WuMi hat geschrieben:
Alana hat geschrieben:
Kupferspirale und NFP wären sicher verbreiteter, wenn die Information darüber anders laufen würde.
Wieso jetzt ausgerechnet die Kupferspirale? Genau genommen greift man damit doch genauso in den Körper ein

ich persönlich kann mich da nicht mehr dafür begeistern als für die Pille.
Ich sage damit nicht dass ich für mich die Spirale so toll finden würde. Mir geht es um die Information die beim Endnutzer, sprich den Frauen in gebärfähigem Alter, ankommen.
Die Pille wird oft als nötiges, aber geringes Übel hingestellt und die Nebenwirkungen (Libidoverlust, veränderte Nährstoffaufnahme etc.) werden heruntergespielt oder sogar geleugnet. Bim Thema Thrombose ist man ja noch recht ehrlich, wobei mich der Vergleich mit der Schwangerschaft auch stört.
Bei der Kupferspirale halten sich Mythen (macht dauerhaft unfruchtbar) und einzelne Fälle von Komplikationen sehr und die Sicherheit dieses Verhütungsmittels, sowohl bei der Verhütungssicherheit als auch bzgl. der Nebenwirkungen, wird falsch dargestellt.
Die Information ist nicht so, dass die mögliche Anwenderin nach Fakten entscheiden könnte. Ich glaube nicht, dass bei der Spirale so viele Frauen im Kopf haben wie wahrscheinlich Komplikation X oder Y ist, wie es doch enige bei der Pille haben (Thrombosen z.B.). Da schließe ich mich mit ein. Ohne jetzt nachzulesen habe ich keine Ahnung und keine Zahlen im Kopf. Und warum? Sicher nicht, weil ich keine Zeit infestiere um mich mit Verhütungsmethoden zu beschäftigen.
In diesem Punkt ist die Ähnlichkeit zu NFP sehr groß. NFP hat natürlich keine Nebenwirkungen. Aber es wird ja auch gerne mal diskutiert, dass ein natürlicher Zyklus schädlich sein könnte. Es gab sogar schon Diskussionen darüber, ob gesunde Nonnen! die Pille nehmen sollten um bestimmten Krebserkrankungen vorzubeugen.
@ AkZee
Jede Frau sollte eine gut informierte Wahl treffen können. Und wenn sie sagt, sie sieht es nicht ein sich um Verhütung zu kümmern, weil der Mann auch mal was tun soll, ist das ein Thema das in die Beziehung gehört und mich als Außenstehende nichts angeht. Wenn ein Paar das so entscheidet ist das völlig ok und sicher nichts woran ich mich störe. Ich würde es sogar gut finden, wenn das mehr Paare zum Thema machen würden und auch wenn die Männer mehr Wahlmöglichkeiten hätten bei der Verhütung. Die Information über Methoden ist allerdings etwas bei dem ich eine Abweichung von sinnvollen und richtigen Informationen absolut nicht akzeptieren kann.
Zu einer freien Wahl gehört auch vollständige und richtige Information über alle Möglichkeiten sowie deren Vor- und Nachteile.
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OT:
Meghann, das mit dem anpassen ist ein langer Weg, da auch die Gestagenmenge entsprechend angepasst werden müsste. Ein Ungleichgewicht zwischen Gestagen und Östrogen bringt bei denselben Substanzen andere Nebenwirkungen mit sich, außerdem darf beim Gestagen die Dosierung, die nötig ist um den Eisprung zu hemmen, nicht unterschritten werden, d.h. man kann hier nur begrenzt nach unten und müsste sich an diese Menge erst vorsichtig herantasten. Generell wird bei Ovulationshemmern meist das doppelte der nötigen Gestagenmenge verwendet. Nötig im Sinne von nötig um den Eisprung zu unterdrücken.
Dann wieder die Frage, ob niedrige Dosierung automatisch weniger Nebenwirkungen heißt. Tut es nämlich nicht. Es kommt auch darauf an wie stark die eigene Hormonproduktion verändert wird bzw. wie weit sie tatsächlich zum erliegen kommt (das ist bei den verscheidenen Hormonpräparaten unterschiedlich) und welche Mengen der verschiedenen Sexualhormone sich dann im Blut befinden.
(Die Bindung an Eiweiße lasse ich hier mal außen vor, sonst wird es zu kompliziert)Ein ganz großes Problem beim Nuvaring: Das Gestagen hat Kontakt zur Vaginalschleimhaut. D.h. die Nebenwirkung vaginale Trockenheit ist viel Wahrscheinlicher, wenn gleichzeitig die Östrogendosis zu gering ausfällt. Würde man bei gleicher Gestagenmenge mit dem Östrogen runtergehen würden das die Frauen so schnell in lokalen Östrogenmangelsymptomen merken, dass sie hoffentlich das Präparat nicht so lange nehmen würden um vom niedrigeren Thromboserisiko etwas zu haben.