Jetzt aber mal bitte halblang!
Ich wüsste nicht wo ich hier irgendjemanden persönlich angegriffen habe oder etwas unnötig verallgemeinert hätte
...wenn es doch so war es bestimmt nicht meine Absicht. Hier wurde nach einer persönlichen Haltung gefragt, nämlich was man seiner eigenen Tochter empfehlen würde. Also bitte genau lesen, denn ich schrieb:
hormönchen hat geschrieben:
Also NFP würde ich meiner Tochter aus mehreren Gründen wohl ehr weniger empfehlen:
Ich betone hier doch ganz deutlich, dass sich meine nun folgende Argumente rein auf
MICH und
MEINE Tochter beziehen?!
hormönchen hat geschrieben:
1. Der Zyklus einer Pubertierenden ist noch nicht verlässlich
Pubertät= der noch nicht abgeschlossene Prozess der Geschlechtsreifung, bedeutet also der Körper ist noch nicht ausgereift. Somit geht die Pubertät eben zwangsläufig häufig mit Hormonschwankungen und unregelmäßigen Zyklen einher, das lässt sich auch nicht wegdiskutieren. Bei manchen Mädchen dauert es Jahre bis sie einen regelmäßigen Zyklus haben. Bei wem das anders ist oder war: schön, freut mich für euch.
Aber wir sprechen hier nunmal davon was ich
MEINER TOCHTER raten würde. Und bei meiner noch nicht vorhandenen Tochter gehe ich eben davon aus, dass sie vermutlich zu den vielen Mädchen gehören könnte, bei denen es lange Mensaussetzer etc gibt. Ich habe übrigens auch nicht geschrieben dass NFP bei unregelmäßigen Zyklen nicht verlässlich ist, sondern schlichtweg nur,dass die Zyklen an sich in der Pubertät nicht verlässlich, oder sagen wir von mir aus "unregelmäßig" oder "schwankend", sind.
hormönchen hat geschrieben:
2. Teenager an sich sind auch nicht sehr verlässlich....
Die Formulierung "Teenager
an sich" ist gleichbedeutend mit "Teenager im Allgemeinen" und umschreibt schlichtweg die Mehrheit/Norm. Das ist eine ganz normale, gängige
Formulierung, die Einzelfälle keineswegs ausschließthormönchen hat geschrieben:
(früh aufstehen und Temperatur messen? Ich glaube, dass kaum ein junges Mächen das gern und zuverlässig macht).
...wieder ein Verweis darauf, dass es sich hierbei lediglich um meine
subjektive, persönliche Meinung handelt + ich behaupte hier nicht, dass
alle jungen Mädchen das nicht gern und nicht zuverlässig machen, sondern dass
KAUM EIN JUNGES MÄDCHEN das gern und zuverlässig macht - Ausnahmen also durchaus mitinbegriffen. Wieso unterstellt ihr mir also ich würde ALLE jungen Mädchen verurteilen?!

....das steht da nirgends?!
hormönchen hat geschrieben:
3. Glaubt ihr wirklich ein junges unerfahrenes Mädchen hat den Mumm ihrem Freund zu sagen: ...
Bitte auf Formulierung achten. Ich behaupte nicht einfach, ich stelle lediglich in Frage!
hormönchen hat geschrieben:
3. Junge Mädchen entdecken ihren Körper erst noch und ihr Körperbewusstsein ist noch ein anderes als unseres.
Das ist nachweislich so. Wir können hier auch gerne jetzt die komplette Entwicklungspsychologie in Frage stellen, weil sie die wenigen Ausnahmen nicht würdigt, aber ich finde das etwas übertrieben und bleibe lieber dabei: all dies ist umschreibt ohnehin nur meine subjektive Meinung. Keiner muss sich gezwungen fühlen diese zu teilen/anzunehmen
Ich möchte auch jetzt nicht auf jede meiner weiteren Formulierungen genau eingehen, sondern bitte euch beim lesen einfach mal genauer hinzuschauen, dann erkennt ihr, dass ich immer wieder die Subjektivität meiner Argumentation betone (siehe fett):
hormönchen hat geschrieben:
...
Summa sumarum:
ich denke NFP ist
leider nix für Teenies.
Natürlich kommt es generell, wie viele hier ja schon erwähnt haben, auf das Mutter-Tochter-Verhältnis an.Da ich Pillengegnerin bin
würde ich vermutlich ein intensives Gespräch mit
meiner Tochter führen, sie dabei genau über ihren Körper aufklären, ihr von der schädigenden hormonellen Verhütung abraten und ihr zu Barrieremethoden, vor allem Kondomen, raten.
Ich würde ihr zudem raten mit dem erstem Mal bestenfalls zu warten, bis sie schon länger mit einem festen Freund zusammen ist und würde ihr für diesen Fall, also sobald sie regelmäßig Sex haben möchte , zur Gynefix oder (Gold-)Kupferspirale raten - würde, wenn erwünscht, auch den Arzttermin begleiten und das Ganze finanzieren.
Das halte ich zumindest für die beste und sicherste Lösung. Am besten dann trotzdem noch Kondom dazu wegen Krankheitsübertragung etc.
Letztendlich bleibt es natürlich die Entscheidung der Tochter...ob es Frau Mama passt oder nicht. Schließlich können sich Mädchen ab 14 Jahren auch ohne Zustimmung der Eltern umsonst die Pille besorgen und
ich befürchte zudem,
dass die meisten Mädels lieber bequem die Pille nehmen wollen: schön bunt, macht schöne Haut und alle Freundinnen nehmen sie ja auch (wie cool).
Alles was und Müttern dann bleibt ist also der Versuch einer guten und einfühlsamen Beratung ohne Druck oder Bevormundung und die Hoffnung, dass das Verhältnis zur Tochter so gut ist, dass sie es auch annehmen kann und sie nach Hilfe/Unterstützung fragt wenn sie Bedarf hat
...oder einfach nur Jungs kriegen

So....und nun steinigt mich ruhig wegen meiner persönlichen Haltung und meinen persönlichen Argumenten warum ich meiner eigenen Tochter nicht vorrangig die NFP-Verhütung empfehlen würde, das kann ich gut verkraften

Aber bitte hört auf mir hier zu unterstellen ich hätte hier grundsätzlich ALLE jungen Mädchen verurteilt und/oder irgendwelche Leute persönlich angegriffen, denn das wollte ich nicht und wenn man genau liest habe ich das auch nicht!
Dass es hier junge Mädchen gibt die sich bewusster und intensiver mit ihrem Körper und Verhütung befassen als allgemein bei Jungendlichen üblich finde ich doch auch prima! Leider sind diese jungen Frauen aber in der Minderheit und spiegeln nicht das Verhalten der breiten Masse wider und bei meinen persönlichen Überlegungen, wie ich denn mal mit meiner noch nicht existenten Tochter verfahre, orientiere ich mich eben an der Allgemeinheit (auch wenn ich mir natürlich wünsche, dass meine Tochter mal zu der Minderheit der sehr verantwortungsbewussten Teens gehört

).
Also bitte nicht alles gleich persönlich nehmen!