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 Betreff des Beitrags: Re: Artikel über die Pille Danach in der taz
BeitragVerfasst: 12. Juni 2013 13:30 
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neu hier

Registriert: 4. Februar 2012 22:24
Beiträge: 15
NFP seit: Februar 2012
Ich bin mir nicht sicher, ob das hierher gehört, aber ich lasse es trotzdem mal hier.
In den USA hat ein Gericht angeordnet, dass die Pille danach unabhängig vom Alter rezeptfrei verkauft werden soll: http://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2013-06/pille-danach-usa-rezeptfrei


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 Betreff des Beitrags: Re: Artikel über die Pille Danach in der taz
BeitragVerfasst: 5. Juli 2013 19:34 
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Kurvenjunkie

Registriert: 11. Juli 2010 14:06
Beiträge: 1929
http://www1.wdr.de/themen/panorama/pilledanach150.html


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 Betreff des Beitrags: Re: Artikel über die Pille Danach in der taz
BeitragVerfasst: 5. Juli 2013 19:46 
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Inventar

Registriert: 24. August 2010 14:19
Beiträge: 2328
NFP seit: 2010
She, kannst du bitte deinen Link erklären? Ich hab meinen PC abgeben und hab für Wochen nur das Handy, aber in Darstellungen von hormonellen Verhütungsmitteln bin ich doch vernarrt... ;-)

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 Betreff des Beitrags: Re: Artikel über die Pille Danach in der taz
BeitragVerfasst: 5. Juli 2013 20:09 
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NFP-Guru

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Oh, da könnte ich gleich wieder an die Decke gehen (letzter Abschnitt des Artikels). Der Abschnitt über die Köllner Krannkenhäuser ist inhaltlich falsch.

@ Meghann


Der Bundesrat hat heute für die Freigabe der Pille danach gestimmt. Trotzdem bleibt es fraglich was daraus wird.

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 Betreff des Beitrags: Re: Artikel über die Pille Danach in der taz
BeitragVerfasst: 5. Juli 2013 21:13 
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Inventar

Registriert: 24. August 2010 14:19
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Jetzt endlich hat mein Handy den Artikel auch geladen. Ich find das ja auf der einen Seite gut, dass die Pille danach freiverkäuflich sein soll, allerdings machen ja die wenigsten Frauen NFP, um tatsachlich das Risiko einschätzen zu können. Hm, schwierige Kiste.

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 Betreff des Beitrags: Re: Artikel über die Pille Danach in der taz
BeitragVerfasst: 5. Juli 2013 21:35 
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NFP-Guru

Registriert: 28. März 2010 22:17
Beiträge: 2558
Meghann, was macht denn der Arzt um den Zyklusstand festzustellen? ;-)
In den meisten Fällen wird nach dem Beginn der letzten Blutung gefragt und es werden Fragen zur Panne/ Zeitpunkt des ungeschützten Verkehrs gestellt.
Da ist mir auch schon begegnet, dass es dann zur Patientin hieß " Sie sind doch schon an Zyklustag X, ich würde ihnen ja nicht zur Pille danach raten, aber nehmen die das Rezept halt mit, wenn sie unbedingt wollen"

Brauche ich dafür einen FA?

Ein gut ausgearbeiteter Beratungsleitfaden würde meiner Meinung nachreichen.
Und wenn ich mir überlege wie lange oft die Beratungen zu Pilleneinnahmefehlern dauern würde ich fast bezweifeln, dass die ärztliche Beratung zur Pille danach immer den nötigen Umfang hat.

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 Betreff des Beitrags: Re: Artikel über die Pille Danach in der taz
BeitragVerfasst: 5. Juli 2013 22:30 
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Inventar

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Sind "Die Ärzte" denn tatsächlich so schlecht, dass keine wirkliche Aufklärung mehr stattfindet? Ich weiß, dass der Zyklusstand eben nicht genau festgestellt werden kann, also wird der Arzt wohl im Zweifelsfall die PD verschreiben. Und manchmal auch davon abraten. So hoffe ich jedenfalls.

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 Betreff des Beitrags: Re: Artikel über die Pille Danach in der taz
BeitragVerfasst: 5. Juli 2013 23:32 
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Kurvenjunkie

Registriert: 11. Juli 2010 14:06
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Das kann doch auch der Apotheker.


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 Betreff des Beitrags: Re: Artikel über die Pille Danach in der taz
BeitragVerfasst: 5. Juli 2013 23:38 
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Inventar

Registriert: 24. August 2010 14:19
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she hat geschrieben:
Das kann doch auch der Apotheker.

Eine US-Untersuchung?

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 Betreff des Beitrags: Re: Artikel über die Pille Danach in der taz
BeitragVerfasst: 5. Juli 2013 23:48 
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Kurvenjunkie

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Beiträge: 1929
Nein, sorry, das war zu knapp. Du sagtest doch, der Zyklusstand lässt sich nicht genau feststellen und somit kann der Arzt nur anhand des Datums unter Umständen von einer PD abraten. Das kann der Apotheker auch.
Meine Erfahrungen mit Gyns und PDs waren sehr ernüchternd. Bei der ersten habe ich fast gebettelt, ob man irgendwie den Zyklus feststellen kann. (Lange vor NFP.) Die hat mich nur angeblafft, das ginge nicht und es läge in meiner Verantwortung, wenn ich fahrlässige Person keine PD will. Ich hätte mir gern gespart, dieser Person auch noch Einnahmen mit meinem Besuch zu verschaffen *zunge*


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 Betreff des Beitrags: Re: Artikel über die Pille Danach in der taz
BeitragVerfasst: 5. Juli 2013 23:55 
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NFP-Guru

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Meghann, das läuft sicher sehr unterschiedlich.
Es gibt natürlich auch Ärzte die sich viel Zeit nehmen und super beraten.
Ich habe manchmal schon 15 Minuten gebraucht um aus einer Frau herauszubekommen WAS sie denn jetzt wirklich falsch gemacht hat bei der Pilleneinnahme und vor allem in welcher Einnahmewoche, wann es Verkehr gab und wie lange der Einnahmefehler her ist. (Egal ob privat oder beruflich)
Wenn man dann noch Verständnisproblemen begegnet, die Anwendung der Pille danach erklären muss usw.,glaube ich nicht, dass z.B. ein ärztlicher Bereitschaftsdienst hier die Möglichkeit hat ausreichend zu beraten.

Oft muss man wohl mit einer Standpauke wegen der Panne rechnen, auch Beratung rund um die Wahl des Verhütungsmittels generell (oft mit Empfehlung einer "Langzeitmethode") ist bei dieser Gelegenheit sehr üblich. Und genau das ist ja auch ein Argument, dass ständig zur Sprache kommt. Dass genau diese allgemeine Verhütungsberatung in diesem Fall so wichtig und nur durch Gynäkologen zu leisten wäre.

Die Beurteilung der konkreten Panne erfordert meiner Meinung nach aber keinen Gynäkologen. Wenn ein Verweis an den Arzt nötig ist (z.B. Spirale verrutscht, erhöhtes Thromboserisiko bekannt...) sollte er auch kommen, wenn die Apotheke ihre Arbeit ordentlich macht. Nach Vorerkrankungen und anderen Medikamenten fragen sollte selbstverständlich sein.
Zumal auch andere Ärzte die Pille danach verschreiben dürfen, es aber oft nicht tun.

Mit einem gut ausgearbeiteten Leitfaden und evtl. auch Testkäufen könnte man sicher eine sehr gute Beratungsqualität erreichen. Vor allem wären damit unnötige Verzögerungen ein viel kleineres Problem.

Ich habe es sicher schon oft in disversen Threads geschrieben, wenn man z.B. unter 16 ist, auf dem Land wohnt und dann noch Wochenende ist hat man viel vor sich, wenn man an Notfallverhütung kommen will. Und gerade hier finde ich Verzögerungen und damit auch erhöhte Schwangerschaftsraten unverantwortlich.

Da gibt es so nette Hindernisse wie schlechte Verbindungen bei den öffentlichen Verkehrsmitteln, Bereitschaftsdienste, die unter 16 Jährige wieder wegschicken, Krankenhäuser, die einen erst am nächsten Tag sehen wollen, weil das ja nun wirklich kein Notfall ist usw. Dann kommt noch der Weg zur (Notdienst)apotheke hinzu und die Stunden vergehen.

Zitat:
Bei einer Einnahme innerhalb der ersten 24 Stunden lässt sich eine Wirksamkeit von bis zu 95% nachweisen. Nach 24 Stunden sind es 85%, zwischen 48 und 72 Stunden sind es 58% (Quelle: The Lancet, Vol. 352, August 8, 1998).


Ich bin ganz auf der Seite von profamilia und der WHO.


Ultraschalluntersuchung:
Bei der Pille danach wird normalerweise nicht körperlich untersucht. Manche Ärzte wollen eine vorher bestehende Schwangerschaft mit einem Urintest ausschließen, eine gynäkologische Untersuchung (Tasten, Ultraschall usw.) ist ganz sicher nicht die Regel.

Edit: Ein Kontrollultraschall nach 2-3 Wochen wird von manchen Ärzten gemacht. Also sicher gehen, dass die Pille danach funktioniert hat.

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 Betreff des Beitrags: Re: Artikel über die Pille Danach in der taz
BeitragVerfasst: 6. Juli 2013 00:06 
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Hochlagenjunkie

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Ich schließ mich Alana an; mir wurde mit 16 in einer Notfallambulanz sogar die PD verweigert, ich sei ja so jung, da wär das nicht zu verantworten *ko*. Dass ich ohnehin die Pille genommen hab, war denen total egal. Hätte mein damaliger Freund kein Auto gehabt, wären wir völlig aufgeschmissen gewesen, und ich wohn in der Stadt. Es hat allein vier Stunden gedauert, das Rezept zu kriegen, und dann mussten wir sage und schreibe drei Apotheken anfahren, weil keine die PD vorrätig hatte. Und das auf einem Sonntagabend...Insofern bin ich absolut pro Rezeptfreiheit und würd auch auf Aufklärung durch Apotheker*innen setzen, Ärzt*innen hab ich diesbezüglich schon als derart inkompetent erlebt, an die Beratungsqualität kommen Apotheken aber locker dran.
@vaginaler Ultraschall: Bei mir wurde damals tatsächlich einer gemacht, um eine Schwangerschaft auszuschließen. Aber aufgeklärt und informiert hat die Ärztin uns nicht *durchdreh*

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 Betreff des Beitrags: Re: Artikel über die Pille Danach in der taz
BeitragVerfasst: 6. Juli 2013 00:11 
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NFP-Guru

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Beiträge: 2558
brighteyes hat geschrieben:
Ich schließ mich Alana an; mir wurde mit 16 in einer Notfallambulanz sogar die PD verweigert, ich sei ja so jung, da wär das nicht zu verantworten *ko*.


Exakt solche Erlebnisse machen viel zu viele junge Mädchen. Die Rezeptpflicht ist unter diesen Umständen nicht zu verantworten.

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 Betreff des Beitrags: Re: Artikel über die Pille Danach in der taz
BeitragVerfasst: 6. Juli 2013 00:14 
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Hochlagenjunkie

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...wenn sie denn überhaupt eine Notdienstambulanz erreichen können *ko*

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 Betreff des Beitrags: Re: Artikel über die Pille Danach in der taz
BeitragVerfasst: 6. Juli 2013 00:20 
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NFP-Königin

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Beiträge: 8495
NFP seit: 2005
Aus meiner beruflichen Erfahrung heraus kann ich versichern, dass auf dem Land oft auch fachfremde Ärzte den Notdienst leisten z.b. Internisten oder HNO-Ärzte und diese wissen zur Pille danach und Verhütung allgemein definitiv weniger als ich. Da maße ich mir auf jeden Fall an, dass ich mindestens eine vergleichbare Kompetenz habe. Einen Schwangerschaftstest kann ggf. auch in einer Apotheke durchgeführt werden, da sehe ich kein Problem.


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