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Mein Freund und ich hatten gestern Krisengespräch. Ich fühl mich überhaupt nicht (mehr) wohl mit der Spirale, die ständigen Schmierblutungen vor und jetzt auch schon nach der eigentlichen Periode nerven mich. Voriges Wochenende hatte ich sogar das erste Mal eine Zwischen/Kontaktblutung nach dem Sex. Eine Woche bevor ich die Periode bekomme fängts schon an zu zwicken und zu zwacken .... ich hab kaum mehr als 10 Tage pro Zyklus wirklich Ruhe .... ich mag nimma. Vorgestern hab ich mir von einer guten Freundin ein Buch ausgeborgt ("Wenn Körper und Gefühle Achterbahn spielen ... Hormone natürlich ins Gleichgewicht bringen") und da steht unter anderem auch eine Anmerkung zu der Kupferspirale (mit Anmerkung meine ich ca. 1 Seite des Buches, generell gehts auch sehr viel um Verhütung und deren Langzeitfolgen auf den weiblichen Körper, vor allem um Hormone, den weiblichen Zyklus, Wechseljahre, usw.). Als ich das gelesen habe, war für mich eigentlich klar, dass ich mir die Spirale ziehen lassen werde. Über 10 Jahre lang hab ich meinen Körper mit Hormonen (Pille, Dreimonatsspritze) "gequält", jetzt quäle ich ihn mit einem Fremdkörper, der ständig an der Gebärmutterwand reibt. Ich war so froh, endlich eine Alternative zur hormonellen Verhütung gefunden zu haben, nur so ganz das Wahre ist die Spirale für mich wohl auch nicht, im ersten Moment klang es super, eh klar, keine Hormone mehr!! Genau das wollte ich ja! Ich zitiere mal den Absatz im Buch, der mich so nachdenklich gemacht hat, und den sich gestern auch mein Freund durchgelesen hat und der dann sofort dafür war, dass ich mir das Ding wieder ziehen lasse und wir uns halt (neben den Kondomen) noch eine zusätzliche (andere, aber natürliche) Alternative zum Verhüten suchen werden. Was das sein wird, weiß ich noch nicht, Kondome allein sind mir persönlich halt auf Dauer einfach zu unsicher.
"In Fachbüchern wird empfohlen, dass junge Frauen (die noch keine Kinder haben) auf die Spirale "verzichten" sollten, da eine permanente Sterilisation durch Vernarbung und Dauerentzündungen nicht auszuschließen seien. Und wie ist das bei älteren Frauen? Gewebe, an dem permanent gerieben wird, reagiert zwangsläufig. Eine Reibe- oder Kratzwunde ist auch eine Wunde, die Heilungsmechanismen auslöst und vernarbt. Dabei sind etliche Hormone mit im Spiel, die permanent dafür zu sorgen haben, dass eine Entzündung verhindert oder bekämpft wird. Ohne Hormon-Überstunden würden Spiralenträgerinnen vermutlich sehr schnell sterben. Eine weitere Frage haben wir noch nicht beantwortet bekommen: Normalerweise setzt Kupfer unter Sauerstoff-Kontakt sehr giftigen Grünspan an. Wie wird der Körper auf Dauer damit fertig? Wieviel Immunabwehrkraft kosten ihn diese ständigen Giftstoff-Impulse im Körper? Was passiert, wenn zusätzlich noch andere Problemfelder auftauchen? Ist der Körper dann noch in der Lage, dagegen anzugehen? ....."
Ein paar Seiten weiter im Buch steht dann folgendes (Kapitel 11 "Wenn die Wiege leer bleibt") "Erschwerte Empfängnis durch frühe Pilleneinnahme und Spirale In vielen Fällen darf unser Körper jahrelang keine natürliche Hormonausschüttung praktizieren, sondern wird mit allen möglichen chemischen Mitteln zu einem völlig fremden Hormonhaushalt gezwungen. Oder er darf die normalen Hormone produzieren, es entsteht vielleicht sogar neues Leben. Die Gebärmutter wird aber dermaßen mit einem scharfen Fremdkörper gereizt, dass alle Hormonanstrengungen nichts nützen, um das winzige Lebewesen zu halten. Unser Körper ist lernfähig und sehr anpassungsfähig! Funktionen, die nicht gebraucht oder langfristig ver- oder gehindert werden, bilden sich mit der Zeit zurück. ...."
Nur mal als Denkanstoß, es kann sich eh jeder seine eigene Meinung dazu bilden .... ich habe jedenfalls kein gutes Gefühl mehr mit der Spirale, meine kommt demnächst raus!
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