbsetzens noch legen wird. Der Körper spielt halt immernoch verrückt wegen den Hormonen, denk ich.

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 Betreff des Beitrags: Re: Jammer-Thread: negative Veränderungen post-pill
BeitragVerfasst: 14. Dezember 2013 16:18 
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Beiträge: 3465
Ich denk wenn man soooo lange die Pille genommen hat, dann reichen 6 Monate für den Körper auch nicht. Ich würd mich da eher an 9-12 Monaten orientieren. Was das z.B. Brustkrebsrisiko angeht, soll das sogar wegen Hormoneinnahme noch 10 JAHRE höher sein nachm Absetzen, als bei Frauen die nie Hormone genommen haben. Das zeigt finde ich sehr eindrucksvoll, wie sehr dieses Zeug doch in den Körper eingreift und wieviel Zeit es uns eigentlich stiehlt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Jammer-Thread: negative Veränderungen post-pill
BeitragVerfasst: 16. Dezember 2013 13:11 
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Also das Argument mit dem Brustkrebs ist zu heikel um das jetzt hier anzuführen. Die Pille ist auch nicht an allem Schuld. Ja, es gibt Studien, die ein ganz leicht erhöhtes Risiko für Brustkrebs feststellen (Lancet 1996). Nach absetzen der Pille beträgt das die ersten vier Jahre 16% (auf das normale Risiko gerechnet (das ungefähr bei 10% liegt soweit ich weiß, hab ich jetzt nicht mehr nachgeschaut, dass hatte ich vor ein paar Jahren so in der Uni gelernt)), dann nur noch 7% und nach 10 Jahren hat man das normale Brustkrebsrisiko, als hätte man die Pille nie genommen. Dem entgegen steht ein deutlich reduziertes Eierstock-, Gebärmutter-, und Dickdarmkrebsrisiko (14 - 43% geringeres Risiko, z.B. Giersch et al., 2013; Moorman et al., 2013) unter Einnahme der Pille.

Außerdem scheint es bei keiner der "Nebenwirkungen" die die Pille so hat eine Rolle zu spielen wie lang man sie genommen hat.

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