Hallo ihr Lieben,
das ist jetzt hier auch mein erster Beitrag im Forum, nachdem ich diesen Thread komplett gelesen habe.
Und da ich jetzt schon 3 1/2 Jahre hormonfrei bin, bin ich eigentlich fast ein wenig spät. Mich interessieren aber gerade auch die Langzeitveränderungen, die die Hormonfreiheit mit sich bringt.
Es war auf jeden Fall sehr beruhigend zu lesen, dass viele ähnliche Nebenwirkungen hatten mit dem Nuvaring.
Ich schilder mal kurz meine Verhütungsgeschichte:
Hab mit 18 angefangen, die Pille zu nehmen. Damals eine hoch dosierte wegen der Haut. Anderthalb Jahre lang ging das gut, dann begann der Terror. Ich hatte meinen ersten Pilz und Scheidentrockenheit und Scheideninfektionen sollten dann zu meinen regelmäßigen Begleitern werden. Und nachdem ich meinen Freund die ersten anderthalb Jahre quasi besprungen hatte, nahm mit der Feuchtigkeit auch die Libido immer weiter ab.
Mit 21 musste ich wegen einer PCOS-Untersuchung (Mutter und Schwester betroffen) meine Pille für drei Monate absetzen und auf einmal tauchte die alte Libido wieder in vollen Zügen auf. Die Regel in der Zeit allerdings nicht. Die wurde durch Medis eingeleitet und anschließend nahm ich eine schwächer dosierte Pille. (Ich weiß die Namen nicht mehr).
Dies tat ich ein Jahr lang, bis ich durch eine Freundin auf den Nuva-Ring aufmerksam wurde und meine Ärztin den vorschlug wegen der anhaltenden Beschwerden (sie meinte schon, dass das auch mit der Pille zusammen hängen könnte). Ich hab auch mehr als zwei verschiedene Pillensorten genommen, weiß das aber nicht mehr im Detail.
Durch den Ring wurde ich dann richtig trocken, hatte nur noch Infekte und zu dem Zeitpunkt ging das dann auch schon ganz schön arg auf die Beziehung. Ich dachte imnmer noch, ich habe psychosomatische Beschwerden, mein Freund fühlte sich ungeliebt. Im Bett fand teilweise über Monate nichts statt. Und wenn, dann hatte ich Schmerzen. Das hat er natürlich gemerkt und das wollte er auch nicht.
Menstruation hatte ich zum Schluss keine mehr. Blieb irgendwann einfach aus.
Also zur Ärztin. Letzter Versuch: Qlaira. Die hab ich drei oder vier Monate genommen und dann hab ich Mitte 2010 entschieden, dass es das jetzt mit Hormonen für mich war. Meine Ärztin meinte, ich vertrag evtl. irgendwas in den Präparaten mit und hat verstanden, dass ich die Pille nicht mehr nehmen möchte (immerhin).
Zu NFP kam ich durch eine Freundin, die es schon eine Weile angewandt hatte.
Zu den post-Nuva-Zyklen:
Ich hab im ersten Jahr noch nicht gemessen, deshalb hier nur grob:
3 Monate nach Absetzen normal und regelmäßig.
Dann 6 Monate nichts. Dann noch mal was nach drei Monaten, dann wieder nichts und nach exakt einem Jahr dann der erste Zyklus auf den wieder regelmäßige folgten (Mitte 2011). Ca. ab da hab ich dann NFP betrieben und seit diesem Zyklus habe ich auch wieder die von früher bekannten Regelschmerzen.
Allerdings schwankten die Zyklen immer noch zwischen 32 und 38 Tagen mit einer Hochlage, die meist bei 10 bis 11 Tagen lag, selten länger war. Meine Regel war sehr lang mit bis zu 7 Tagen.
In 2013 habe ich keine Kurven geführt, da ich einen Job mit Schichtarbeit hatte und das einfach nicht geschafft habe. Konnte aber dank Muttermund immer genau die Zeit nach dem Eisprung bestimmen (ist sehr eindeutig bei mir).
Inzwischen hab ich einen Job ohne Schicht und wieder geregelte Zeiten, so dass ich wieder Kurven führe.
Spannende Veränderung: kürzere Zyklen (30-33 Tage), früherer Eisprung und längere Hochlagen (12-14 Tage). Regelblutung nur noch drei Tage.
Das passt mir gerade ziemlich gut, da in diesem Jahr meine Kinderplanung akut werden soll.
Mich würde interessieren, ob diejenigen, die den Ring auch schon vor einer Weile abgesetzt haben eine ähnliche Veränderung langfristig in ihren Zyklen bemerkt haben.
Und ansonsten freue ich mich natürlich sehr, hier zu sein und möchte euch damit kurz alle begrüßen ;).
PS: Ich führe Kurven auf Papier, deshalb kann ich sie euch hier nicht zeigen.
PPS: Hier schrieben zwei Mädels was von Thrombosen. Seit ihr mal auf eine Gerinnungsstörung untersucht worden? Ich habe zb (durch Zufall entdeckt) das Faktor V Leiden Syndrom. Das steigert die Wahrscheinlichkeit einer Thrombose und damit darf man nicht hormonell verhüten, da dies die Thrombosengefahr noch mal deutlich steigert. Lasst euch auf jeden Fall untersuchen! Das ist auch relevant für beispielsweise Schwangerschaften (erhöht leider die Fehlgeburtswahrscheinlichkeit)