Danke für euere lieben Antworten!
Ich habe es endlich hinter mir und bin jetzt seit ca 26 Std stolze Kettenträgerin
Die Narkose war wirklich nicht schlimm, ich hab mich mal wieder viel zu sehr verrückt gemacht mit Allem!! Es war mein zweiter "größerer" Eingriff überhaupt, außer, dass mir ein Weißheitszahn gezogen wurde, hatte ich noch gar keine OP. (Und beim Zahn habe ich leider nur ne Menge Betäubungsmittel bekommen, war aber voll dabei. Ich war so aufgeregt, dass es nicht gewirkt hatte und beim ersten Schnitt (nach der 3. Spritze) bim ich im Stuhl hochgegangen. Dann gabs die volle Dröhnung und meine linke Gesichtshälfte war den ganzen Tag taub

)
Die Klinik, in der die OP durchgeführt wurde, war sehr modern und ich hab mich gut aufgehoben gefühlt. Ich musste einen riesen Fragebogen mit Belehrung lesen und ausfüllen und ich dachte, ich muss gleich unterschreiben. Super misstrauisch bin ich dann zum Thresen und hab gesagt, dass ich leider nicht unterschreiben könnte, dass alle meine Fragen in einem Gespräch geklärt wurden, weil ich das nicht hatte.(Vielleicht zu viel in diesem Forum gelesen *räsuper*) Sie war sehr freundlich und meinte, da hätte ich gut aufgepasst, das Gespräch kommt nämlich erst noch und danach soll ich auch erst unterschreiben, der Bogen war nur die Vorbereitung für das Gespräch.
Ich bin dann also in einen Nebenraum gerufen worden und der Narkosearzt hat mir dann so ziemlich komplett meine Angst nehmen können. Er meinte, es sei nur eine Spritze, die mich für ca 15 min ausknockt und das wars. Keine Verkabelung, keine Maske, nichts. So hatte ich mir das nämlich vorgestellt.
Ich musste mit einer Schwester mit und alles bis auf die Unterhose aus und ein schickes OP-Hemdchen anziehen, sowie Haube und Füßlinge und "durfte" mich dann auf eine Liege legen. Dann kam das Shcmerzhafteste am ganzen Eingriff, nämlich die (Praktikanten-)Schwester, die auf meinem Handrücken (!) die Kanüle daneben gesetzt hat! Aua, meine Hand tut jetzt noch weh!!

Sie hat dann Hilfe gerufen und die andere Schwester hat mir die Kanüle dann mit Engelsfingern in die Armbeuge gesetzt. Deutlich angenehmer und mir dann gleich einen "Begrüßungscoctail" verpasst (Kann sein, dass Ihnen ein bisschen schwummerig wird")
Vom Gefühl her hats dann ewig gedauert, bis ich dran war. Meine Ärztin kam nochmal (und sie war deutlich freundlicher, als letztes Mal!) und nach dem Gespräch konnte ich mich ihr dann auch irgendwie leichter "ausliefern". Ich habe danach die ganze Zeit gewartet, dass der Narkose-Arzt kommt und mich schlafen legt, aber von wegen. Ich wurde dirket vor den OP-Saal geschoben (der dann noch besetzt war - die Patientin musste noch von der Liege gehieft werden... ich hab einfach gar nicht hingeschuat, damit ich nicht doch noch Angt bekomme). Anschließend wurde ich dann gebeten, aufzustehen und mich auf den Stuhl zu setzen. (So im Nachhinein muss Der Cocktail am Anfang doch gewirkt haben, weil in dem Raum waren bestimmt 5 Personen, auch ein männl Anästhesist und dat mich gar nicht gestört... obwohl ich mich zu dem Zeitpunkt ganz klar gefühlt habe, kommt es mir jetzt ganz seltsam vor, wie ein Traum). Ich war ja angezogen mit dem Hemd und wurde mit einer Decke untenrum "zugedeckt", deswegen habe ich mich auch nicht unwohl gefühlt auf dem Stuhl. Mir wurde dann noch ein Sauerstoff- und Pulsmesssgerät auf den Finger gesteckt (Blutdruckmanschette hatte ich schon) und dann hat mir der Narkosearzt ("So, jetzt denken Sie sich schonmal einen schönen Traum aus") noch erklärt, dass mein Arm gleich etwas brennen könnte, das ist eine NW des Narkosemittels, aber das merke ich gleich nicht mehr (ich hab mir noch gedacht natürlich nicht, ich schlafe ja dann und dann hatte ich nur ein angenehm warmes Gefühl und war weg).
Aufgewacht bin ich dann wieder in dem Raum, in dem ich vorher lag (ich weiß noch, dass jemand zu mir gesagt hat, dass ich jetzt aufwachen kann und ich die Person angemotzt habe, ich hätte doch gerade so schön geschlafen

sie hat dann irgendwas gesagt, ich könnte auch gerne noch weiter schlafen und ich hab mich dann echt auf die Seite gedreht und eingerollt (meine Einschlafstellung quasi) und gepennt. Irgendwann (kein Zeitgefühl!) war ich dann munter und hab ganz interessiert die Zahlen auf dem GErät über mir angeschaut, ab und zu kam jemand vorbei und hat geschuat (und mir netterweise die Zahlen erklärt - Puls, Suaerstoffsättigung und den Blutdruck angeschlossen, der hat gefehlt) und mir auf Anfrage noch ein Glas Wasser gebracht. Ich bin übrigens mit Unterhose aufgewacht, in die jemand so eine ekelige fette Binde geklebt hat und habe gespürt, wie es läuft

Irgendwann durfte ich mich dann wieder anziehen und meine "Vertrauensperson" (man darf 24 Std danach nicht alleine sein), in dem Fall mein Freund, hat mich in Empfang genommen und nach Hause gebracht. Ich hatte ertsmal einen riesen Durst (durfte 12 Std vorher nichts trinken, was mir sooo schwer gefallen ist, es war ja so warm und essen natürlich auch nicht) und habe schon im Auto einen Joghurt gefuttert. Mein Bauch hat schon ganz schön geziept, aber das Hauptproblem war die Blasenentzündung, die ich mir durch das Nicht-Trinken geholt habe. (Hatte vor 4 Wochen eine, die wohl nicht ganz ausgeheilt war).
Im OP-Vorgespräch mit der Ärztin habe ich das schon geschildert, es hat nämlich gebrannt wie Feuer. Ich konnte nicht aufs Klo, weil ich ja gar nichts getrunken hatte, trinken durfte ich auch nicht und wusste quasi, jetzt wird es immer schlimmer. Und nach dem Aufwachen waren die Schmerzen gleich wieder da. Sie meinte, sie schaut sich das im OP dann an und wenn die Schleimhäute okay sind, wirds wohl die Blase sein, dann schreibt sie mir ein Mittel auf.
Nach dem Aufwachen war sie auch noch einmal zum Gespräch da, meinte sie hätte die Kette nach bestem Wissen und Gewissen eingesetzt und wenn sie jetzt noch rausfällt, dann weiß sie auch nicht weiter. Sie hatte wohl einen Fall, bei der ist sie 2 mal rausgekommen bei einem anderen Arzt, dann hat sie sie ein drittes Mal eingesetzt und sie kam wieder raus. Da muss es einfach am Gewebe der GM liegen, dass die Kette nicht hält. Weil ich immer noch über die Schmerzen (Brennen) geklagt habe, hat sie mir ein einmal-Antibiotikum aufgeschrieben, dass ich mir gleich holen und trinken sollte (Brausepulver zum auflösen) und dann sollten die Beschwerden schnell weggehen. Sie war wirklich aufmerksam und freundlich, hat sogar meinen Amr gestreichelt. Keine Ahnung, kompletter Sinneswandel irgendwie. Vielleicht hatte sie damals einen verdammt schlechten Tag!
Ich sollte dann am nächsten Tag (also heute) nochmal in die Praxis kommen, weil sie sich die Kette schon einmal anschauen wollte (durfte dirket in den Raum ohne Wartezeit, das hat sie so geregelt). Sie hat mir kurz erklärt, wo die Kette zu sehen ist und mir kommentarlos das US-Bild gegeben, als ich drum gebeten habe für meine Ärztin zu Hause. Alles sitzt gut, sie hat mir erklärt, die Kette sitzt ganz außen (? hoffentlich nicht zu weit, nicht dass sie mal durchrutscht) und bei der OP konnte sie auch viel beherzter zupacken und reinstechen als sonst. Quasi extra fest jetzt und wenn sie jetzt rausfält, dann wüsste sie auch nicht weiter.
Klingt schonmal alles gut
Ich bin so vorsichtig aufs Klo gestern, hatte ständig Angst, gleich wieder die Kette zu spüren... Nach dem Termin war ich dann viel beruhigter. Ich habe noch Blutungen und es ziept unangenehm im Bauch, aber vom Gefühl her ist es schon besser geworden.
So wie es aussieht, ist jetzt also endlich das Schlimmste überstanden und ich kann mich auf die Verhütungssorgen-freie Zeit freuen

Den Mädels, die so wie ich große Angst vor den Schmerzen, aber auch vor einer Narkose haben, sei gesagt, es ist nicht schlimm! Es ist nicht zu verharmlosen und insgesamt schon ein riesen Umstand. Vorher nüchtern sein, Bögen ausfüllen, Vorgespräch, warten bis es losgeht, Kanüle in den Arm/Hand, die Aufwachphase und den ganzen Tag, den man danach k.o. ist (mir war nicht schlecht oder so, aber ich war schon ganz schön matschig gestern) - ich würde es aber wohl wieder machen, weil ich echt ein schlimmes Schmerz-Erlebnis beim Einlegen hatte. So war es wirklich diesbezüglich deutlich (!) angenehmer! (Ich habe auch eine gekrümmte Gebärmutter, die beim ersten Einlegen auch schmerzhaft langgezogen wurde.) Ich kann mir aber vorstellen, dass es bei einem wirklich ergfahrenen Arzt, bei dem ruck zuck geht, auszuhalten ist! Und mit Ibuprophen vorher bestimmt (nicht wie ich Buscopan plus nehmen, wie es mir die Sprechstundenhilfe empfohlen hat - die Ärztin jetzt hat mir erklärt, dass das überhaupt nicht wirkt da unten, sondern wenn dann für die Krämpfe danach geeignet ist, aber keinesfalls das Schmerzempfinden beim Einlegen verringern kann. Wenn dann hätte ich Ibuprophen nehmen sollen, hätte ich es nochmal ohne Narkose gemacht).
So, ich hoffe, ich hab euch nicht ganz erschlagen mit meinem ewigen Text. Vielleicht hilft mein Ausführlicher Bericht ja anderen bei der Entscheidung...
Viele Grüße