AkZee hat geschrieben:
Jep und dann hat man einen Zyklus 15 wie ich, hält an ZT6 den Schleim der da rausläuft für Sperma, weil man noch nie so früh solchen Schleim hatte, hat plötzlich einen ganzen Zyklus über BS wie man ihn noch nie hatte, misst aber - wie fast immer - am Wochenende nicht und vermutet erstmal dass die darauf folgenden wahnwitzig frühen hohen Werte durch die ersten wirklich heissen Sommertage gestört sind und dann geht die Temp nicht mehr runter... Und nach 21 Tagen kommen die Tage, obwohl ich in den letzten 5 Jahren niemals auch nur einen einzigen Zyklus unter 26 Tage hatte.
Und auf einmal weiß man überhaupt nicht was jetzt los ist und wann da was war und wieso und ob jetzt irgendwas passiert ist und was das alles jetzt zu bedeuten hat.

Theoretisch könnte der ES auch an ZT9 gewesen sein und dann war es reines Glück dass ZT 4 und 5 kein Wochenende mehr waren und

somit nicht mehr da. Vielleicht lief aber im Zyklus vorher auch irgendwas gewaltig schief...
Ich weiß es nicht und werde es nie erfahren. Aber ich kann mir dadurch durchaus vorstellen dass man trotz NFP plötzlich alles in frage stellt, was man so gemessen/beobachtet hat.
Aber da gehts mir jetzt wirklich um die Anfänge einer potentiellen SS und nicht nach mehreren Monanten vermutetes unschwanger sein - obwohl man in Wahrheit schwanger ist. Das wollte ich nicht vermischen!
Keine Verhütungsmethode ist zu 100% sicher.
Die Freigabe am ZA ist die allseits bekannte Schwachstelle von NFP. Eben weil man den ES nicht voraussagen, sondern nur im Nachhinein feststellen kann.
Wenn man absolut nicht schwanger werden möchte, dann darf man am ZA einfach nicht freigeben. Denn es kann nach noch so vielen Bilderbuch-Zyklen jederzeit und ohne Vorwarnung passieren, dass ein Zyklus aus der Reihe tanzt und sich ein ES gewaltig nach vorne verlagert. Und wenn man dann am ZA freigegeben hat -und seien es auch nur minimal die 5 Tage, wenn der Zyklus davor auswertbar war-, dann kann das böse enden.
Das Risiko ist gering - aber es ist da. Genauso, wie es bei jeder anderen Methode auch Restrisiken und Versagerquoten gibt.
Bei mir hat sich übrigens auch mal ein ES so weit nach vorne verlagert, weshalb ich am ZA nicht freigeben würde. Das habe ich von Anfang nicht getan, aus o.g. Gründen.
Wie auch immer ... generell denke ich, dass jede Frau, die mit NFP verhütet, das Buch gelesen hat. Und wenn man das getan hat, dann weiß man, dass man den ES erst im Nachhinein feststellen kann.
Daraus folgt, dass die Freigabe am ZA mit einem gewissen Risiko behaftet ist. Und man muss sich überlegen, ob man dieses Risiko eingehen möchte oder nicht.
Wenn man aktuell partout keine Kinder möchte, sollte man es halt nicht tun und mit der Freigabe warten, bis die Auswertung abgeschlossen.
Natürlich schränkt das die freie Zeit schon sehr ein, das gebe ich zu - aber da muss man sich halt überlegen, was wichtiger ist.